Jan Josef Liefers

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Kleine Kreise

Wir haben uns verlaufen und haben uns verloren.
Die Sonnensuche endete im Regen.

Soweit sind wir gekommen und stehen auf dünnem Eis.
Halten lieber die Stellung, anstatt uns zu bewegen.

Refrain
Wir folgen nur den alten Spuren, ohne zu sehen,
Was wir für kleine Kreise drehen.
Und außer uns ist nichts geschehen.

Die große Sehnsucht ist längst verreist. Manchmal schickt sie uns Ansichtskarten.
An ihre Stelle trat die Unzufriedenheit, altes Glück zum halben Preis fürs lange Warten.

Refrain
Wir folgen nur den alten Spuren, ohne zu sehen,
Was wir für kleine Kreise drehen.
Und außer uns ist nichts geschehen.

(Solo)

Was wir für kleine Kreise drehen…
Und außer uns ist nichts geschehen…

Schenk mir das Lächeln der ganzen Welt. Es macht, dass ich nicht müde werde.
Auf der Suche nach der Sonne übers dünne Eis. So ein kleines Stück, vom großen Glück der Erde.

Refrain
Wir folgen nur den alten Spuren, ohne zu sehen,
Was wir für kleine Kreise drehen.
Und außer uns ist nichts geschehen.


Hier eine Aufnahme des Titels, den die Band in der Regel zum Abschied bei den Konzerten spielt. Leider ist die Qualität der Aufnahme nicht besonders gut, aber als erster Eindruck sollte es ausreichen.


Ein Kommentar

Konzertbericht: Jan Josef Liefers & Oblivion am 6. März 2014 im Capitol Hannover

Hannover - Capitol 2Nachdem ich im Sommer 2013 die Konzerte in Sondershausen (wir berichteten vom Autorentreffen zum Thüringentag) und in Kassel im Kulturzelt (Konzertbericht) erlebt habe, die noch eine Mischung aus „Soundtrack meiner Kindheit“ und einigen Titeln des zukünftigen Programms „Radio Doria“ waren, war ich natürlich sehr gespannt darauf, was mich nun in Hannover erwarten würde.

Der Donnerstag beginnt kalt, nebelig und ungemütlich. Bis zum Mittag wird es auch nicht klarer. Ich möchte zirka 16 Uhr in Hannover sein, damit ich noch vor dem Einlass um 19 Uhr genug Gelegenheit habe, mich ein wenig in der Stadt umzusehen. Vor mir liegt etwas über eine Stunde Fahrt. Hannover ist für mich fast ein Heimspiel. Die Niedersächsische Landeshauptstadt empfängt mich mit strahlendem Sonnenschein. Es sind noch gute drei Stunden bis zum Einlass und ich schlendere voller Vorfreude durch die Straßen. Die heutige Location ist das Capitol, ein Hannover - Capitol 1traditionsreiches Veranstaltungszentrum in Hannover-Linden, welches bis in die 1980-er Jahre ein Kino war und danach zur Diskothek und Live-Bühne umgebaut wurde. Es fasst ca. 1 800 Zuschauer. (Wie Jan später während des Konzerts seinem Publikum verraten wird, hat er eine enge Beziehung zu Hannover, entstand doch 1999 hier in den Peppermint Park Studios in Zusammenarbeit mit Fury in the Slaughterhouse die Musik zum Film „Jack’s Baby“. Gleichzeitig war dies der Beginn seiner Musikkarriere.)

Mittlerweile ist es kurz vor 19 Uhr (Wo sind die drei Stunden hin?!) und ich finde mich am Eingangsbereich des Capitols ein. Die wartende Menschenmenge wird allmählich größer. Inzwischen sind auch zwei meiner Freundinnen eingetroffen, die mich nicht zum ersten Mal zu einem Konzert von Jan Josef Liefers & Oblivion begleiten. Vor der Bühne angekommen, beobachten wir, wie sich der Saal mehr und mehr füllt. Eigentlich könnte es langsam losgehen.

Hannover - Capitol 5Kurz nach 20 Uhr betritt die Band die Bühne. Man merkt sofort, dass unter den Zuschauern viele sind, die ebenfalls „Wiederholungstäter“ sind und nicht zum ersten Mal den singenden Jan Josef erleben. Insider, aha, genau wie wir! :-) Ich bin vor allem auf die angekündigten drei neuen Titel sehr gespannt. „Liebe ist nicht wie du“, „Unbeschreiblich“ und „Diebesgut“ ziehen mich sofort in ihren Bann. Schade, dass bis zum Erscheinen des neuen Albums noch Monate vergehen werden. „Radio Doria – Die freie Stimme der Schlaflosigkeit“ – genau die Musik, die ich mir jenseits des von den meisten Radiosendern gespielten Einheitsbreies (und das in gefühlter Endlosschleife) vorstelle. Es ist Musik, die in keine Schublade passt, die von Herzen kommt und mich auch nach Jahren noch ansprechen wird.

Die Konzertbesucher erleben einen Jan Josef Liefers voller Hingabe an seine Musik und eine grandiose Band, die ihr ganzes Können zeigt und mich jedes Mal aufs Neue fasziniert. Jan mischt sich während der Zugabe („Kleine Kreise“) händeschüttelnd unter sein Publikum. Viel zu schnell ist auch wieder dieser Konzertabend zu Ende. Aber der nächste Termin steht bereits. Herzlichen Dank auch diesmal an Jan für seine endlos scheinende Geduld beim Autogrammeschreiben, für Fotos und Gespräche mit seinen Fans! Bis bald, sehr bald sogar!


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Jan Josef Liefers & Oblivion – Theater am Aegi, Hannover, 29.05.2012

„Soundtrack meiner Kindheit“. Mein drittes Konzert seiner Art. Immer wieder schön, immer wieder anders, immer wieder besser. Bis jetzt habe ich Jan und seine Band in Braunschweig (2010), Duderstadt (2011) und Hannover (2012) gesehen. Was hat es mir immer für einen riesigen Spaß gemacht, Jan bei seinen Ausführungen zu lauschen, darüber zu lachen, ins Grübeln zu kommen, Erinnerungen an meine eigene Kindheit in der DDR hochkommen zu lassen! Seine ganz private Sicht der Dinge und seine ureigene Art, auch nicht DDR-erfahrenen Zuschauern das Leben in einem totalitären System nahezubringen, wird mir schon ein bisschen fehlen. Eigentlich schade, dass dieses Programm ein Auslaufmodell ist. Eines der letzten Konzerte im Dezember 2012 werde ich sicher nicht mehr besuchen können. Deshalb mach’s gut, „Soundtrack“, und ein herzliches Willkommen dem, was uns danach erwarten wird! Ich freu‘ mich drauf.

‚Kleine Kreise‘  in Duderstadt: