Jan Josef Liefers

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Tatort – ‚Fangschuss‘ (AT: Klappe zu, Affe tot) (2017)

Inhalt:

Quelle: Axel Prahl auf Facebook

Quelle: Axel Prahl auf Facebook

Hat sich IT-Experte Sebastian Sandberg wirklich selbst von seinem Balkon gestürzt? Die Kommissare Frank Thiel und Nadeshda Krusenstern  nehmen die Ermittlungen auf. Hinweise auf einen Mord finden Prof. Boerne und Silke „Alberich“ Haller in der Rechtsmedizin auf Anhieb nicht. Aber in der Wohnung des Toten gibt es Hinweise auf einen Einbruch.

Jetzt will Frank Thiel endlich mal ins Fitness-Studio, da meldet sich Kollegin Krusenstern mit einem dringenden Einsatz. Ausgerechnet in diesem Augenblick steht auch noch eine fremde junge Frau vor der Wohnungstür des Kommissars: Leila Wagner behauptet, Thiels Tochter zu sein. Aber das muss warten. Genauso wie die Vorbereitungen auf die mündliche Jagdprüfung: Prof. Boerne will künftig dem Wild in den Wäldern des Münsterlandes nachstellen. Doch erst ist seine Expertise als Rechtsmediziner gefragt. Denn der IT-Experte bleibt nicht das einzige Mordopfer. In einem Gehöft vor den Toren der Stadt wird ein Journalist leblos aufgefunden. Er war bundesweit bekannt für seine hartnäckigen Recherchen – und nahm für seine neueste Story gerade einen einheimischen Futtermittelbetrieb unter die Lupe.

[Quelle: WDR ]


Gastdarsteller:

  • Christian Maria Goebel
  • Janina Fautz
  • Jeanette Hain
  • André M. Hennicke

Trailer


Rezensionen


Links:


Axel Prahl hat während der Dreharbeiten gefilmt und viele Videos auf facebook veröffentlicht. Wir haben hier alle Clips verlinkt, in denen Jan auftaucht. Die restlichen Filme findet ihr auf Axels Profil. Viel Spaß beim Anschauen! 😀




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Tatort – ‚Ein Fuß kommt selten allein‘ (2016)

Inhalt:

Foto: WDR/Martin Menke

Foto: WDR/Martin Menke

Während Alberich das Bundesverdienstkreuz für ihre jahrelange Arbeit in der von ihr gegründete Opferambulanz verliehen wird, finden Arbeiter im Wald ein Skelett, das dort nach erster Bestandsaufnahme offensichtlich bereits längere Zeit gelegen hat. Weitere Recherchen führen zu der Erkenntnis, dass eine junge Frau vor ungefähr zwei Jahren durch ein Gewaltverbrechen zu Tode gekommen ist. Wegen ihrer deformierten Fußknochen geht Boerne davon aus, dass die Tote professionelle Tänzerin gewesen sein muss.

Die Ermittlungen führen Thiel zur Tanzgemeinschaft Münster, in dem sich gerade ein Team von Formationstänzern und Tänzerinnen unter der Leitung von Andreas Roth für einen Wettbewerb vorbereitet. Der Vereinspräsident und stadtbekannte Orthopäde Dr. Winfried Steul kann nach anfänglicher Zurückhaltung anhand der Fotos der deformierten Füße eindeutig eine ehemalige Tänzerin der Formation, Elmira Dumbrova, als die Tote identifizieren. Elmira war vor einigen Jahren plötzlich und unerwartet wieder zurück in ihre moldawische Heimat gegangen. Doch der Fall ist rätselhaft: Einer der Tänzer, Jonas Körner, hat vor nicht allzu langer Zeit eine Email von ihr erhalten, obwohl sie bereits tot gewesen sein muss. Obwohl seine Tanzpartnerin Marie Ade ihn versucht zu trösten, fällt der ehemalige Sanitätsgefreite in eine tiefe Depression. Nach Elmiras Verschwinden war ihr Cousin Oleg kurz in ihrer Wohngemeinschaft aufgetaucht und hatte ihre Sachen geholt. Nadeshdas Recherchen ergeben aber, dass Elmira ein Waisenkind ohne Verwandtschaft war.

