Jan Josef Liefers

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Flug des Falken (1985)

Inhalt

flug-des-falken-8Frei, endlich frei! Der 18-jährige Friedrich Engels (Dirk Wäger) aus Wuppertal betritt den Boden der Freien Reichs- und Hansestadt Bremen, um nach dem Willen seines Vaters Kaufmann im Handelshaus Leupold zu werden. Dort arbeitet er mit Leupolds Sohn Karl (Jan Josef Liefers) zusammen. Die beiden werden Freunde. 1838 – Deutschland stöhnt unter Metternichs Joch, aber in Bremen ist alles anders – das Tor nach Amerika gibt sich tolerant und weltoffen. Ein sorgenfreies Leben liegt vor Engels, doch seine Wahrheits- und Gerechtigkeitsliebe stürzen ihn in Gefahren und innere Konflikte. Er beginnt, unter dem Pseudonym „Oswald“ Gedichte und politische Reportagen zu verfassen. Diese werden von Karl an verschiedene Zeitungen verkauft.  Engels verliebt sich in die Schwester seines Verlegers, in die Pianistin Magdalena (Klara Jirsaková). Er wird mehr und mehr zum Verfechter einer demokratischen Volksrevolution und zieht in die Preußische Hauptstadt Berlin…

Der Film beruht auf der Buchvorlage „Schau auf die Erde“ von Walter Baumert. Ein Mensch wächst ins Leben, ein Mensch, mit dem man lachen und weinen, zweifeln und hoffen kann. Der wohlbehütete Fabrikantensohn, mit überdurchschnittlicher Intelligenz begabt und von großem Gerechtigkeitsempfinden erfüllt, wird zwischen der Zuneigung zu den Eltern, der Liebe zu Gott und der Armut und Ungerechtigkeit in der nächsten Umwelt hin und her gerissen. Seine Versuche, sich aufzulehnen, bringen ihn oft in Bedrängnis und führen zur harten Entscheidung des Vaters, dass er Kaufmann zu werden habe. Nebenbei bildet er sich, sucht er Gleichgesinnte, streitet Nächte hindurch, schreibt Gedichte und liebt – das Arbeitermädchen Agnes, die todkranke Pianistin Magdalena, die wenig ältere Susanne, die kapriziöse Jane, dann lernt er Mary Burns kennen.
Ein junger Mensch in seinem Widerspruch, in seiner Entwicklung wird dargestellt: Friedrich Engels. Die „gute alte Zeit“ um 1830 war keineswegs eine beschauliche Epoche. Auch wenn der preußische Obrigkeitsstaat für Friedhofsruhe gesorgt zu haben scheint, gärt es in deutschen Landen. In dieser Zeit des Vormärz wächst der junge Engels heran, Sohn eines Wuppertaler Textilfabrikanten. Schon früh stößt Friedrich auf den Gegensatz von industriellem Aufschwung und dem Elend der arbeitenden Menschen. Schritt für Schritt löst er sich aus der beengten Umgebung des Elternhauses. Begegnungen mit immer neuen Menschen geben Friedrich neue Anstöße, die Halbheiten manches Vorbildes reizen zum Widerspruch, das Unrecht zur Rebellion.
Das Buch erschien 1981 sowohl in der DDR als auch in der BRD und erreichte eine Gesamtauflage von 250 000 Büchern. Nach dem Buch entstand 1985 der 4-teilige Film für das DDR-Fernsehen der DDR „Flug des Falken“.


Links

Filmcredits bei filmportal.de
Buchvorlage: „Schau auf die Erde“ von Walter Baumert


Bilder


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Das Pubertier (2017)

Inhalt:

© 2017 Constantin Film Verleih GmbH

Gerade war sie doch noch so lieb, so niedlich. Doch kurz vor ihrem 14. Geburtstag mutiert Papas kleine Prinzessin plötzlich zum bockigen Pubertier. Der Journalist Hannes Wenger nimmt sich eine Auszeit, um seine Tochter Carla in dieser schwierigen Lebensphase zu erziehen und von Alkohol, Jungs und anderen Verlockungen fernzuhalten. Das ist aber leichter gesagt als getan, denn seine Frau Sara geht wieder arbeiten und Hannes ist als Vater maßlos überfordert. Ob Party, Zeltlager oder Carlas erstes Mal: Hannes tritt zielsicher in jedes Fettnäpfchen. Da ist es nur ein schwacher Trost, dass auch andere Jugendliche peinliche Väter haben: Hannes‘ bester Freund, der taffe Kriegsreporter Holger, lässt sich lieber im Nahen Osten beschießen als sich daheim von seinem grunzenden Pubertier in den Wahnsinn treiben zu lassen.

[Quelle: Constantin Film]



Manu meint:

Angefüttert durch die vielen Trailer, die es vom Film gab, und die im Vorfeld von Jan Weiler existierende Lesung, konnte ich es kaum erwarten, dass ‚Das Pubertier‘ endlich im Kino durchstartet. Ich nehme es gleich vorweg: Selten habe ich eine solch liebenswerte, herzerwärmende und doch turbulente Komödie gesehen. Hervorragend besetzt mit Jan Josef und Heike Makatsch in den Rollen der Eltern eines Teenagers in der schwierigen Phase des Erwachsenwerdens.

Auch wenn meine Erfahrungen mit dem eigenen Kind weniger krass waren, so konnte ich doch die Ängste und Gefühle der Eltern (gerade die des Papas, der seine süße, kleine Tochter langsam loslassen und eigene Wege gehen lassen muss) und auch die Carlas gut verstehen, fühlt sie sich doch von der Liebe ihres Vaters förmlich erdrückt. Witzige Dialoge und komische, ja teils echt verzwickte Situationen, haben mich total amüsiert. Die Besetzung passte wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge. Auch die Kids haben einen super Job gemacht. Es war ein gelungenes Kinoerlebnis. Daumen hoch und unbedingt ansehen!


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Offizielle Pressefotos:


Premierenfotos/Pressefotos:


Schnappschüsse rund um den Dreh:

 


Ein Kommentar

Die Blumen von gestern (2017)

Inhalt:

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© Edith Held / Four Minutes Filmproduktion

Toto (Lars Eidinger), ein deutscher Holocaustforscher und Nachfahre prominenter NS- Täter, leidet unter seiner Herkunft, seiner Karriere und seinem Menschenhass. Inmitten seiner tiefsten Lebens- und Ehekrise gerät er an die französische Forscherassistentin Zazie (Adèle Haenel), deren Großmutter in Auschwitz ermordet wurde. Ihr bemerkenswert sprudelndes, offenes und unkonventionelles Wesen tut er vorerst als dumm ab; doch schließlich berührt Zazie ihn und er wagt den Sprung über den Schatten seiner Existenz. Sein berufliches und familiäres Dasein wird mehr als auf den Kopf gestellt. Die Geschichte einer Beziehung, die messerscharf am Rande einer Romanze entlanggleitet …

[Quelle: AD PR]

Kinostart: 12. Januar 2017



Manu meint:

Totila, ein Holocaustforscher, dessen Großvater als SS-Offizier an den Verbrechen der NS-Zeit beteiligt war, verliebt sich ausgerechnet in seine Praktikantin, die französische Jüdin Zazie. Täter und Opfer – eine spannende Verbindung. Adèle Haenel und Lars Eidinger, trotz des vorhandenen Altersunterschiedes, spielen ihre Rollen souverän, ohne auch nur einen Moment lächerlich oder seltsam zu wirken. Ihr Zusammenspiel zu sehen, ist eine echte Freude. In der Rolle als Totilas Chef und Zazies Ex ist Jan Josef Liefers zu sehen. Sein komödiantisches Talent passt perfekt zur arroganten Person Balthasars. Nur logisch, dass es nicht lange dauert, bis es richtig eins auf die große Klappe gibt. :D

Chris Kraus ist der Spagat zwischen Vergangenheitsbewältigung und der richtigen Prise Humor sehr gut gelungen. Ebenso wie fließende Dialoge und auf den Punkt sitzende Pointen, erlaubt er sich sogar Seitenhiebe auf die mangelnde Aufarbeitung der NS-Verbrechen. Die Balance zwischen Tragik und Komik ist den ganzen Film über gelungen.

Fazit: „Die Blumen von gestern“ ist ein absolut sehenswerter Film, der in letzter Zeit zu Recht einige wichtige Auszeichnungen abgeräumt hat. Weiterhin ist er für den Deutschen Filmpreis 2017 in acht Kategorien nominiert. Noch läuft der Film in Deutschland zumeist in kleineren und Club-Kinos. Vielleicht ist er auch noch in eurer Nähe zu sehen. Nutzt dazu bitte den Kinofinder.


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Vier gegen die Bank (2016)

Inhalt:

3424_Main_AW2_Vier_Gegen_Die_Bank.inddSchon lange haben der Boxer Chris (Til Schweiger), der Werbefachmann Max (Matthias Schweighöfer) und der Schauspieler Peter (Jan Josef Liefers) jeder für sich Geld bei der Bank angespart, um ihre Zukunft zu sichern und persönliche Träume zu erfüllen. Doch weil er sich des eigenwilligen Anlageberaters Tobias (Michael Bully Herbig) entledigen will, sorgt der skrupellose Bankdirektor Schumacher dafür, dass sich die Ersparnisse der Männer in Luft auflösen. Verzweifelt und wütend zugleich, tun sich die vier Geschädigten zusammen, um sich an Schumacher und seiner Bank zu rächen.

[Quelle: filmstarts.de]

 


Trailer


Rezensionen


Baggi meint:

Der Film ist temporeich, extrem lustig und niemals langweilig – und obwohl man denkt, man weiß, was kommt, wird man doch noch ein ums andere Mal überrascht. Wie schön, dass der Trailer nicht zu verräterisch ist und vor allem nur einen Bruchteil der Gags verbrät, die sich in diesem Film tummeln!

Die Hauptdarsteller: genial gewählt! Wenn man hört, dass die Besetzung zu Anfang anders geplant war und dass Til beispielsweise für die Rolle angedacht war, die jetzt Jan übernommen hat, kann ich nur sagen: das noch einmal durchzuwürfeln, war die absolut richtige Entscheidung!!! Das reichlich unbeholfene, doch recht enthusiastische Gangster-Quartett ist sehr sympathisch in Szene gesetzt.
Michael Bully Herbig spielt seinen Charakter in meinen Augen einfach legendär gut, er ist unfassbar peinlich und linkisch und wird mächtig herumgestoßen. Dabei ist er aber sowas von liebenswert, man verspürt von der ersten Sekunde an den großen Drang, ihn in einer Tour zu knuddeln. Man will absolut nur das Beste für ihn. :)
Jan ist als ehemalige Filmgröße, die noch nicht ganz bemerkt hat, dass seine Glanzzeiten vorbei sind, schlicht zum Schreien und einfach nur niedlich. Ich hatte  das Gefühl, er musste sich beim Dreh ständig ein Grinsen verkneifen, weil alles so herrlich schräg war.
Tils Rolle des abgehalfterten Boxers passt zu ihm, wie die Faust auf die Nase (pun intended). Wie seine prollige und leicht IQ-unterversorgte Figur alle paar Sekunden mit dem von Mathias Schweighöfer toll dargestellten Yuppie kollidiert, ist herrlich. Keine Atempause hier, die zwei schenken sich nichts!
Alle weiblichen Rollen sind genial und überraschen nicht weniger als ihre männlichen Gegenparts – und die promineten Nebendarsteller setzen dem Ganzen die Krone auf. :D

Fazit: Herrlichstes Popcornkino, das viel zu schnell vorbeigeht. Wolfgang Petersens Timing ist genial, die Darsteller so locker und leicht, es ist ein Heidenspaß. Ich hätte diesem Team noch ewig zuschauen können!


Manu meint:

In den letzten Jahren gab es viele gut gemachte deutsche Komödien, aber keine hat mich so amüsiert wie ‚Vier gegen die Bank‘. Das Kleeblatt Liefers, Schweiger, Schweighöfer und Herbig ist die ideale Besetzung für diesen Kinospaß der Extraklasse. Man merkt allen Beteiligten deutlich den Spaß an, den sie bei den Dreharbeiten hatten: mal nach Herzenslust dem Affen Zucker geben. :)

Streckenweise bleibt einem schlicht vor Lachen die Atmung weg. Knackige Aktionen, nicht übertrieben, sondern genau auf den Punkt und keine Gags um jeden Preis in einer turbulenten Handlung passten wie der sprichwörtliche Ar*** auf den Eimer. Ansonsten kann ich mich der Meinung meiner Kolleginnen nur anschließen. Wolfgang Petersens Film ist Unterhaltung und Spaß für die ganze Familie. Von mir also die absolute Anschauempfehlung!

