Jan Josef Liefers

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Fundstück der Woche 45/2014

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Zwischen September 1995 und April 1996 stahlte Das Erste insgesamt 26 Folgen von Die Partner aus. In den Hauptrollen spielen Jan Josef Liefers (Privatdetektiv Philip Casdorff), Ann-Kathrin Kramer (seine Kollegin Caro Koslowski) und Ulrich Noethen (Hauptkommissar Martin Zobel). Schade, dass niemand aus unserem Team die Serie damals gesehen hat.

Antiquarisch ist uns nun der Roman von Chris Maybach „Die Partner – Karambolage“ (erschienen 1995 im Löwe Verlag, ISBN 3-7855-2874-4) vor die Füße gefallen, dem vier Originaldrehbücher zugrunde liegen und der zumindest einen Einblick in die Serie gibt. Dieses damals neue Krimi-Format erinnert sehr stark an US-amerikanische Produktionen. Freche Dialoge, schnelle Autos, temporeiche Verfolgungsjagden und eine riesige Portion Ironie der Hauptdarsteller sind uns also entgangen.

Aber wer weiß, vielleicht lässt sich die ARD irgendwann erweichen, die Serie zu wiederholen. Wäre doch echt schade drum, wenn sie in den Archiven verstaubt, oder?


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Die Partner (1995-1996)

Inhalt:

Die PartnerPhilip Casdorff (Jan Josef Liefers) betreibt mit Caro Koslowski (Ann-Kathrin Kramer) eine Privatdetektei in Düsseldorf. Er ist ein cooler, erfolgreicher Macho, sie eine Powerfrau mit Psychologiestudium. Beide lieben schnelle Autos. Sie sind wild entschlossen, sich weder, wie in solchen Konstellationen sonst üblich, ineinander zu verlieben noch dauernd zu streiten. Für den Kontrast zu den hippen Ermittlern sorgt der biedere Hauptkommissar Martin Zobel (Ulrich Noethen), der lieber seine Ruhe hätte, aber von seinem Freund Casdorff immer wieder in Schwung gehalten wird. Weiterlesen


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Kidnapping Mom and Dad (1998)

Inhalt

kidnapping mom and dadMel (Laura Charlotte Syniawa) und Tommi (Mitja Daniel Krebs) sind Waisenkinder auf der Suche nach einem neuen Zuhause. Obwohl sie sich alle Mühe geben, haben sie bis jetzt jede Pflegefamilie vergrault. Nun drohen sie getrennt zu werden. Ihre letzte Chance sind die Tomczyks (Marion Breckwoldt, Florian Martens), doch diese spielen nur für das Jugendamt die fürsorglichen Eltern. In Wahrheit terrorisieren sie ihre ganze Bande an Pflegekindern und freuen sich nur über das Geld, wegen dem sie nicht arbeiten müssen.

Mel und Tommi beschließen, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und sich die Eltern auszusuchen. Heimlich schleichen sie sich von den Tomczyks weg, um sich in der reichen Gegend eine perfekte Familie mit einem großen Haus auszusuchen.

Ihre Wahl fällt ausgerechnet auf Katrin (Ann-Kathrin Kramer) und Roger (Jan Josef Liefers), zwei Rechtsanwälte ohne Trauschein. Roger träumt zwar schon lange selbst von einer eigenen Familie, doch Katrin ist ihre Karriere vorerst wichtiger. Dafür arbeitet sie hart.
Mel und Tommi sind aber fest entschlossen, sich genau diese beiden als Eltern zu erobern. Zunächst versuchen sie es noch auf die sanfte Tour, doch dann fahren sie härtere Geschütze auf. Als alle Stricke reißen, nehmen die Kinder Katrin und Roger als Geiseln.

von Jolli


Jolli meint:

Der Titel sagt alles über die Inszenierung aus. Würde man nicht das Berliner Kennzeichen am Auto und die deutschen Schauspieler sehen, könnte man glatt meinen, man hätte eine amerikanische Familienkomödie nach „Kevin allein zu Haus“-Manier vor sich. Die anglisierten Namen tragen ihren Teil dazu bei.

Ansonsten ist der Film genau das, was das Genre verspricht: ein schrille Komödie mit allerhand schrägen Actioneinlagen. Das Happy End ist praktisch vorprogrammiert. Jeder weiß, dass die Kinder am Ende trotz ihrer unkonventionellen Methoden das Herz der beiden erobern. Bis dahin bekommt man 90 Minuten nicht gerade tiefgründige, aber erheiternde Unterhaltung serviert. Den Part der Bösewichte übernehmen die Tomczyks, die natürlich viel zu doof sind, um gegen die cleveren Kinder zu bestehen. Katrin und Roger werden stattdessen gezwungen, sich ihren eigenen Beziehungsproblemen zu stellen, um am Ende zu entscheiden, was ihnen am wichtigsten ist. Damit wäre der moralische Teil zumindest auch abgedeckt.
Roger erhält allein vom Drehbuch her zwar wenig Charaktertiefe, doch Jan Josef Liefers macht das Beste aus diesem schrägen Streifen und kann sich in den verrückten Szenen ganz austoben.


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Die Mörderin (1999)

Inhalt

Mörderin1Die junge talentierte Psychologin Ulrike Mertens (Ann-Kathrin Kramer) bekommt von ihrem Professor (Jürgen Hentsch) den Auftrag, ein psychologisches Gutachten über die seit 11 Jahren inhaftierte Marga Nielsen (Suzanne von Borsody) zu erstellen. Warum sie ihren Mann mit einem Hammer erschlagen hat, wurde nie geklärt, denn zu den Hintergründen und Motiven schweigt sich Marga beharrlich aus und zeigt keinerlei Reue. Ihre damals dreijährige Tochter Franziska (Laura Syniawa) kam  zur Familie ihres Onkels. Als die Pflegeeltern bei einem Verkehrsunfall ums Leben kommen und das Kind schwer verletzt überlebt, stellt Marga einen Antrag auf vorzeitige Haftentlassung. Ulrike soll das dafür notwendige Gutachten erstellen. Ihre schon im Vorfeld feststehende negative Meinung scheint sich zu bestätigen.

Bei der Übergabe des Falles an den Professor wird sie jedoch stutzig: Dieser scheint mit ihrer Einschätzung gerechnet zu haben. So beginnt sie erneut, die Hintergründe für die Tat zu recherchieren und nimmt die Gespräche mit Marga wieder auf. Was hat der Vater (Peter Fitz) mit Margas Zerrissenheit zu tun und was verschweigt die Mutter (Marie-Anne Fliegel)?

von Manu



Manu meint:

Streckenweise erinnert mich der Film an „Das Schweigen der Lämmer“. Auch hier entwickelt sich im Laufe der Handlung ein Psychoduell zwischen der Psychologin Ulrike und der Mörderin Marga, was bei beiden Frauen tiefe Eindrücke ihn ihr Innerstes und ihre Vergangenheit zur Folge hat und nach und nach die Wahrheit ans Licht bringt.

Jans Rolle in „Die Mörderin“ hat leider keinen wesentlichen Einfluss auf die Handlung des Films. Er spielt einen verheirateten Flugkapitän, der bei Ulrike lediglich zweimal wöchentlich ein Schäferstündchen verbringt.

Suzanne von Borsody  erhielt für ihre überzeugende Darstellung der Marga Nielsen den Deutschen Fernsehpreis.