Vater Thiel hat derweil seine Liebe für das Pilzesammeln entdeckt, besonders der Suche nach Fliegenpilzen, und entdeckt weitere Skelettteile ganz in der Nähe des Fundortes von Elmira. Es handelt sich um einen männlichen Fußknochen, der ungefähr gleich lange dort gelegen haben muss. Handelt es sich also um einen Doppelmord? Eine Beziehungstat?

Doch dann erkennt Alberich Elmira wieder: Die Tänzerin war wegen einer Vergewaltigung unter KO-Tropfen-Einfluss bei ihr in der Opferambulanz gewesen und hatte sich untersuchen lassen. Zunächst hatte sie auf eine Anzeige verzichtet, sich dann aber ein paar Wochen wieder mit dem Entschluss befasst, gegen den Vergewaltiger vorzugehen, wieder in der Ambulanz eingefunden. Ist der Vergewaltiger der Mörder? Dann wird Jonas tot aufgefunden, die Todesursache ist eine Überdosis KO-Tropfen.

Nur durch enorme Fachkenntnis und Kombinationsgabe gelingt es dem Team, den komplizierten Fall am Ende doch aufzudecken.

[Quelle: filmstiftung]


Gastdarsteller

  • Maximilian von Pufendorf
  • Thomas Heinze
  • Julian Mau
  • Mersiha Husagic
  • Gordon Kämmerer
  • Nathalie Thiede

Trailer


Baggi sagt:

Ich stehe den Tatorten der letzten Jahre, die von Cantz und Hinter geschrieben wurden, sehr skeptisch gegenüber (warum, kann gern hier im Detail nachgelesen werden).
Mit dementsprechend wenig Hoffnung auf eine gute Episode aus Münster habe ich mich auf Ein Fuß kommt selten allein eingelassen.
Tatsache ist und bleibt, auch dieses Mal haben die Figuren mit denen, die die beiden Autoren 2002 erschaffen haben, nicht mehr viel gemein. Und wie immer in den letzten Folgen bauen Cantz und Hinter ihren Plot auf Boernes negativen Eigenschaften auf und darauf, dass ein Mitglied des Stamm-Teams ein anderes in eine missliche Lage hinein(er)presst, damit man sich darüber lustig machen kann. Nachdem in der letzten Folge der geldgeile Boerne Thiel mit der Tatsache, dass er ihm das Leben gerettet hat, in die Hochzeits-Charade zwingt, um an das Erbe seines Onkels zu kommen, ist es nun eben Staatsanwältin Klemm, die Boernes unglaublich albernen Frust über den Orden seiner Assistentin für sich ausnutzt, und ihn gegen seinen Willen aber ‚für ein gutes Wort beim Staatsminister‘ zu Tangostunden schleppt.
Dieses sich wiederholende Schema ist, ebenso wie die sich wiederholenden Gags, die sich in dieser Folge tummelten, so unnötig. Es hätte tausend lustigere Gründe geben können, wie es Frau Klemm und Boerne aufs Parkett verschlägt, aber Cantz und Hinter machen sich gar nicht erst die Mühe, andere zu ersinnen. Warum auch? Wir schauen ja trotzdem. Stimmt ja auch.
Aber sicher nicht wegen ihrer Geschichten. Ich schaue wirklich nur noch wegen der Schauspieler und ihres unglaublichen Talents, auch aus solch doofen Plots noch das Beste zu machen.

Ok, zurück zum Film. War Summ summ summ der Tiefpunkt der letzten Jahre und Erkläre Chimäre zum Glück ein wenig gelungener, muss man ehrlich sagen, diese aktuelle Episode hat mir noch minimal besser gefallen. Es gibt eine geringe Tendenz nach oben, auch wenn die Autoren von Glanzstücken wie Der dunkle Fleck u. ä. leider wohl auf ewig meilenweit entfernt bleiben werden. Dennoch möchte ich die Geschichte beinah als gutes Mittelmaß bezeichnen, was ich bei den beiden wirklich niemals erwartet hätte. Thiel und Boerne haben verhältnismäßig reibungslos zusammengearbeitet und ihre Dialoge waren auf den Punkt. Boernes Frechheiten gegenüber der Staatsanwältin während der schweißtreibenden Tangostunden waren einfach göttlich. Und mein persönliches Dreamteam, der gute Professor und seine Alberich, durften (von seiner überzogenen Eifersucht einmal abgesehen) auch wieder etwas schöner zusammen agieren. Besonders die letzten Szenen in der Rechtsmedizin, vom ‚unter-dem-Schrank-hervorziehen‘ unter umgekehrten Vorzeichen (ich erinnere da an die einzige schöne Stelle in Summ summ summ, die Bienen unter Roman Königs Bett) bis zum ‚Tango Kriminale‘ waren wunderbar und haben mich mit vielem versöhnt. Und wenn ich auch extrem empfindlich bin, was Fremdschämen anbelangt, und erwartet hatte, dass ich mich bei Boernes Disco-Nummer aus Frust in den Boden schraube, muss ich sagen, an der Stelle habe ich mich kaputtgelacht. Vielleicht, weil Jan so abgegangen ist beim Tanzen, ich weiß es nicht. Aber es war herrlich.