Nichts wie los und vielleicht sogar die Weihnachtsfeiertage für einen wirlich lohnenswerten Kinobesuch nutzen!


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Offizielle Pressefotos:


Schnappschüsse rund um den Dreh:


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Mörderische Stille (2017)

Inhalt:

Foto: ZDF / Gordon Timpen

Foto: ZDF / Gordon Timpen

In der Bucht von Wilhelmshaven taucht eine Wasserleiche vor dem Segelboot von Michael Kühnert, Leiter der Segelschule, auf: Ein ehemaliger Offizier der holländischen KFOR-Truppen im Kosovo, ist erstochen worden.

Jan Holzer, Kriminalhauptkommissar in der Mordkommission, erfährt die Identität des Mannes von einer Gruppe gehörloser Segler. Kühnert kann „übersetzen“, da seine Frau Elena auch gehörlos ist und er die Gebärdensprache beherrscht. Jan Holzer ist fasziniert von der „stummen Kommunikation“ und freundet sich mit der Familie an, zu der noch die 18-jährige Tochter Sabin gehört, die sich auch ausschließlich in der Gebärdensprache verständigt.

Obwohl Kühnert offen zugibt, dass er früher als KSK-Soldat im Kosovo war, Elena dort kennengelernt hat, beide aber den Toten nicht kennen würden, ist Jan Holzer sicher, dass Elena und Kühnert ihm etwas verschweigen. Immer tiefer dringt Holzer in das Familiengeheimnis der Kühnerts vor und ist dabei, sich darin zu verlieren, zumal er momentan selbst wegen einer alten Schuld schwer angeschlagen ist.

Holzers Assistentin Amal Catack – halb Türkin, halb Deutsche, in Berlin aufgewachsen – ermittelt parallel in der obskuren Welt der privaten Sicherheitsfirmen und findet unter anderem heraus, dass der Ermordete vor zehn Jahren ein Disziplinarverfahren in der Armee hatte – wegen Menschenhandel und Vergewaltigung während seines Dienstes bei der KFOR – und findet in seinem Cloud-Account ein Video. Als sie mit dem MEK zum Hafen kommt, ist Jan Holzer entführt auf einem Segelboot mitten auf offener See und erfährt die unvorstellbare Wahrheit.

[Quelle: ZDF]


Trailer


Baggi meint:
Der Film gefiel mir ausnehmend gut. Die Geschichte hat mich berührt, bewegt und von der ersten Sekunde an mitgerissen. Ich wollte wissen, wie sich alles auflöst, ich wollte jedes Detail erfahren, was den Fall angeht – mindestens ebenso sehr aber auch die persönlichen Probleme und Dramen ergründen, die die Hauptcharaktere umtreiben. Da war mir nichts egal, auch nichts zu viel, das war wunderbar.

Jan Holzers Assistentin Amal Catack, genial verkörpert von Ivan Anderson, hat mir unheimlich gut gefallen. Sie ist sehr clever und gleichzeitig unbeschreiblich derb, laut, wild und ungestüm – und offenbart dann plötzlich wieder eine Verletzlichkeit und Verzweiflung, die einen verblüfft. Aber ich habe ihr das jede Sekunde abgenommen und habe mich wunderbar einlassen können auf diese facettenreiche, nach außen so rau und selbstbewusst wirkende Frau.
Jan Holzer geht auf eine bewundernswert ruhige Art mit dieser eindrucksvollen Impulsivität um. Ein paar Mal habe ich gedacht, er ist zu lieb für sie, und mich gefragt, warum er diese Art und Weise immer wieder toleriert… aber ich habe mir sein Verhalten damit erklärt, dass er weiß, was er an ihr hat. Vermutlich ist diese so verlässlich aufbrausende und dabei so fähige Kollegin eine der Haupt-Konstanten in einem Leben, das ganz offensichtlich aus den Fugen geraten ist.
Relativ früh bekommt man verschwommene Hinweise darauf, was dem Kommissar passiert sein muss und ist begierig darauf, endlich vollständig zu erfahren, was in der Vergangenheit geschehen ist. Bis das aufgeklärt ist, muss man sich allerdings wirklich eine ganze Weile gedulden. Dennoch lässt man sich bereitwillig mitnehmen von seinem Schicksal, weiterhin bereitwillig mitnehmen von dem Schicksal der Familie, der er durch seine Ermittlungen näherkommt – und in dem Zuge sind die Momente entstanden, die mich meisten in ihren Bann gezogen haben.
Die von Sylvie Testud verkörperte gehörlose Elena Kühnert ist einer der Stars dieses Films. Sie hat eine unglaubliche Präsenz, ich war begeistert von ihr. In einigen Szenen, in der sie und Jan zusammen agiert haben, von ihrer Seite aus gänzlich ohne Worte, haben sie den Film in eine andere Ebene gehoben, anders kann ich es nicht beschreiben.

