Jan Josef Liefers

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Pets (2016)

Inhalt:

Der niedliche Hund Max (Jan Josef Liefers) lebt mit seinem Frauchen in einem New Yorker Apartment und verbringt den Großteil seiner Tage damit, sehnsüchtig auf die Rückkehr seines Menschen zu warten. Damit Max nicht immer so allein ist, bringt Frauchen eines Tages einen Zweithund mit nach Hause: Duke (Dietmar Bär).

Doch diesen findet Max unglaublich ätzend und will ihn so schnell wie möglich wieder loswerden. Als aber beide von einem Hundefänger entführt werden, müssen sie nicht nur zusammenhalten, sondern auch die Tiere aus der Nachbarschaft zu ihrer Befreiung mobilisieren: Zwergspitz-Dame Gidget (Jella Haase), das durchgeknallte Kaninchen Snowball (Fahri Yardim), Mops Mel (Mario Barth), Katzendame Chloe (Martina Hill) und viele mehr…
[Quelle: Filmstarts.de]


 


Links:

 


Manu meint:

Ganz ehrlich, Animationsfilme gehören nun nicht gerade zu meiner bevorzugten Unterhaltung.  Dennoch habe ich mich überreden lassen ins Kino zu gehen. Ich wäre ja schließlich auch Haustierbesitzer und sicher wäre es doch interessant, einmal zu sehen, was die Vierbeiner während ihres Besitzers Abwesenheit so treiben. ;-)

Auch wenn ich die Trailer zum Großteil recht niedlich fand, hatte ich doch keine großen Erwartungen. Umso überraschter war ich, dass mir die 3D-Vorstellung tatsächlich von Anfang an gefallen hat. Tolle Effekte und sensationelle Synchronisationen, allen voran Jan, dessen Stimme zu Terrier Max passt wie der sprichwörtliche Ar… [piep] auf den Eimer. Man hat bei allen Charakteren herausgehört, wie viel Spaß die Beteiligten im Studio gehabt haben müssen.

Mein Fazit: Auf jeden Fall ansehen! Pets ist ein Film für alle Altersgruppen und sehr gelungen. Bei aller Action kommt der Spaß nicht zu kurz und die Dialoge sind einfach göttlich. Das bewiesen die hefigen Lachattacken der Besucher, die zu meiner Überraschung zum größten Teil Erwachsene waren.


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Ring frei zur zweiten Runde: wieder einmal Münster vs. Münster

So, ihr habt wieder die Qual der Wahl. Wer ab und an in unsere Terminliste schaut, weiß es schon seit Wochen: die dritten Programme haben morgen einmal mehr nichts Besseres zu tun, als sich mit einem Tatort Münster zur Prime Time gegenseitig die Zuschauer wegzunehmen.

Im Kampf gegeneinander dieses Mal:

Die noch recht frische Folge Mord ist die beste Medizin, die sensationelle 13,13 Millionen Fernsehzuschauer erreichte, gegen Der doppelte Lott aus dem Jahre 2005, gespickt mit einem vergnüglichen Cameo-Auftritt des Kölner Tatort-Teams.

Wir wünschen euch viel Spaß, für welche Episode auch immer ihr euch entscheidet!

double


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Tatort – ‚Der doppelte Lott‘ (2005)

Inhalt

Lott (5)Bürgermeisterkandidat Frieder Lott ist wegen seiner rechtsgerichteten Ansichten nicht bei allen Münsteranern beliebt, das wird spätestens klar, als während seines Wahlkampfes ein Mord geschieht. Bei dem Opfer handelt es sich um den Kabarettisten Joachim Montell, der als „der wahre Lott“ den Politiker stets lächerlich zu machen versucht hat. Doch nun wurde Montell auf offener Straße in seinem Kostüm erstochen und für Lott steht fest, dass es sich nur um eine Verwechslung gehandelt haben kann und der Anschlag eigentlich ihm gegolten hat.