Was die Nebendarsteller angeht, für Staatsanwältin Klemm war es eine gute Folge, Vaddern war mir zu sehr auf die Fliegenpilze reduziert und Nadeshda war irgendwie kaum vorhanden…  aber der Rest hat mir gefallen. Ein besonderes Lob an dieser Stelle an die Gastdarsteller, allen voran Max von Pufendorf (Archie aus 3x schwarzer Kater), der in diesem Tatort als Tanztrainer nicht wiederzuerkennen war.

Ja, ich war insgesamt einigermaßen positiv überrascht, nachdem ich mich auf alle möglichen Debakel eingestellt hatte. Aber ich freue mich jetzt schon auf Feierstunde und hoffe dabei auf eine ganz ganz andere Art von Münster-Tatort.


Links:



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Zwei Tage am Set vom Tatort „Ein Fuß kommt selten allein“ (AT: ‚Fußpilz‘)

Komparsen Fußpilz

Foto: Tatort Münster auf facebook

Vor nicht allzu langer Zeit wurde für viele Boerne und Thiel-Fans ein echter Traum wahr, denn Kai, der Administrator der großen Tatort Münster-Facebookseite, brachte folgenden Post:

Tatort Münster „Fußpilz“ sucht Zuschauer für einen Tanzwettbewerb
Montag, 30.11. und/oder Dienstag, 01.12.2015 in Köln

Ein Begeisterungssturm brach los, Anmeldungen aus der kompletten Bundesrepublik gingen bei ihm ein. Zum Glück konnte Kai wirklich vielen Fans eine Zusage erteilen, denn es wurden an beiden Drehtagen jeweils 160 enthusiastische Zuschauer gebraucht.
Und so fanden sich keine zwei Wochen nach dem Aufruf weit mehr als 250 Freiwillige (teils an einem, teils an beiden Drehtagen) in Köln ein, um die Sartory Säle am Friesenplatz in ein Münsteraner Tanzturnier zu verwandeln.

Leider zeigte sich die Stadt nicht gerade von ihrer besten Seite. Sturm und Regen vermiesten den vielen, teilweise von weither Angereisten sonntags und auch montags den Tag, dienstags trieben die morgendlichen Staus rund um und in Köln den meisten Autofahrern den blanken Stressschweiß auf die Stirn… aber alle haben es rechtzeitig zum Dreh geschafft, waren die vielen Komparsen doch vorrausschauend früh einbestellt worden.
Nach einer kurzen Anmeldeprozedur gab es dann den wohlverdienten ersten Kaffee und Frühstück für die Hungrigen. Währenddessen sind die beiden guten Seelen der Kostümabteilung unermüdlich durch die vielen verwinkelten Räume des Kellergeschosses gewandert, in denen die Komparsen untergebracht waren, und haben für jeden, egal ob Männlein oder Weiblein, mit einer Engelsgeduld den passenden Dress gefunden. Und gegen Mittag ging es dann tatsächlich los: nach einigen wichtigen Informationen der Castingagentur stürmte die Truppe den riesigen Saal, in dem zwei Tage lang nun viele Stunden am Stück gedreht werden sollte.