Die Geschichte von Friedemann Fromm hat mehr Plot, mehr Inhalt und vor allem mehr Einzelschicksale/Nebenstränge als die meisten, die ich in der letzten Zeit gesehen habe. Das mag ihm vielleicht von dem einen oder anderen Kritiker zum Vorwurf gemacht werden, aber bei einer solchen Ansicht kann ich nur abwinken.
Die Story war dicht, atmosphärisch und auch aufwühlend, aber nie zu viel. Die Darsteller waren genial gewählt und haben ihre Rollen intensiv und sehr glaubwürdig umgesetzt. Grenzen verschwimmen, global wie auch im Kleinen, Schuld, Unschuld, Gerechtigkeit, Unrecht… selbst wenn zum Schluss alles geklärt ist, bleiben viele Fragen. Aber das ist einfach richtig gut gemacht, niemals unbefriedigend.


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Offizielle Pressefotos:


Schnappschüsse rund um die Dreharbeiten:


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Annäherungen (1987)

Inhalt:

annäherungen (1)In der weiblichen Hauptrolle dieser Folge von “Schauspielereien” agierte die seit Jahren mit herausragenden künstlerischen Leistungen aufwartende Schauspielerin Renate Richter. Ansonsten konnte man diese TV-Produktion als Premiere für drei “Debütanten” bezeichnen. Zum einen war es der junge Schauspieler Jan Josef Liefers, zu dieser Zeit schon am Deutschen Theater in Berlin engagiert, der als männlicher Partner der Richter seine erste abendfüllende TV-Aufgabe übernommen hatte. Zum anderen war es Gabriele Denecke, für die “Annäherungen” die erste eigenständige Regiearbeit war, und Sonja Schnitzler, die als Lektorin im Eulenspiegel Verlag Berlin tätig war, verfasste hier ihre erste Vorlage für das Fernsehen.
Insgesamt offerierten diese “Schauspielereien” fünf Episoden, in denen, von der Problematik her variierend, eine etwas ältere Frau auf einen jungen Mann trifft. In der Episode “Der Ofen ist aus” spielt Renate Richter eine Direktorin, die sich mit dem Verhalten eines Heizers (J. J. Liefers) auseinandersetzen muss; er kam am Morgen zu spät zur Arbeit und versucht nun gegenüber seiner Vorgesetzten, sich mittels einer Schelmengeschichte aus der Affäre zu ziehen. In “Damenbesuch” rankt sich das Geschehen um eine betuliche Mutter, der beim Besuch ihres erwachsenen Sohnes eine Überraschung zu Teil wird. Und in der Episode “Schwere Geburt” muss sich ein total aufgeregter junger Mann im Warteraum einer Entbindungsklinik diversen Wahrheiten stellen, weil ihn eine besonnene Frau mit ihren Auffassungen von Verhaltensweisen und Gefühlsregungen dazu anstachelt.
Weitere zwei komödiantisch- unterhaltsam gestaltete und darstellerisch überzeugende Szenen mit den Titeln “Einstellungsgespräch” und “Versicherungsfall” ergänzen da schon Erwähnte.

