Jan Josef Liefers

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„Radio Doria – Die Freie Stimme der Schlaflosigkeit“ – Konzertbericht Jan Josef Liefers & Oblivion – Kulturzelt Kassel

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IMG_0858 Am 9. August fand das „Geburtstags“-Konzert von Jan Josef Liefers & Oblivion im Kulturzelt Kassel statt. Ich  hatte frühzeitig eine Karte  erstanden und freute mich schon lange auf das Konzert. Dort wollte ich  mich mit  Manu treffen, die mit drei Freundinnen auf dem Weg nach Kassel  war. In Kassel habe ich mir ein Zimmer in  einer Pension in der Nähe des  Kulturzeltes reserviert. Die Pension macht mehr den Eindruck eines  Studentenwohnheims im Stil der 50er Jahre und an der Rezeption werden die Gäste von einem  wunderschönen alten Radio empfangen. Radio Doria lässt grüßen.

Es ist ein sonniger Tag und ich nutze die Gelegenheit, ein wenig durch Kassel zu bummeln. Gegen 17 Uhr bin ich am Kulturzelt und kann den Jungs beim Soundcheck zuhören. Es hört sich gut an und steigert die Vorfreude. Der Platz um das Kulturzelt füllt sich langsam und es bilden sich zwei Schlangen vor dem Eingang. Es ist zwar noch reichlich früh, aber bevor die besten Plätze nachher vergeben sind, stelle ich mich auch schon mal an. Man weiß ja nie, wofür es gut ist. Ich schicke Manu eine SMS, wo sie mich finden können. Die vier Mädels sind noch unterwegs. Gegen 19 Uhr beginnt der Einlass. Als ich in das Zelt komme, bin ich verdutzt. Der Platz direkt vor der Bühne ist leer, obwohl schon viele Besucher vor mir das Zelt betreten haben. Die begehrten Plätze waren am Rande des Zeltes, wo einige Sitzreihen installiert worden waren.  Ich stelle mich mittig direkt an die Bühne. Der Innenraum füllt sich nun ebenfalls. Immer wieder schaue ich mich um und dann sehe ich auch Manu winken. Sie und ihre Begleiterinnen haben es nach einer kleinen Odyssee vom Parkplatz endlich in das Kulturzelt geschafft. Sie wuselt sich zum mir durch. Bevor es losgeht, haben wir noch ein wenig Gelegenheit zu plaudern.

Das Zelt ist voll und es kann losgehen.  Mit leichter Verspätung betritt die Band noch ohne Jan die Bühne. Heute ist Jens Nickel, der Gitarrist, der in Sondershausen nicht dabei war, wieder an Bord. Nach der von der Band kraftvoll gespielten Ouvertüre betritt Jan die Bühne. Bevor er nach den ersten beiden gespielten Songs einige Worte sagen kann, ruft jemand „Happy Birthday“ und alle im Zelt stimmen ein Geburtstagslied für Jan an. Das bringt den sonst so sicheren Schauspieler doch etwas aus der Fassung. Eine echte Rührung ist ihm anzusehen und gefreut hat er sich auch. Schnell hat er sich aber wieder gefangen und behauptet, ohne rot zu werden, dass er in der Tat am Vortag Geburtstag hatte und 32 Jahre alt geworden sei.

Die Liste der Songs entspricht weitgehend den Konzerten in Bad Zwischenahn und Sondershausen. Das Experiment etabliert und festigt sich also. „Radio Doria – Die Freie Stimme der Schlaflosigkeit“ ist das Motto. Es ist eine Mischung von vielen neuen und einigen alten Stücken. Mir persönlich gefallen die neuen Songs sehr gut. Die Texte beinhalten viel Standortbestimmung, was war, was ist, was kommen mag. Rockige Stücke und schöne Balladen, eine ausgewogene Mischung. Und Jan versteht es, die Zuhörer mit kleinen Geschichten und Anekdoten von einem zum anderen Stück zu führen. Beeindruckend sind die Begeisterung und das Herzblut, welche die Musiker in die Songs hineinlegen und ihre sichtliche Freude, wenn dies beim Publikum auch so ankommt.

Dann rezitiert er noch das Gedicht „Drei Teile Gold“ von Antek Krönung begleitet von Gunter am Piano. Bei den letzten Zeilen muss Jan lachen und erklärt, dass er sich gerade wie ein Prediger vorkommt.

Am Ende verbeugen sich die Jungs klitschnass geschwitzt, aber offensichtlich sehr zufrieden. Das Publikum ist begeistert und quittiert den Abend mit donnerndem Applaus. Vor der letzten Zugabe erklärt Jan, dass er nach dem Konzert ganz schnell nach Hause muss. Am nächsten Tag wird seine jüngste Tochter eingeschult und da muss der Papa natürlich dabei sein. Schade zwar, aber verständlich. Dann macht er noch ein wenig Werbung in eigener Sache zu den Band T-Shirts, die man kaufen kann. Und ehe ich mich versehe, zieht er mich zur Demonstration auf die Bühne, denn ich habe ein solches T-Shirt an. Ich bin so perplex, dass ich wohl ein ziemlich dummes Gesicht mache. Trotzdem ist es nett und ein besonderer Moment für mich. Den Abschluss bildet „Kleine Kreise“. Während des Stücks schlängelt sich Jan durch das Publikum und verabschiedet sich.

Auch wir sind fertig. Die Hitze im Zelt und der immer weniger werdende Sauerstoff haben uns durstig gemacht. Draußen sind die Temperaturen angenehm. Bei kalten Getränken lassen wir den Abend noch einmal Revue passieren. Erst als die Kellner nach Mitternacht anfangen, die Stühle hochzustellen, verstehen wir das als sanften Rausschmiss und verabschieden uns. Ein wunderbarer Abend, der bestimmt mal wiederholt wird.

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Autor: Mara_Thoni

"Life begins at the end of your comfort zone."

2 Kommentare zu “„Radio Doria – Die Freie Stimme der Schlaflosigkeit“ – Konzertbericht Jan Josef Liefers & Oblivion – Kulturzelt Kassel

  1. Daniela, ich kann dich beruhigen. Du sahst auf der Bühne ganz normal aus. Ein dummes Gesicht wäre mit aufgefallen. Schade, dass die Aktion so schnell ging. Hätte dir gern ein Foto gemacht.

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