Kaum hatten alle Komparsen einen Platz zugewiesen bekommen, übernahmen der Regisseur und seine Assistentin das Ruder. Sie beide haben es geschafft, mit klaren, lockeren Ansagen auf Anhieb zu vermitteln, was genau sie sich wünschen und nach einer kurzen Probe hatte das Publikum den Bogen raus. Später am Tag war in der Regel gar keine Probe mehr nötig – wenn doch, dann für die Schauspieler oder Tänzer, um Kameraeinstellungen bei besonders komplexen Szenen auszuprobieren und vor dem endgültigen Dreh zu perfektionieren.

Wie man es von den beiden gewohnt ist, wenn sie im Doppelpack auftreten: Jan und Axel ließen es sich am Montag nicht nehmen, während der langen Stunden im Saal immer mal ein wenig herumzualbern, um in den ruhigeren Momenten für gute Laune zu sorgen. Da wurde etwas Unsinn getrieben, die ein oder andere (un)elegante Tanzfigur eingestreut, Probeszenen mit Lachern beendet… es ist immer wieder ein Spaß, die beiden zu beobachten.
Ab Dienstagnachmittag drehte dann vor allem Thomas Heinze richtig auf und übernahm die Rolle des Pausenanimateurs. Ein sehr sympathischer Mensch, der besonders die Zuschauer in seinem Rücken immer wieder zum Lachen gebracht hat.
Mechthild Großmann hatte zu dem Zeitpunkt ihre letzte Szene in diesem neuen Tatort abgedreht und wurde mit warmen Worten vom Regisseur und wahrhaft tosendem Applaus vom Team und den Zuschauern verabschiedet.
Jan Josef Liefers, der ebenfalls für den Tag mit der Arbeit fertig war, verschwand allerdings nicht aus dem Saal, ohne gefühlte 200 Fotos mit sich machen zu lassen. Und das ist wirklich eine bemerkenswerte Sache gewesen, die man nicht genug loben kann! Normalerweise heißt es beim Dreh: die Komparsen haben sich von den Darstellern fernzuhalten und Fotos sind generell nicht erlaubt. In diesem Fall wurde aber tatsächlich eine Ausnahme gemacht: alle Anwesenden, die gerne wollten, bekamen ihr Bild. Teilweise in Gruppen, weil es sonst einfach zu lange gedauert hätte, aber statt diese Aktion zu unterbinden, hat das Filmteam Jan und seine Fans nach oben auf eine Empore gebeten, damit unten der Umbau ungestört stattfinden konnte und die Komparsenbetreuer haben es übernommen, Fotos zu schießen. Das war ein Novum, so etwas haben wir noch nicht erlebt!
Hut ab vor dem Team, dass sie das mitgemacht haben, und besonders Hut ab vor Jan, der sicher zwanzig Minuten lang von den Fans bestürmt wurde, bevor endlich alle Bilder gemacht waren. Was für eine Geduld bei allen Beteiligten! Es war genial.

Die Komparsen erlebten viele interessante, amüsante Szenen, wirklich viel ernsthafte Arbeit – und außerdem viele Stunden Warterei, denn auch die gehört zum Filmgeschäft dazu.

Haben wir in einem früheren Artikel bereits einmal angemerkt, dass bei der Deutschen Bahn der Ausdruck wenige Minuten gleichzusetzen ist mit alles unter einer Stunde, muss man ganz ehrlich sagen: beim Film ist das nicht anders. Zehn Minuten Kameraumbau dauern niemals zehn Minuten, es ist einfach so. Die erfahrenen Komparsen waren sich dieser Tatsache natürlich bewusst, viele, die zum ersten Mal bei einem Dreh dabei waren, mussten das allerdings erst lernen.
Und obwohl es sonst nicht üblich ist, wenn irgend möglich durften alle Komparsen im Set verbleiben, was normalerweise vermieden wird, um Störungen zu minimieren. Aber die riesige Gruppe war so diszipliniert, dass es zu keinerlei Schwierigkeiten kam. Trotzdem mussten immer mal Teile der Komparsen eine längere Wartezeit im Keller über sich ergehen lassen, aber das war technisch einfach nicht anders möglich. Beispielsweise, weil der große Kamera-Schwenkarm in einer der beiden Zuschauerkurven aufgebaut worden war und für eine bestimmte Szene immer wieder über die Stuhlreihen hinweg schoss. Wer dort sitzengeblieben wäre, wäre einen Kopf kürzer gemacht worden, das war einfach nicht anders zu verantworten. Und auch auf der anderen Saalseite musste eine Menge an Stühlen den Schienen der zweiten Kamera weichen. In solchen Momenten ist es einfach nicht möglich, alle Leute im Saal zu halten.
Doch immer wurden alle „Gäste“ wieder vereint und haben zusammen den Dreh abgeschlossen.

