Jan Josef Liefers

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Der Fall Ö (1991)

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Der Fall ÖIm Sommer 1944 will ein im besetzten Griechenland stationierter deutscher Hauptmann (Matthias Habich), im zivilen Leben ist er Professor für Altgriechisch, mit den Wehrmachtssoldaten seiner Kompanie und Bewohnern eines griechischen Dorfes das antike Drama König Ödipus verfilmen.

Mit einer Amateurkamera ausgestattet, filmt ein Obergefreiter (Jan Josef Liefers) unter unmenschlichen Bedingungen in glühender Hitze die Szenen. Der Soldatenalltag, der stark von den Schikanen des Hauptfeldwebels (Klaus Pönitz) geprägt ist, und die Dreharbeiten werden jedoch von der ständigen Angst vor den griechischen Partisanen überschattet. Zur Unterstützung der Laiendarsteller verpflichtet der Hauptmann zwei griechische Theaterschauspieler, die die Königin Iokaste (Tatiana Lygari) und Kreon (Christos Tsangas) im Film darstellen sollen. Der naive Gefreite und Darsteller des Ödipus (Sebastian Hartmann) der den Stoff nicht kennt, sieht sich plötzlich mit Fragen von Schuld und Sühne konfrontiert.

Im Laufe der Dreharbeiten verliebt er sich in die einige Jahre ältere Iokaste-Darstellerin, die jedoch eine Affäre mit dem Hauptmann beginnt. Als der Verdacht aufkommt, dass die Dorfbewohner Partisanen versteckt halten, richtet die Wehrmacht ein Blutbad unter der Bevölkerung an, bei der auch ein großer Teil der Laiendarsteller, ums Leben kommt. Während sich die Kompanie zum Dreh in einem alten Amphitheater aufhält, überfallen Partisanen das Feldlager. Die beiden griechischen Schauspieler geraten unter Verdacht, Mitwisser und  Sympathisanten der Partisanen zu sein und vom geplanten Überfall gewusst zu haben. Sie werden von der Wehrmacht gefangen genommen. Von jeglicher Funkverbindung abgeschnitten, flieht die Einheit vor den Partisanen über einen möglicherweise verminten Gebirgspass. Als lebende Schutzschilde werden die Gefangenen vor dem Konvoi hergetrieben. Als Schüsse fallen, vollendet sich eine Tragödie, deren Mythos nun Realität wird…

von Manu



Manu meint:

Als ich den Filmtitel das erste Mal las, konnte ich mir nicht viel vorstellen. „Der Fall Ö“. Könnte ein Krimi sein oder der detailgetreue Bericht eines Gerichtsprozesses? O. k., nichts von beidem. Die literarische Vorlage für den Film ist die Erzählung „König Ödipus“ von Franz Fühmann. Moment, Fühmann? Franz Fühmann? Den Namen kannte ich aus der Kinder- und Jugendliteratur meiner Kindheit in der DDR. Fühmanns Erzählungen sind mir eher unbekannt. Sein „König Ödipus“ hat autobiographische Inhalte. Er selbst war im 2. Weltkrieg als Wehrmachtssoldat in Griechenland stationiert.

Rainer Simon bettet die Ödipus-Tragödie als Film im Film in eine Handlung ein, bei der sich die Charaktere zunehmend mit dem Stoff der Sophokles-Sage identifizieren. Der Ödipus-Stoff zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Handlung. Griechische Mythologie ist eher nicht mein Fall, daher empfinde ich den Film als langatmig und stellenweise recht anstrengend. Alles in allem nicht mein Ding. Einzig Jan Josef Liefers‘ spitzzüngige Kommentare  in der Rolle des Kamera führenden Obergefreiten konnten mich dazu bringen, nicht irgendwann auf halber Strecke den Player auszuschalten.


Links:

Autor: Manu

Man muss auf anständige Weise verstehen, älter zu werden, um die Chance zu wahren, jung zu bleiben. (Theodor Heuss)

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