[Quelle: Fernsehen der DDR]


Rezensionen

 


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Ein Kommentar

Weihnachten schneit’s (1990)

Inhalt:

Weihnachten schneits (1)Das Mädchen Anna (Katharina Räthel) wünscht sich für die Weihnachtsfeiertage viel Schnee herbei, damit der Weihnachtsmann die vielen Geschenke per Pferdeschlitten zu den Kindern bringen kann. Damit aus ihrem Wunsch auch Realität wird und Frau Holle kräftig die Betten ausschüttelt, entschließt sie sich, selbige persönlich aufzusuchen. Dabei sind ihrer Phantasie offensichtlich keine Grenzen gesetzt, denn dass ein Herr Holle (Jan Josef Liefers) ganz oben in ihrem Haus wohnt, nimmt sie als gutes Vorzeichen für ihre Sache an.

Quelle: Fernsehen der DDR


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Die 7. Stunde (2016)

Inhalt:

© ZDF /Conny Klein

© ZDF /Conny Klein

Ein mörderisches Spiel, ein rätselhafter Selbstmord und ein quälendes Geheimnis: Als Anwalt Joachim Vernau (Jan Josef Liefers) an einer Berliner Privatschule eine Jura-AG übernimmt, begegnen ihm die Schüler voller Vorbehalte. Vernau findet heraus, was hinter dem Schweigen steckt. Doch da ist es fast zu spät. „Die 7. Stunde“ handelt von Schuld und Verantwortung und der Hilflosigkeit aller angesichts dessen, was nicht sein darf.

Der Berliner Anwalt Joachim Vernau (Jan Josef Liefers) bekommt ein lukratives Angebot: Er soll die Jura-AG einer Privatschule leiten. Vernau übernimmt die siebte Stunde. Doch gleich am ersten Tag kommt es zu einem Eklat. Rektorin Katharina Oettinger (Sophie von Kessel), eine alte Schulfreundin seiner Kanzleikollegin Marie-Luise Hoffmann (Stefanie Stappenbeck), hat verschwiegen, dass ein Mädchen aus Vernaus Klasse vor ein paar Monaten Selbstmord begangen hat.

Angeblich soll Sami (Emilio Sakraya Moutaoukkil), ein Junge mit libanesischen Wurzeln von der Hauptschule zwei Straßen weiter, damit zu tun haben. Doch litt Clarissa wirklich nur unter Liebeskummer? Vernaus Schüler, allen voran Samantha (Isolda Dychauk) und Matthias (Samuel Schneider), verschließen sich mehr und mehr. Vernau kommt dahinter, dass an der teuren Privatschule Rollenspiele gespielt wurden. Eines der Spiele geht zurück auf uralte Krankenakten, die irgendjemand auf dem Schuldachboden gefunden haben muss. Denn das Schulgebäude beherbergte vor langer Zeit einmal eine Nervenheilanstalt. Das Spiel „Die schwarze Königin“ beruht auf den Wahnvorstellungen einer Kindsmörderin. Als eine weitere Schülerin Opfer eines Giftanschlags an der Schule wird, grassiert die Angst. Vor allem, weil sich die Anzeichen mehren, dass trotz Verbot und drakonischen Strafen bis hin zum Schulverweis die Rollenspiele weitergehen.

Vernau findet Zugang zu einer Gruppe, die nachts LARP – Live Action Role Playing – in einem Berliner Park spielt. Von diesen „Vampiren“ erfährt er, dass vor einiger Zeit jemand mit echten Waffen aufgetaucht ist und von einem neuen Spiel erzählt hat, bei dem es Tote geben wird. Sie haben diesen Irren rausgeworfen und nicht mehr mitspielen lassen. Und dieser Irre will sich nun rächen. Als Vernau herausfindet, wer dahinter steckt, ist es fast zu spät.

[Quelle: ZDF]



Baggi meint:
Die 7. Stunde ist mein Lieblingsbuch von Elisabeth Herrmann. Ich habe es verschlungen, so ’speziell‘ es auch ist. Und ich habe nicht besonders überrascht zur Kenntnis genommen, dass es (nach dem ersten und bislang wohl besten Film der Reihe, Das Kindermädchen) nicht an zweiter Stelle in Angriff genommen wurde, sondern Die letzte Instanz und Der Mann ohne Schatten vom ZDF vorgezogen wurden.

Und dann kam die Info, dass Die 7. Stunde doch noch umgesetzt wird – und ich habe mich gefragt, wie das bei dem komplexen Werk mit dem wuchtigen Ende auch nur annähernd befriedigend passieren soll.
Nun, es ist nicht befriedigend. Leider.
Jemand, der nicht weiß, worum es geht, kann den Film natürlich unvoreingenommen genießen und sich vor allem an dem grandios aufspielenden Jan Josef Liefers erfreuen. Er allein reicht, dem ganzen Werk Leben einzuhauchen, keine Frage. Auch seine Mutter, deren Haushälterin „Hütchen“ und vor allem seine Kanzleipartnerin Marie-Louise Hoffmann sind wieder wunderbar umgesetzt von den jeweiligen Schauspielerinnen. Ich möchte wirklich niemanden in diesem Team missen!

Aber von der Geschichte des Buches ist mir entschieden zu viel verloren gegangen. So verwirrend, düster, dunkel spannend und gleichzeitig immer wieder von Humor durchbrochen die Vorkommnisse über mehrere hundert Seiten erzählt werden, wird die Handlung für den Bildschirm derart zusammengekürzt, derart entfremdet, dass ich wirklich enttäuscht war.
Die Schüler – bis auf Samantha – bleiben allesamt blass und praktisch kaum in Erinnerung. Unmengen an Handlungssträngen, Szenen, die mich im Buch laut auflachen oder auch gespannt hektisch weiterlesen ließen, wurden komplett geopfert. Und das ist für mich, auch wenn Elisabeth Herrmann selbst für das Drehbuch verantwortlich zeichnet, keine gelungene Umsetzung gewesen. Schade.
Wie schon bei Der Mann ohne Schatten vermisse ich die Tiefe, die Komplexität in diesem Werk, weiterhin den Witz und die Spannung, die die Bücher ausmachen. Dieser Film ist, wie sein unmittelbarer Vorgänger auch, nichts Halbes und nichts Ganzes. Schön, ja – aber man hätte so viel mehr draus machen können!

Die Umsetzung aller Vernau-Bücher krankt für mich immer an der gleichen Problematik: die komplexen Erzählungen können einfach nicht auf 90 Minuten Fernsehzeit komprimiert werden. Punkt. Wenn das ZDF sich irgendwann dazu durchringen könnte, einen Zweiteiler daraus zu machen, diesen fesselnden Geschichten im wahrsten Sinne des Wortes mehr Raum zu geben, es wäre für mich der Durchbruch. Doch solange sich das nicht ändert, gilt: egal wie wunderbar die Schauspieler sind, sie allein können auch nicht retten, was das (zusammengestampfte) Drehbuch nicht hergibt.


Manu meint:

Ich kann nun nicht gerade behaupten, dass ich einen bestimmten Lieblings-Vernau von Elisabeth Herrmann habe, denn eigentlich mag ich sie alle und hab einen nach dem anderen genüsslich „verputzt“. Aber auf die Verfilmung von „Die 7. Stunde“ war ich schon deshalb sehr gespannt, weil ich mich bereits beim Lesen fragte, wie man dieses schwierige Thema wohl angehen wird.

Ich schließe mich zu großen Teilen der Meinung Baggis an. 90 Minuten waren dann wohl für dieses komplexe Thema genau 90 Minuten zu wenig. Ein Zweiteiler wäre die perfekte Lösung gewesen, um dem Stoff gerecht zu werden. Nun gut, alles in allem wurde das Beste in der Kürze der Zeit daraus gemacht. Und hätte ich nicht den Roman gelesen, gäbe es sicher rein gar nichts zu meckern. Blendet man diesen beim Schauen aus und lässt den Film so wirken wie er ist, ist er durchweg spannend und erwartungsgemäß grandios gespielt von Jan Josef Liefers und Stefanie Stappenbeck sowie Elisabeth Schwarz und Carmen-Maja Antoni als Mama und Hüthchen. :) … und diesmal hatte sogar der Schrauber Jazek ein Gesicht. Erwähnte ich schon, dass ich  mich schon sehr auf „Versunkene Gräber“ freue? ;)


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Desaster Premiere am 9.7. im Haubentaucher Berlin

Fantastische Location, Poolfeeling und Cocktails – Desaster hat im Haubentaucher in Berlin eine fantastische Premiere gefeiert. Wir haben ein paar Fotos mitgebracht:

Auf der FB-Seite von Desaster-Film gibt es ein schönes Video vom Abend. Ihr findet es hier
Link zum Artikel und zu den Fotos von Red Carpet Reports


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Desaster (2015)

Inhalt:

Plakat_DESASTEREs geht um das große Geld, die große Liebe und den unfreiwilligen Tod. Dr. Jürg Würsch, Schweizer Anwalt mit Hang zu Bestechlichkeit (Stefan Kurt), lässt sich auf das Angebot des skrupellosen Gangsterbosses Mischa (Milan Peschel) ein – den Aufenthaltsort seiner Kronzeugen zu verraten – und folgt der Einladung auf Mischas Finka nach Saint-Tropez. Im Gegenzug soll er eine hohe Bargeldsumme erhalten und erhofft sich ein kleines Schäferstündchen mit Mischas attraktiver Gattin Lydia (Anna Loos). Jedoch ahnt Würsch nicht, dass Lydia ein doppeltes Spiel spielt. Mischa und Lydia wiederum wissen nicht, dass der Anwalt ebenfalls eigene Pläne verfolgt und dafür die beiden Profikiller Ed (Justus von Dohnányi) und Mace (Jan Josef Liefers) angeheuert hat. Dumm nur, dass sich Ed als penetranter Macho-Proll herausstellt und den Plan von Würsch durch sein dämliches Verhalten völlig durcheinander bringt. Niemand spielt mit offenen Karten. Intrigen werden gesponnen, Fallen werden gestellt. Als Ed aus Versehen Mischas Mutter (Angela Winkler) von der Brüstung der Finka schubst, nimmt das Desaster unaufhaltsam seinen Lauf. Nur so viel ist klar: Hier hat jeder Dreck am Stecken.
Ohne dass in diesem Film auch nur ein einziger Schuss fällt, wird gestorben, was das Zeug hält. In der tiefschwarzen Gangsterkomödie liefern sich Justus von Dohnányi („Frau Müller muss weg!“, „Männerherzen 1&2“, „Oh Boy“), Jan Josef Liefers („Mann tut was Mann kann“, „Der Baader Meinhof Komplex“, Münsteraner „Tatort“), Milan Peschel („Der Nanny“, „Schlussmacher“, „What A Man“, „Halt auf freier Strecke“) und Stefan Kurt („Ruhm“, „Vier Minuten“) einen schauspielerischen Schlagabtausch der Extraklasse. Nach dem kultigen Überraschungserfolg „Bis zum Ellenbogen“ ist DESASTER deren nächste Zusammenarbeit unter der Regie von Justus von Dohnányi. [Quelle: STUDIOCANAL]


EXKLUSIVER CLIP NUR HIER AUF DER FANSEITE!!!



Baggi meint:

Das Team aus Bis zum Ellenbogen hat sich wieder vereint und diesmal wird es noch fieser als beim Einstiegsfilm. (Und das will was heißen!!)

Ich will hier nicht zu viel verraten, ich hasse Spoiler und die allgemeine Inhaltsangabe ist hinlänglich bekannt. Deshalb fasse ich mich ganz ganz kurz:
bei den Hauptdarstellern Justus von Dohnáyi, Stefan Kurt und Jan Josef Liefers weiß man, was sie drauf haben. Sie mögen sich und diesen Spaß hat man ihnen angemerkt. Ihre Charaktere sind der Brüller, einer irrer als der andere. Grenzgenial!
Aber auch der Rest des Castes hat mich voll überzeugt, allen voran Milan Peschel und seine „Mama“ Angela Winkler.

Fest steht, diese Art Film ist sicher nicht nach jedermanns Geschmack. Er ist BÖSE – aber dabei zum Schreien! Ich persönlich kann mich über so etwas schlicht schlapplachen. Er ist toll gefilmt, die wunderbare Gegend um Saint Tropez einfach famos in Szene gesetzt. Besonders genial ist außerdem die Musik. Der Sountrack fetzt, und die Schnitte dazu sind frech und schnell und wild.
Fazit:
Dieser Film unterscheidet sich ziemlich von dem, was man sonst so vom deutschen Kino gewohnt ist. Aber er ist stark!


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