Unser Fazit, die wir ebenfalls am Start waren und bei der Betreuung der vielen Freiwilligen geholfen haben: es waren auf jeden Fall die zwei schönsten Drehtage, die wir bisher im Laufe unserer Komparsentätigkeit mitmachen durften. Schöne Örtlichkeiten, reichlich Essen und Getränke inklusive Obst, Kuchen, diverser Süßigkeiten, Lollis, Bonbons und Plätzchen… in solchem Luxus leben Komparsen sonst nicht, da haben wir weiß Gott schon anders gedarbt.
Der Dreh lief super, die wenigsten Szenen mussten mehr als zweimal wiederholt werden, es hat wirklich alles fast immer auf Anhieb so geklappt, wie sich das der Regisseur vorgestellt hat. Also, für alle, die zum ersten Mal dabei waren, muss das unserer Meinung nach wirklich eine tolle Erfahrung gewesen sein!


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Pressefototermin Tatort Münster „Ein Fuß kommt selten allein“ (AT: ‚Fußpilz‘)

Gestern noch als Sänger auf der Bühne in Leverkusen, treffen wir Jan heute am Set von „Ein Fuß kommt selten allein“, dem neuen Tatort. Seine Nacht war kurz, denn er musste bereits sehr früh am Set sein, weil nur heute in Münster gedreht wird. Und so finden sich rasch unzählige neugierige Zaungäste an der Kulisse rund um den Erbdrostenhof ein, die einen Blick auf das Geschehen werfen wollen.

Worum geht es heute? Ausgerechnet „Alberich“! Prof. Boerne (Jan Josef Liefers) kann sich nicht recht freuen, dass seine Assistentin Silke Haller (ChrisTine Urspruch) für ihr ehrenamtliches Engagement das Bundesverdienstkreuz verliehen wird, und er leer ausgeht. „Alberichs“ feierliche Verleihung im Festsaal der Staatskanzlei lässt er sich dennoch nicht entgehen. Staatsanwältin Wilhelmine Klemm (Mechtild Großmann) könnte für ihn ruhig mal ihren guten Draht zu Staatsminister Broegger (Marcus Calvin) spielen lassen [Quelle: WDR].

Der Zeitplan für den heutigen Drehtag ist straff und dennoch findet sich die Zeit für einige schöne Fotos.

Ein ganz herzliches Dankeschön an das Team von Planpunkt, die den Pressefototermin organisiert und sich wirklich ganz toll um alles gekümmert haben und natürlich an die Schauspieler, die mit einer Engelsgeduld in alle Kameras gelächelt haben. Wir hatten großen Spaß und freuen uns auf die neue Folge, die voraussichtlich im Frühjahr 2016 im Fernsehen zu sehen sein wird.


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Tatort – ‚Schwanensee‘ (2015)

Inhalt:

© WDR/Willi Weber

© WDR/Willi Weber

Prof. Karl-Friedrich Boerne ist auf dem Weg in den Urlaub. Doch noch befindet er sich in der Testphase, nämlich in voller Tauchermontur mitten in seinem Wohnzimmer, als im Therapiezentrum „Schwanensee“ die Leiche von Mona Lux gefunden wird. Auf dem Grund des hauseigenen Schwimmbades und mit Gewichten beschwert. Und Andreas Kullmann, der wie jeden Morgen dort seine Bahnen gezogen hat, will die Tote nicht bemerkt haben.

Schwer vorstellbar, findet Kommissar Frank Thiel. Aber „Schwanensee“ ist eine psychiatrische Einrichtung und Kullmann Autist. Der Kreis der Verdächtigen ist zwar klein, die Situation aber unübersichtlich. Als Silke Haller, alias Alberich, im Blut der Toten ein starkes Narkotikum findet, verzichtet Boerne selbstredend auf seinen Urlaub: Wie soll dieser Fall ohne seine Hilfe gelöst werden?