Thiel ermittelt in der linken Szene, bekommt aber nur mäßige Unterstützung von seinem Vater, der kein Verräter sein will. Außerdem hat die Mordkommission mit Personalproblemen zu kämpfen. Viele sind im Urlaub, auch Nadeshda, die ihrem Vater in seinem Lokal aushelfen muss.
Als Thiel sie dort zu überreden versucht, ihren Urlaub zu verschieben, lernt er zufällig die hübsche Larissa aus Kiew kennen, die ihm mit ihrer schüchternen Art ganz schön den Kopf verdreht. Da sie in Geldnöten steckt, kann er sie zum Glück überreden, statt Nadeshda im Lokal auszuhelfen und bekommt seine Assistentin so wieder zurück.

Auch Boerne steckt in Schwierigkeiten, denn ihm wird vorgeworfen, betrunken einen Mann überfahren und Fahrerflucht begangen zu haben. Der Rechtsmediziner streitet die Anschuldigungen vehement ab, will jedoch nicht erklären, weshalb sein Wagen markante Beschädigungen hat.

Da trifft es sich doch gut, dass Thiel nach Köln fahren will, um dort einen Anwalt zu befragen, der mit Montell noch kurz vor seinem Tod Kontakt hatte. Thiel ist sich nämlich längst nicht so sicher, ob nicht vielleicht doch der Kabarettist das Ziel des Anschlags gewesen war und verdächtigt den verlassenen Geliebten des Opfers, der rasend vor Eifersucht war.
In Köln schnüffelt Boerne auch heimlich in den Unterlagen seines Kollegen Roth, der den Verkehrstoten untersuchen soll, und wird prompt dabei ertappt.

Für Thiel fügen sich allmählich alle Puzzleteile zusammen. Mehr und mehr gerät nun auch Lott selbst unter Verdacht, der seinen unliebsamen Rivalen aus dem Weg geräumt haben könnte. Und das nicht nur wegen der Satire des Künstlers, sondern weil dieser auf einen dunklen Fleck in der Vergangenheit des Politikers gestoßen ist, der diesem ernste Schwierigkeiten bereiten könnte.

von Jolli

 


Gastdarsteller

  • Chulpan Khamatova
  • Alexander Held
  • Tim Fischer
  • Wilfried Hochholdinger
  • Klaus J. Behrendt
  • Dietmar Bär
  • Joe Bausch
  • Rezo Tschchikwischwili
  • Dagmar Sachse
  • Agnes Mann
  • Johannes Allmayer
  • Thomas Kautenburger
  • Nicole Mieth
  • Arthur C. Pluta


Jolli meint:

Auch hier ist die Anspielung im Titel wieder sehr deutlich. Der doppelte Lott(chen) sorgt mal wieder für schwarze Krimiunterhaltung vom Feinsten. Da stört es auch nicht, dass man doch ein sehr heikles Thema von links- und rechtsgerichteten Figuren ansprechen lässt.

Was wir mit „3x schwarzer Kater“ bereits erlebt haben, sehen wir nun in vertauschten Rollen. Nun ist Thiel derjenige, der sich Hals über Kopf in die schöne Larissa verliebt, während Boerne allmählich ein Misstrauen gegenüber dieser Frau entwickelt. Trotz des bereits bekannten Konzepts von Liebe auf den ersten Blick ohne Happy End wirkt die Geschichte nicht abgedroschen. Im Gegenteil, diese Episode überzeugt mit ihren schlagfertigen Dialogen und zählt sicher zu den besten der Tatort-Reihe.

Amüsant sind auf jeden Fall Boernes Schwierigkeiten wegen des Vorwurfs, der gegen ihn erhoben wird. Obwohl man sich als braver Zuschauer nicht vorstellen kann, dass Boerne wirklich einen Mann überfahren hat, bleibt es bis zur letzten Szene eine offene Frage, was der Rechtsmediziner eigentlich die ganze Zeit zu verheimlichen versucht. Zwar wirkt diese Geschichte zunächst nur wie ein Nebenschauplatz, doch bald schon erkennt man das gewiefte Konzept der Autoren, dies mit dem wahren Fall eng zu verknüpfen.
Alle Szenen, die auf diesen Plot bezogen sind, sorgen für gute Unterhaltung. Angefangen von Boernes Festnahme, über seinen Besuch in Köln und die Szene, als er in der Garage einer Verdächtigen eingeschlossen wird, bis hin zum Schluss, als Boerne mal wieder nichts aus allem gelernt hat und zielstrebig in eine Radarfalle gerät.

