Jan Josef Liefers

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Soundtrack Deutschland

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Soundtrack Deutschland (1)

© MDR/Julia Bauer Photographie

Musik verbindet und sprengt auch Grenzen. Zur Feier des 25. Jahrestages der Wiedervereinigung zeigt Das Erste eine außergewöhnliche Musik-Dokumentation. Das „Tatort“-Duo Jan Josef Liefers und Axel Prahl ist mit einer neuen Mission betraut: Sie sollen die gemeinsame DNA von Musikfans und Musikern in Ost und West aufspüren! Der „Ossi“ Liefers und der „Wessi“ Prahl erklären sich auf ihre kauzig-schnodderige Art gegenseitig, worum es im jeweils anderen Deutschland wirklich ging. Für die einen war es „Engtanzen“, für die anderen war es „Blues“. Aber eigentlich ging es auf beiden Seiten doch immer nur um das Gleiche.

Liefers und Prahl führen durch diese Zeitreise, in der die größten, deutschen Musikstars sich sehr persönlich an die Zeit der Teilung und Wiedervereinigung erinnern. Auch mit Hilfe von historischem Archivmaterial und aufwendig gedrehten Spielszenen wird diese spannende Zeit lebendig. Es entsteht ein einzigartiger Blick auf die deutsche Geschichte – eine unterhaltsame, witzige, nachdenkliche, musikalische, emotionale und politische „Revue d’histoire“. Unterstützt werden die beiden dabei von Herbert Grönemeyer, Marteria, Silly, Campino/Die Toten Hosen, Nena, Udo Lindenberg, Lena Meyer-Landrut, Peter Maffay, Die Puhdys, Sido, Adel Tawil, Judith Holofernes, Annette Humpe, Clueso, Flake/Rammstein, Scorpions und vielen anderen.

Regisseur Sergej Moya, der im vergangenen Jahr mit Jan Josef Liefers den „Soundtrack meines Lebens“ realisierte, zeigt eindrucksvoll, wie Musik anlässlich von 25 Jahren Wiedervereinigung die deutsche Gesellschaft verändert hat. Moya: „Ich denke, dass keine andere Kunstform identitätsstiftender ist als die Musik und sie dadurch für die Menschen mit der eigenen Biografie für immer verbunden bleibt. Das Ganze aus Ost- und Westperspektive klingen zu lassen und die Unterschiede und Gemeinsamkeiten beider Soundlandschaften zu dechiffrieren, ist dabei hoffentlich genauso unterhaltsam wie emotional.“ [Quelle: ARD]



Daniela meint:
Das war einfach eine echt gelungene und runde Sache. Schade eigentlich nur, dass die Folgen so spät gesendet wurden. Das ist aber auch der einzige Kritikpunkt, der mir einfällt. Obwohl ich eingestehe, dass das Double Feature mit „Weissensee“ eine tolle Kombination zum Jubiläum der Deutschen Einheit war.

Musik ist wie die Farbe einer Wirklichkeit und lässt gerne Erinnerungen wach werden an Momente, die einen besonders bewegt haben im Leben. So können Songs zu persönlichen Hymnen werden, da sie so gut zu den Meilensteinen der eigenen Geschichte passen. Manchmal werden sie auch einfach nur zu unvergesslichen Ohrwürmern (und das oft ungewollt), weil sie in bestimmten Lebensabschnitten einfach da waren.

Diese Zeitreise der Musik hat – jedenfalls bei mir – viele dieser Punkte getroffen und zudem Erinnerungen geweckt, die ich längst vergessen hatte. Für mich war das insbesondere in der zweiten Folge der Fall. Erstaunlich und manchmal auch erschreckend, dass man bei manchen Liedern immer noch fast den ganzen Text mitsingen kann, obwohl man den Song vielleicht gar nicht (mehr) mag. Wenn das so ist, dann gehört er wohl zum eigenen Soundtrack.