Eigenmächtig mischt er sich als Therapeut unter die „Schwanensee“-Patienten. Doch über die Tote findet er dabei ebenso wenig heraus wie die Kommissare Thiel und Nadeshda Krusenstern. Mona Lux hatte keine Angehörigen, keine Adresse und hieß vielleicht nicht einmal Mona Lux. Aber sie hatte eine Beziehung zum Restaurantbesitzer Alberto DiSarto, gegen den wegen schweren Steuerbetruges ermittelt wird. Und Nadeshda Krusenstern wird das Gefühl nicht los, Mona Lux früher schon einmal gesehen zu haben.

[Quelle: ARD]


Gastdarsteller

  • Robert Gwisdek
  • Christa Rockstroh
  • Nadja Zwanziger
  • Matthias Hörnke
  • Juliane Fisch
  • Frank Voß
  • Roberto Guerra
  • Sarah Hostettler
  • Hanns Jörg Krumpholz
  • Mohamed Achour
  • Andreas Helgi Schmid
  • Manuela Alphons

ARD XL-Trailer

Tele.ch-Trailer


Daniela meint:

Den Tatort zusammen mit dem Premierenpublikum auf der großen Kinoleinwand zu sehen, ist immer wieder ein Highlight. Wenn es dann auch noch eine so rundum genial gelungene Folge ist wie diese, dann ist der Abend nahe dran am reinen Glück 😉

Sagenhaft schöne Bilder und Kamerafahrten – Hut ab kann ich da nur sagen, was Kameramann Gunnar Fuß und Renata Salazar Ivancan beim Schnitt gezaubert haben, ist einfach toll. Dazu kommen ganz viele Einstellungen, die auch tatsächlich in Münster am Aasee gedreht wurden, was die Folge mal wieder authentisch Münster macht. Man hat sich Zeit genommen für diese Folge. Die Szenen sind nicht hektisch, sondern werden mit der nötigen Tiefe dargestellt, ohne dass es zu Längen kommt.

Gerade bei den Szenen zwischen Boerne und dem Autisten Kullmann (hervorragend gespielt von Robert Gwisdek) kommt dies besonders gut zum Ausdruck. Überhaupt ist das Zusammenspiel der beiden toll. Ein Boerne, der endlich mal wieder etwas mehr Menschlichkeit zeigen darf, gefällt mir ausgesprochen gut. Da erinnert er mich an den genialen Boerne in den frühen Folgen, insbesondere „Sag nichts“, wo er sich auch als durchaus einfühlsam zeigen durfte.

Ich kann mir vorstellen, dass Jan unheimlichen Spaß daran hatte, Boernes unbegrenzte Fähigkeiten auszuleben, sei es als Taucher, Therapeut, Einbrecher (in dieser Szene fiel auch der für mich beste Satz: „Schon mal über eine Tischlerlehre nachgedacht?“ als Anspielung auf Jans Werdegang) oder Lebensretter.

Der Humor ist dieses Mal auf den Punkt. Die Gags werden nicht um jeden Preis heraus gehauen, sondern sind gezielt platziert. Das gilt auch wieder für die Frotzeleien zwischen Boerne und Alberich.

Was ich mich noch frage: Ist es Zufall oder war es beabsichtigt? Der Vorsteher des Finanzamtes Münster-Innenstadt „Herr Carstens“ (gespielt von Frank Voß) sieht tatsächlich dem echten Dienststellenleiter Brinkhaus täuschend ähnlich. Wenn das beabsichtigt war, dann haben sie enorme Mühe bei der Recherche gegeben.

Die Story ist – wie so oft in Münster – eher nebensächlich, was dieser absolut gelungenen Folge allerdings überhaupt keinen Abbruch tut.

Mein Fazit: Eine der besten Münster-Folgen überhaupt – weiter so !!!


Baggi meint:

Schwanensee – was für ein schöner Tatort! Und damit meine ich nicht nur die spektakuläre Leistung des Kameramannes und die tollen Locations.

Ich mach’s kurz:
Faszinierend gefilmt, etwas unaufgeregter, nicht jeden Kalauer um jeden Preis verballernd – ich liebe die Folge!

