Jan Josef Liefers

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Knockin‘ on heavens door (1997)

2 Kommentare

Inhalt

Knocking on heavens door_01Rudi Wurlitzer (Jan Josef Liefers) und Martin Brest (Til Schweiger) teilen das gleiche Schicksal: sie sind todkrank und haben nicht mehr lange zu leben. Zunächst kann der schüchterne, korrekte Rudi den frechen, draufgängerischen Martin nicht ausstehen, doch als sie zusammen in einem Krankenhauszimmer landen, beginnen sie allmählich Freundschaft zu schließen.
Bei mehreren Gläsern Tequila  – den sie zufällig im Schrank gefunden haben – erzählt Martin, dass sich alle, die nach dem Tod in den Himmel kommen, nur über das Meer unterhalten, das so unglaublich schön ist. Er ist entsetzt, als Rudi ihm gesteht, dass er noch nie am Meer war und so fassen die beiden den Entschluss, ihre letzten Tage nicht in einem Krankenhaus zu verschwenden, sondern ans Meer zu fahren.

Betrunken wie sie sind stehlen sie ausgerechnet den teuren Wagen eines Gangster-Duos (Moritz Bleibtreu, Thierry van Werveke), das im Auftrag ihres Bosses Frankie (Huub Stapel) den Wagen eigentlich zu dem Geschäftspartner Curtiz (Rutger Hauer) bringen soll und sich dabei ziemlich dämlich anstellt. Frankie ist natürlich stocksauer und so müssen Abdul und Henk alles daran setzen, den Wagen wieder zu beschaffen.

Martin und Rudi sind inzwischen wieder nüchtern, doch ohne Geld und Sprit im Tank. Kurzerhand beschließt Martin mit der Pistole aus dem Handschuhfach eine Tankstelle zu überfallen und damit Benzin und Bargeld zu ergaunern. Der sonst so gesetzestreue Rudi ist damit ganz und gar nicht einverstanden, kann die Ereignisse aber auch nicht verhindern.
Mit diesem Geld decken sie sich erst mal mit schicken Klamotten ein. Als die Kohle doch nicht ganz reicht, überfällt Martin also auch noch eine Bank. Erst später entdecken die beiden den Koffer mit der Million im Kofferraum, der eigentlich für Curtiz bestimmt gewesen war.

Nun können die beiden auf ihre letzten Tage noch ein Leben in Saus und Braus genießen. Sie checken in ein teures Sternehotel ein, wo sie nur das exquisiteste Essen bestellen und sie erstellen eine Wunschliste, was sie noch tun wollen, bevor sie sterben. Martin träumt davon, seiner Mutter einen Cadillac zu schenken, wie ihn einst auch Elvis seiner Mutter geschenkt hat, und Rudi möchte einmal mit mehreren Frauen gleichzeitig schlafen.

Doch so ganz ohne Probleme können sie ihre Pläne nicht verwirklichen. Nicht nur die Ganoven sind hinter den beiden her, auch die Polizei ist ihnen auf den Fersen, denn die Überfälle sind nicht ohne Folgen geblieben. Zudem bekommt Martin wegen seines wachsenden Hirntumors immer wieder ernste epileptische Anfälle.
Trotzdem lassen sich die beiden durch nichts und niemanden aufhalten, um endlich ihren großen Traum zu erfüllen: einmal das Meer sehen.

von Jolli

 



Jolli meint:

Man hätte zu diesem Thema auch ein Drama schreiben können, aber diese Komödie ist eindeutig besser gelungen. Die Ausgangssituation ist natürlich alles andere als lustig, schließlich steht von vornherein fest, dass die beiden Hauptcharaktere bald sterben werden und sie nichts dagegen tun können. Doch gerade indem sie diese schreckliche Nachricht erfahren, fallen mit einem Mal alle Ketten von Verantwortung und korrektem Benehmen von ihnen ab und sie wollen noch einmal das Leben in vollen Zügen genießen.

Jans Figur des Rudi, der am Anfang noch so zurückhaltend und überkorrekt ist, macht dabei eine enorme Entwicklung durch und auch Til Schweiger gibt seinem draufgängerischen Part sehr viel Tiefgang. Man wünscht sich, die beiden öfter miteinander spielen zu sehen. Nicht umsonst verhalf dieser Film Jan einst zum großen Durchbruch im Filmgeschäft.
Aber auch die Nebenrollen sind hervorragend besetzt. Das Ganovenduo, gespielt von Moritz Bleibtreu und Thierry van Werveke ist einfach genial und sorgt immer wieder für herzhaftes Lachen. Der gemächliche Kommissar Schneider (Leonard Lansink) und sein hyperaktiver Assistent Keller (Ralph Herforth) bilden dann noch das i-Tüpfelchen in der Rollenverteilung.
Wer diesen Film also noch nicht gesehen hat, muss ihn sich unbedingt anschauen! Ihr werdet nicht enttäuscht sein.


Gabi meint:

So hundertprozentig mein Lieblingsfilm ist das nicht, obwohl, wie Jolli schreibt, die Schauspieler alle gut sind. Vielleicht trifft er einfach nicht exakt meinen Humor oder es ist nicht mein Genre. Einige Szenen mochte ich trotzdem sehr, insbesondere den dilettantischen Tankstellenüberfall, vor allem aber das Ende, das gerade, weil es so gar nicht auf die Tränendrüse drückt, sehr bewegend ist. Til Schweiger überzeugt als Martin, und JJL als Rudi möchte man einfach nur in den Arm nehmen und trösten.

Erwähnenswert ist auch der Soundtrack, der hervorragend zum Film passt und Laune macht.


Links:

2 Kommentare zu “Knockin‘ on heavens door (1997)

  1. Mein Liebling seit nun schon 5-6 Jahren! Ich weiß gar nicht, wie oft ich den Film schon gesehen habe, aber falls er je neu synchronisiert werden sollte, biete ich mich gerne an 😉

  2. Замечательный фильм! Один из самых моих любимых фильмов. Трогает за душу…

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