Jan Josef Liefers

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In Postproduktion: So viel Zeit (2017)

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Quelle: JJL auf facebook

Quelle: JJL auf facebook

Der Film erzählt die tragisch-komische Geschichte von fünf Freunden aus dem Ruhrgebiet, die in den Achtzigern mit ihrer Rockband kurz vor dem Durchbruch standen. Jedoch zerstritten sie sich, was die Auflösung der Band nach sich zog. Als einer der fünf erfährt, dass er unheilbar krank ist,
will er sich unbedingt aussöhnen und die alte Band noch einmal auf die Bühne bringen. Von seiner Krankheit erwähnt er dabei nichts …

[Quelle: diverse]


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Gastbeitrag: Der Aufstand (2003)

Ein Gastbeitrag von Anne. Vielen Dank dafür!

Inhalt

Der AufstandDieser Film schildert eindrucksvoll die Ursachen, den Verlauf und die Folgen des 17. Juni 1953 – der Tag an dem sich die Arbeiter der DDR erstmals gegen die Regierung erhoben, um gegen katastrophale Arbeitsbedingungen  und die Erhöhung der Arbeitsnormen zu protestieren. In Berlin begonnen, weitete sich dieser Streik auf viele weitere Städte der DDR aus, wurde zunehmend zur ernsten Bedrohung des politischen Systems und brachte die Machtstrukturen der SED ins Wanken.

von anne2202



Anne meint:

Mein Opa erzählte mir einmal vom den Aufständen des 17. Juni 1953. Er schilderte seine Erinnerungen sehr eindrücklich und ich nahm alles was er sagte auf wie ein Schwamm. Erst einige Jahre später entdeckte ich diesen Film. „Ein packendes Dokudrama“ stand auf dem Cover. Zu einer geschichtlichen Dokumentation gehören normalerweise Zeitzeugenaussagen und originale Bildaufnahmen, dachte ich. Der Film musste jedoch in diesem Fall auch Spielfilmelemente enthalten, da man ansonsten keine Schauspieler benötigt hätte. Ich war sehr gespannt wie der Regisseur diese 3 Komponenten umsetzen würde und konnte es mir noch nicht so richtig vorstellen.

Die Auflösung begeisterte mich umso mehr, denn durch geschickte Schnitte und ein sehr sorgfältig ausgewähltes Repertoire an Archivaufnahmen,  Spielfilmsequenzen und Zeitzeugeninterviews greifen diese einzelnen Elemente perfekt ineinander. Besonders der verdichtete Wechsel zwischen den Schilderungen der Zeitzeugen in Verbindung mit den Spielfilmaufnahmen und der passenden Musik ist wunderbar. So erzielt der Film eine noch größere Wirkung, als eine „reine“ Dokumentation es tun würde. Daran sind auch maßgeblich die, bis in die kleinste Rolle, hervorragend ausgewählten Schauspieler beteiligt. Ich war regelrecht geplättet, als ich all diese bekannten Gesichter der deutschen Schauspielszene in diesem Film vereinigt sah – Jürgen Vogel, Stefanie Stappenbeck, Herbert Knaup, Jan Josef Liefers, Christian Redl, Florian Lukas, Devid Striesow um nur einige Namen zu nennen.

Interessant ist auch, dass der Film sowohl die Situation der Arbeiter auf der Straße, als auch den Machtkampf in Moskau und innerhalb der SED, sowie die Rolle des Westberliner Radiosenders RIAS beleuchtet.

Jan Josef Liefers spielt im Film die Rolle des jungen Assistenzarztes, der Charité Berlin, Klaus Konitzer. Er wird eher zufällig in den Demonstrationszug der Arbeiter hinein gezogen und wird so zum Augenzeugen, Mittäter und Kommentator des Geschehens. Durch sein Aussehen, Auftreten und seinen Beruf wirkt er wie ein Außenseiter in der demonstrierenden Masse und einige Arbeiter entwickeln ihm gegenüber ein gewisses Misstrauen.
Das zeigt sich ganz deutlich in der Szene vor dem Polizeipräsidium, als er versucht die Situation zwischen Arbeitern und Polizeikräften zu entspannen. Einige Arbeiter sehen ihn als Provokateur an und beginnen, ihn anzugreifen. Jan Josef Liefers agiert in seiner Rolle sehr gut als unparteiischer Vermittler zwischen den Fronten und sorgt zusammen mit vielen anderen wunderbaren Akteuren für das Gelingen dieses Films.