Boerne und sein Zusammenspiel vor allem mit einem der Bewohner der Anstalt erinnern an Glanzpunkte in den besten frühen Folgen (Sag’ nichts u.ä.). Der Professor darf einfach einmal wieder beweisen, dass er nicht nur Verstand, sondern auch Herz hat. Wunderbar!
Außerdem agieren er und seine Alberich zusammen so liebevoll wie seit Jahren nicht mehr. Selten durfte Frau Haller so deutlich zeigen, wie sie ihren Chef durchschaut. Ich hätte den beiden noch ewig zuschauen können! Eine echtes Highlight dieser Folge.

Einzig Thiel musste wieder etwas viel herummosern… wenn auch nicht so sehr gegen Boerne diesmal, sondern gegen alle anderen. Vor allem auch gegen Nadeshda, das Verhältnis zwischen den beiden war mir etwas zu angespannt. Das ist schade, das ginge auch anders. Bei ihm hätte ich gern etwas öfter das verschmitzte, augenzwinkernde Miniatur-Lächeln gesehen, das er in den ersten Episoden so gut drauf hatte. Er hat diese mürrisch-prollige Art gar nicht nötig, er kann auch anders. Trotzdem hatte er auch herrliche Szenen, keine Frage!

Immer wieder gibt es echte Lacher im Film, meist im Zusammenhang mit den Bewohnern der Anstalt. Was diese angeht, finde ich sie genial gecastet, aber es wird garantiert wieder ein Dutzend sogenannter (selbsternannter?) Kritiker geben, die dem Tatort Oberflächlichkeit und Eindimensionalität in ihrer Darstellung vorwerfen. Die Leute werden ihnen nicht echt genug sein, nicht glaubwürdig genug in ihren Konflikten.
Ich persönlich sage: man konnte nicht jedem der Bewohner ein halbes Dutzend Marotten an den Hals flicken, die Zeit hätte niemals gereicht, sie alle vernünftig zu beleuchten.  So wie sie sind, sind sie hingegen wunderbar. Jeder hat einen Spleen, der ihn weiß Gott genug einschränkt – und allen Schmunzlern zum Trotz sind sie dabei stets liebenswert.

Gleiches gilt für Frau Klemm, die ein paar echte Brüller abliefert und auch für Vaddern, der den Running Gag des Filmes einläutet. Dieser war dann zwar ab dem ersten Mal vorhersehbar, aber ich glaube, allein deshalb habe ich noch mehr darüber gelacht.

Meine Meinung: eine Top-Folge! Vor allem für die, denen wichtig ist, dass Boerne nicht zur reinen eklig-arroganten Witzfigur verkommt, wie zum Beispiel in Summ, summ, summ, sondern allen Verrücktheiten und aller Genialität zum Trotz liebenswert und ernstzunehmen ist.


Manu meint:

Wie wohl die meisten musste ich bis zur TV-Austrahlung warten, da ich bei der Kino-Preview von „Schwanensee“ in Münster nicht dabei sein konnte. Ich hatte nun schon so einiges von meinen Teamkolleginnen Daniela und Baggi gehört, so dass die Neugier kaum noch auzuhalten war.

Mein persönliches Fazit nach dem gestrigen Fernsehabend: ganz große Klasse! Auf diese Darstellung der Charaktere haben wir schon so lange gewartet! Ein Boerne, der mal kein übertriebener Arroganzling sein musste, der, entgegen dessen, was man in vergangenen Folgen leider oft serviert bekam, menschlich, liebenswert und trotzdem schlagfertig sein durfte. Die kleinen Seitenhiebe gegen Alberich kamen völlig ohne verächtliche Sprüche aus und auch das Wortgefecht zwischen dem Rechtsmediziner und Thiel hatten das richtige Maß. So hat es endlich wieder Spaß gemacht! Ansonsten schließe ich mich voll und ganz der Meinungen von Daniela und Baggi an.

Wenn man sich jetzt am Tag nach der Erstausstrahlung die Kommentare in Presse und Netzwerken ansieht, findet man natürlich wieder alles, was man gemeinhin erwartet. Es ist von „super“ und „weiter so“ bis „zu wenig Gags“ und „langweilig, ich bin eingeschlafen“ alles zu finden. Ich frage mich dann allen Ernstes, ob wir tatsächlich alle denselben Film gesehen haben. Denen, die diese Folge zu dröge war, empfehle ich unbedingt den Griff zur Fernbedienung. Man kann, aber man muss ja nicht zusehen. Ich wäre total glücklich, wenn es genauso ausgewogen mit dem Münsteraner Team weitergehen würde.