Eine besondere Idee haben sich die Macher mit dem kurzen Crossover einfallen lassen. Boerne schnüffelt nicht einfach so in der Kölner Pathologie herum, natürlich kommen auch die bekannten Gesichter von Schenk und Ballauf zum Zuge, die allein schon mit ihren sichtlich verwirrten Gesichtern den Zuschauer zum Lachen bringen. Der Kollege Roth setzt dann noch das Sahnehäubchen oben drauf. Zwar beteuert Boerne, dass es ihm peinlich sei, erwischt worden zu sein, aber das ist schwer zu glauben.

Und wieder lernen wir ein Talent des Rechtsmediziners kennen. Neben Englisch und Französisch, spricht er offenbar auch sehr gut Russisch. Zwar weiß keiner, was er im Kalinka zu Larissa wirklich sagt, aber der verdatterte Ausdruck der jungen Frau zeigt, dass Boerne offenbar mal wieder in seiner Selbstüberschätzung am Ziel vorbeigeschossen ist.
Dass er ihr später, als er merkt, dass sie irgendwie in all das verwickelt ist, hinterher spioniert, erregt verständlicherweise Thiels Wut. Aber es ist von Anfang an klar, dass Boerne bereit ist, diese Rolle des Buhmanns zu übernehmen, um Thiel vor einer Dummheit zu bewahren. Dass er sie als Putzfrau engagiert, spricht aber trotzdem für ein kleinwenig Chauvinismus.
Auch in dieser Folge ist also gute Abendunterhaltung mit sehr viel Humor garantiert.


g


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Der Untergang der Pamir (2006)

Inhalt

Pamir (3)Seit dem Tod seiner Frau hat der Bootsmann Alexander – genannt Acki – Lüders (Klaus J. Behrendt) kein Schiff mehr betreten. Zusammen mit seiner Schwiegermutter versucht er seine 8jährige Tochter Julle großzuziehen, doch er kommt über den Tod seiner Frau einfach nicht hinweg und trinkt viel zu viel, nicht zuletzt wegen der Schulden, die immer größer werden.
Da taucht eines Tages sein alter Freund Hans Ewald (Jan Josef Liefers) bei ihm auf und bietet ihm an, als Bootsmann auf dem berühmten deutschen Segelschulschiff  Pamir zu arbeiten, auf der er selbst auch 1. Offizier ist. Acki hat zwar Bedenken, seine Tochter allein zu lassen, doch er spürt auch, dass er auf See gehört und willigt ein.

Zur selben Zeit brechen auch andere junge Männer zu ihrer Ausbildung auf der Pamir auf. Unter ihnen Carl-Friedrich von Krempin (Max Riemelt), der  einer Offiziersfamilie entstammt und diese Tradition nun fortsetzen soll, obwohl er selbst viel lieber Dichter wäre und ein friedliches Leben mit der gesellschaftlich niedriger stehenden Klara (Karoline Teska) verbringen möchte. Seine sensible Art macht ihn auf dem Schiff schnell zum Außenseiter, was ihm das Leben sehr schwer macht, auch wenn Acki nach Kräften versucht, ihn unter seine Fittiche zu nehmen.

Doch auch die Stammbesatzung hat mit Problemen zu kämpfen. Kurz vor dem Auslaufen aus Hamburg stellt sich heraus, dass der beliebte Kapitän krank geworden ist. An seiner Stelle übernimmt Kapitän Ludwig Lewerenz (Herbert Knaup) das Kommando, der als streng und stur bekannt ist. Während der Fahrt nach Buenos Aires kommt es immer wieder zu Auseinandersetzungen zwischen Ewald und Lewerenz, da sich der 1. Offizier einige Male den fragwürdigen Befehlen des Kapitäns widersetzt. Lewerenz möchte mit allen Mitteln in seiner neuen Position glänzen und bedenkt mögliche Risiken seiner Entscheidungen nur selten.

