Jan Josef Liefers

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Mit vollem Einsatz – das war das Quiz 2012

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das quiz

Einen amüsanten Abschluss des Jahres bot Jan Josef Liefers am 29. Dezember zusammen mit Günther Jauch, Armin Rohde und Verona Pooth in Frank Plasbergs Show “Das Quiz 2012“.

Seit 2008 moderiert Frank Plasberg die Jahresrückblick-Quizshow mit prominenten Gästen und seit 4 Jahren ist Jan Josef Liefers immer eifrig mit von der Partie. Gleich zweimal in Folge (2009 + 2010) wurde er Champion, doch die Konkurrenz schläft nicht. Von Anfang an dabei und immer wieder unterhaltsam: der RTL-Moderator Günther Jauch.

Die beiden Herren gehörten also auch dieses Jahr wieder zu den alten Veteranen, während die anderen beiden Kandidaten jährlich wechselten. Diesmal mit dabei: Armin Rohde und Verona Pooth. Allein an dieser Gästeliste kann man sich also bereits ausmalen, dass es ein unterhaltsamer Abend werden würde.

Nach altbewährtem Konzept funktionierte auch dieses Jahr die Show mit einer Mischung aus Wissensfragen, bezogen auf Ereignisse des Jahres, und amüsanten Spielen, die den ganzen Körpereinsatz der Kandidaten forderten. Dabei steht der Spaß ganz klar vor nüchternem  Allgemeinwissen. Oder wer von uns erinnert sich nicht mit einem Lachen an die Schafsherde, die sich in einem Sportgeschäft verirrte oder wer hätte gedacht, dass Hunde Auto fahren können?

Wär ich ein Sportmoderator, würde ich sagen: Jan Josef Liefers startete das Rennen mit leichten Anfangsschwierigkeiten, nicht zuletzt aber durch leicht widrige Umstände von außen. Schuld daran war unter anderem das erste Aktionsspiel: welche Queen schafft die meisten Winker in 45 Sekunden? Jan präsentierte sich in einem schicken blau (was jedoch nicht ganz mit Hose und Schuhen harmonierte) und mit sehr viel Einfallsreichtum, nur leider wurde ihm die Hälfte seiner Leistung aberkannt, weil er zwei, statt nur einer Hand benutzt hatte (eine Regel, auf die zuvor aber wohlgemerkt niemand hingewiesen hatte). Zum Glück ist aber auf das solidarische Publikum Verlass.

Spätestens ab der Gepäckwurfaktion taute er dann aber richtig auf. Jauch lag mittlerweile weit in Führung und Verona Pooth beanspruchte lange Platz 2. Das Erraten von Tarzan in einem Spiel, bei dem Kinder eine Figur beschrieben, hätte Jan fast zur Verzweiflung gebracht.

Das Froschspiel war eine klare Kampfansage. Jetzt war klar: Jan überlässt Jauch nicht einfach so das Feld. So schnell hat noch keiner seinen Mund mit Popcorn vollgestopft. Der RTL-Moderator war chancenlos.

Beim Hit-Raten war der Sieg ja fast schon Ehrensache, schließlich war er der einzige Musiker in der Runde. Außerdem, so betonte er, hat er einen entscheidenden Vorteil: zwei Töchter, die genau im richtigen Alter sind, um diese Songs rauf und runter zu hören. Mit einem Kuss geht dieser Erfolg an Lilly und Lola.

Unvergesslich wird das Schiffsrennen bleiben. Verona Pooth findet trotz weiblicher Vorteilnahme nicht rechtzeitig den Vorwärtsgang, Armin Rohde paddelt, was das Zeug hält und Jan gibt alles, ohne Rücksicht auf Verluste.
Und Günther Jauch? Was macht der? Für ihn geht alles schief, was nur schieflaufen kann. Frei nach Costa Concordia kollidierte er schon in der ersten Runde mit dem Riff und kann sich nur schwer des Pappfelsbrockens entledigen. Und kaum will er wieder recht in Fahrt kommen, rast die „MS Jan Josef Liefers“ daher und es kommt zu einer Schiffskollision, wie sie im Buche steht. Jan paddelt unbeeindruckt seinem haushohen Sieg entgegen und Jauch liegt mit voller Breitseite am Boden. Da nutzt auch ein kleiner Schummler nichts mehr, denn kleine Sünden straft der Herr sofort. Jan ist längst im Ziel, Pooth und Rohde folgen ihm bald, da geht der eigene Kapitän der „MS Günther Jauch“ buglinks über Bord. Wer bei diesem Spiel noch keine Lachmuskelverzerrung hatte, war selbst Schuld.

So leicht gibt sich der Mann von RTL aber nicht geschlagen. Bis zum Ende der Sendung hin blieb der Punktestand zwischen Jan und Jauch sehr eng beieinander. Auch bei Aktionsspielen wie dem Einfangen der Fallschirme, blieben die beiden Veteranen Kopf an Kopf. Schlussendlich gewann Jauch wieder an Vorsprung und alles hing vom letzten Spiel des Abends ab: dem „Kilo-Watt-Tragen“.

Allein die gelben Anzüge machten diese Minuten sehenswert, doch bald wurde das Spiel zur Schlammschlacht. Nicht nur Verona Pooth erkannte schnell, dass Gummistiefel höchstens dazu taugten, zusätzlichen Schlamm zu transportieren. Auch Jan sprintete schon bald barfuß durch den Morast.

Die zarte Verona schlug sich wacker, trotz ihres Ausrutschers. Was der Zuschauer der ARD jedoch nicht zu sehen bekommen hat (die Sendung war aufgezeichnet) war Armin Rohdes wenig glimpflicher Sturz von der Bühne, der selbst Plasberg einen gehörigen Schrecken eingejagt hat. Umso mehr Respekt, dass Rohde sich recht schnell wieder aufrappelte und die Show zu Ende brachte.

Am Ende entschieden lausige 5 Gramm Watt über den Sieger und der lautete: Günther Jauch. Nach 5 langen Jahren holte sich der Moderator zum ersten Mal den Titel, doch Jan bleibt ein verdienter Zweitplatzierter.
Am Ende hat jeder alles gegeben, das sah man den Leuten an. Doch der Einsatz hat sich gelohnt, denn der Erlös kommt selbstverständlich wohltätigen Zwecken zugute. Im Falle von Jan ist es das Kinderhospiz Sonnenhof in Berlin, das sich sicher sehr freuen wird.
Und auch wir freuen uns, nämlich hoffentlich auf ein ebenso amüsantes Quiz 2013.

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