Herausgekommen sind 13,63 Mio. Zuschauer, die sich diese Folge angesehen haben. Ich bin mir sicher, der größte Teil davon war sehr zufrieden mit dem, was geboten wurde. Herzlichen Glückwunsch allen Beteiligten vor und hinter der Kamera für diese sensationelle Leistung und zum Quotenrekord!


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Preview Tatort Münster „Schwanensee“

pcoverWenn der Tatort aus Münster im Kino gezeigt wird, muss man schnell sein. Die rund 2.000 Karten für die Preview am 29.10. 2015 waren in knapp 20min ausverkauft gewesen. Wer ein solches Ticket erstanden hatte, konnte sich glücklich schätzen und wurde an diesem Abend aber auch sicherlich nicht enttäuscht.

Vor der Vorstellung standen ein Großteil von Cast & Crew geduldig, gut gelaunt und stets zu Scherzen aufgelegt für Fotos sowie Interviews parat. Das Foyer füllte sich schnell mit neugierigen Gästen, die vor Beginn noch ein Selfie oder Autogramm mit den Protagonisten ergattern wollten.

Pünktlich um 19 Uhr startete dann die erste Vorstellung. Als das Fadenkreuz auf der großen Kinoleinwand erschien und die Titelmusik erklang, wurde es ganz still im Saal. Das blieb allerdings nicht so, denn immer wieder ertönte schallendes Gelächter bei den dieses Mal sehr gelungenen und auf den Punkt gebrachten Gags. Fantastische Bilder und wunderbare Kamerafahrten verzauberten die Augen. Mehr Details zur Folge wollen wir an dieser Stelle allerdings noch nicht verraten. Am Ende gab es verdient donnernden Applaus und Cast & Crew zeigten sich noch einmal dem begeisterten Publikum.

Es war einfach ein perfekter Abend mit lauter fröhlichen Menschen und einem in jeder Hinsicht richtig gut gelungenen Tatort aus Münster. Wir werden sicherlich am 8.11. wieder einschalten, wenn „Schwanensee“ im Fernsehen gezeigt wird und möchten Euch die Folge hiermit wärmstens ans Herz legen. Es ist sicherlich eine der top Münsteraner Folgen, weil hier einfach alles stimmte. Aber am besten Ihr überzeugt Euch einfach selbst 🙂

Ein paar schöne Bilder haben wir auch mitgebracht …


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Fundstück der Woche 34/2015

In dieser Woche geht das Fundstück einmal etwas fremd, aber nur ein ganz kleines bisschen …

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Kürzlich ist uns dieses schöne Hörbuch „Drei Engel & Herr Prahl“ vom Patmos Verlag aus dem Jahre 2008 in die Hände gefallen. Auch wenn der Jan nicht dabei ist, ein „Must-have“ für eingefleischte Tatort Münster Fans.

„Die schönsten Engelgedichte im Wechsel und im Dialog. Harfenklänge sorgen für den besonderen Hörgenuss. … Wer glaubt an Engel? Dichter meistens, Verliebte solange die Liebe anhält, der Fromme, solange ihn nicht der Unglaube versucht. Durch die Jahrhunderte, von der Klassik über die Romantik und den Expressionismus begegnen uns in der deutschen Lyrik immer wieder Engel. Dichter finden sie im Himmel, in der Natur, in Menschengestalt. Im Überschwang ist jeder Zweifel an ihre Existenz fern, lässt die Euphorie nach, nagt bald der Unglaube. Im Wechsel und im Dialog bringen die beiden Schauspieler Engelgedichte zu Gehör, begleitet und eingerahmt von Harfenklängen.“ [Quelle: Amazon]

Hörgenuss und dabei Gutes tun – aus dem Erlös unterstützen die beteiligten Künstler und der Verlag die Arbeit von Kipkel e. V.

Übrigens…
Die gestrige Wiederholung von „Zwischen den Ohren“ im WDR brachte es auf 1,92 Mio. Zuschauer und einen Markanteil von 7 % [Quelle: Meedia]. Die dritten Programme schaffen es nicht oft in die Top-Quoten-Liste des Tages. Aber wenn Tatort Münster gezeigt wird, stehen die Chancen nie schlecht 😉