Die Reiseleiter dieser Expedition, Axel und Jan, waren grandios. Die Gags waren jeder für sich herrlich auf den Punkt gebracht, Lachflash-Garantie inklusive. Und wie viel Spaß die beiden beim Dreh hatten, lässt sich aus den Outtakes erahnen.

Der Soundtrack-Gedanke manifestiert sich bei Jan inzwischen wie ein roter Faden. Das erfolgreiche Bühnenprogramm „Soundtrack meiner Kindheit“ und die sehr persönliche Dokumentation „Soundtrack meines Lebens“ finden hier ihre würdige Fortsetzung.

Ich kann nur sagen, gerne mehr davon. Chapeau und Danke für drei perfekte Fernsehabende!


Baggi meint:

Ich kann mich meiner Vorrednerin vollständig anschließen. Deshalb werde ich mich jetzt kurz fassen und einfach nur erzählen, dass auch mich die zweite Folge mit Abstand am meisten gefesselt hat. Nahezu jedes Lied gehört zum Soundtrack meiner Kindheit, weckte Erinnerungen, ließ mich mitsingen. Auch die Bilder aus den Nachrichten hatte ich noch lebhaft vor Augen und damals wie heute waren sie von einer Gänsehaut begleitet.
Lediglich bei den Ausflügen in die Schlagerwelt kräuselten sich mir die Fußnägel nach oben (das gilt natürlich für alle drei Folgen).
Jan und Axel sind immer aufs Neue ein Brüller, das steht außer Frage. Aber der Punkt, an dem ich auf dem Sofa hüpfend meine persönliche La-Ola-Welle praktiziert habe, war der kurze Ausflug in den Film „Dirty Dancing“. Schon dank der Vorschau-Videos hatte ich den Tagen zuvor den einen oder anderen Lachkrampf durchgemacht, aber dann zu sehen, wie die Szene fortgeführt wurde, hat mich schlicht heulen lassen.
Das ist wohl das, was ich an den beiden liebe: sie nehmen sich nicht ernst. Sie sind für jeden noch so verrückten Spaß zu haben, fröhlich und albern wie Kinder. Grandios!


Manu meint:

Ich habe selten ein so tolles Unterhaltungsformat gesehen. Jeder dieser drei Abende war grandios, führte mich doch jeder Einzelne in Lebensabschnitte aus Kindheit und Jugend zurück und lässt sich lückenlos als mein persönlicher Soundtrack bezeichnen. Besonders abgeholt hat mich der zweite Teil mit Songs aus den 80er-Jahren – war das doch meine „Sturm- und Drangzeit“. Selten waren es allerdings Titel aus meiner damaligen Heimat, der DDR. Wie die meisten meiner Freunde und Mitschüler orientierte man sich eher an den angesagten Bands aus dem Westen. Allerdings fand ich Karat damals schon großartig und viele ihre Hits (z. B. „Schwanenkönig“, „Der blaue Planet“ oder „Über sieben Brücken“) gehörten schon damals zu meinen Lieblingssongs und lassen mich auch heute noch nicht los.

Fazinierend fand ich, dass auch Jahrzehnte später so mancher Song tief im Gedächtnis vergraben ist. Es waren teils so dermaßen unwichtige (DDR-)Songs, die man aber sofort textsicher mitträllern kann. Besonders gewundert habe ich mich über Jürgens Walters „Schallala schallali“ aus dem ersten und Juckreiz‘ „Hurra, hurra, der Bus ist da“ aus dem zweiten Teil von „Soundtrack Deutschland“. Echt unglaublich, aber ich habe seit Mitte letzter Woche permanente Ohrwümer, an die ich wahrscheinlich nie im Leben mehr gedacht hätte. 🙂 Vielen Dank an Jan und Axel, die mir mit ihrem unvergleichlichen Humor drei wunderschöne Fernsehabende beschert haben!


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Autor: Mara_Thoni

"Life begins at the end of your comfort zone."

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