Kurz vor der Ankunft in Buenos Aires gibt es noch ganz andere Probleme: die Hafenarbeiter streiken. So gibt es niemand, der das Schiff ent- oder beladen kann, was zu einer teuren Verzögerung der Fahrt führen könnte. Die Rederei drängt und so fällt Lewerenz eine folgenschwere Entscheidung. Er erteilt seinen Kritikern Ewald und Acki großzügig Landurlaub, während er seinem treuen zweiten Offizier Jan Gleiters (Uwe Rohde) den Befehl erteilt, die bestellten Lieferungen von der eigenen Schiffsmannschaft einladen zu lassen, die jedoch keinerlei Erfahrung in diesen Dingen hat. Der Kapitän missachtet die Tatsache, dass nur eine korrekte Beladung die Stabilität des Segelschiffes garantieren kann und geht sogar noch einen Schritt weiter. Um mehr Ladung aufnehmen zu können, lässt er das Wasser aus den Stabilisierungstanks entfernen und stattdessen mit Getreide füllen.

Erst als die Pamir den Hafen bereits wieder verlassen hat, erfährt auch Ewald von den Entscheidungen des Kapitäns. Vergeblich versucht er Lewerenz auf die gefährlichen Risiken seiner Entscheidung hinzuweisen, doch dieser bleibt stur und will nicht umkehren. Sowohl Ewald als auch Acki wissen, dass das Leben der ganzen Mannschaft auf dem Spiel steht. Als dann auch noch ein Sturm aufzieht, ist das Schicksal der Pamir besiegelt.

von Jolli


Jolli meint:

Es muss nicht immer die Titanic sein, um einen packenden Schiffskatastrophenfilm zu drehen. Da der Film auf wahren Begebenheiten basiert, ist der Ausgang natürlich vorherbestimmt, doch bis dahin werden dem Zuschauer 180 Minuten mit facettenreichen Charakteren serviert. Eigentlich mag ich Filme nicht, bei denen ich schon vorher weiß, dass die Figur meines Lieblingsschauspielers stirbt, aber ich bin froh, dass ich mich entschieden habe, mir den Film trotzdem anzusehen.

Die Besetzung an sich ist schon sehr vielversprechend. Das bekannte Kölner-Tatort-Duo Klaus  Behrendt und Dietmar Bär spielt ebenso hervorragend, wie der liebenswürdige Max Riemelt, dessen Figur sich im Laufe des Films vom sensiblen Schöngeist zum mutigen Kämpfertyp entwickelt.
Herbert Knaup brilliert ebenfalls, auch wenn seine Leistung darin besteht, den Charakter bei den Zuschauern möglichst unbeliebt zu machen. Indem seine ständigen Fehlentscheidungen die Leute dazu bringen, vor Entsetzen die Hände über den Kopf zusammenzuschlagen, schimmert Jans Rolle des 1. Offiziers Ewald, der die Stimme der Vernunft spielt und sich um das Wohl der gesamten Besatzung sorgt, umso deutlicher hervor.

Leider ist relativ früh absehbar, wer am Ende überlebt und wer nicht. Aber mir erging es genau wie jedes Mal, wenn ich den Film „Titanic“ sehe: obwohl ich genau weiß, dass der Untergang nicht zu verhindern ist, bleibt die absurde Hoffnung, dass es gut ausgehen könnte.
Ein kleines Happy End gibt es ja dann aber schließlich doch, wenn auch nicht für die Pamir und leider auch nicht für die Fans von Jan Josef Liefers. Das soll aber kein Grund sein, sich diesen Film nicht anzusehen. Bis zum bitteren Ende bekommt man nämlich sehr gute Unterhaltung, bei der auch der Humor nicht zu kurz kommt.


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