Jan Josef Liefers

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Die Sturmflut (2006)

Inhalt

Februar 1962. Von Island her bewegt sich ein Orkantief Richtung deutsche Nordseeküste. Die Meteorologin Susanne Lenz  (Natalia Wörner) macht sich Sorgen, doch ihr Vorgesetzter Friedrich Pröscher (Walter Kreye) nimmt die Warnungen nicht ernst. Susanne macht sich zur Bohrinsel Frieda I auf, auf der es auch eine Wetterstation gibt. Dort wird ihr umso deutlicher klar, dass der Nordseeküste eine Sturmflut bevorsteht, die die Elbe entlang bis Hamburg gelangen kann. Aber als ein Blitz einschlägt, bricht der Kontakt zum Festland ab. Schlimmer noch! Die Ausläufer des Sturms bringen die Bohrinsel in Seenot. Sie droht zu kippen.

In Hamburg merkt von alledem lange niemand etwas. Für Katja Döbbelin (Nadja Uhl) dreht sich momentan alles nur um ein Thema: die Hochzeit mit Markus Abt (Jan Josef Liefers), dem Vater ihres 5jährigen Sohnes Philip (Henry Stange). Markus ist Oberarzt und stammt aus gutem Hause. Sein Vater Karl (Michael Degen) ist skeptisch, da Katja aus einfachen Verhältnissen stammt, doch für Markus ist das belanglos. Er liebt Katja und er liebt seinen Sohn.

Die Komplikationen nehmen erst ihren Lauf, als Jürgen Urban (Benno Fürmann) plötzlich wieder auftaucht. Er war einst Katjas große Liebe, ehe er sie verließ, um auf See zu fahren. Seither reiste er um die Welt und ist eigentlich nur auf einem kurzen Landgang in Hamburg, um nach seinem Vater Jens (Götz George) zu sehen, der im Krankenhaus liegt. Dort erfährt er von Marcus, dass er Katja heiraten wird.

Katjas Polterabend droht zu einem Eklat zu werden, nicht nur weil sich ihr Bruder Stefan (Gil Ofarim) einmal wieder mit seinem Vater Paul (Elmar Wepper) streitet, sondern auch weil Jürgen plötzlich auftaucht und Marcus deshalb die Beherrschung verliert.

Inzwischen nimmt die Katastrophe ihren Lauf: die Sturmflut erreicht Hamburg im Schlaf. Die folgenden Stunden werden nicht nur zu einem Kampf ums Überleben, sondern auch zu einer harten Zerreißprobe für Katja und ihre Familie. Denn Katja erkennt, dass sie Jürgen noch immer liebt und sie muss Marcus gestehen, dass er nicht Philips Vater ist.

von Jolli



Jolli meint:

Historische Verfilmungen, gerade wenn es sich um Katastrophen handelt, sind eine heikle Angelegenheit. Schnell muss man sich fragen, wie viel geschichtliche Realität und wie viel Fiktion baut man ein, um die Geschichte dem Zuschauer näher zu bringen.

In diesem Fall wurde ein Weg gewählt, die Ereignisse aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachtet. Zentral natürlich: Katjas innerer Konflikt mit ihren Gefühlen. Marcus und Jürgen werden in dieser Hinsicht zu Kontrahenten, ohne dass man sich als Zuschauer auf eine Seite stellt, denn beide hätten das Glück absolut verdient. Aber eigentlich weiß man schon von vorherein, wer am Ende der Gewinner sein wird. Im Gegensatz zu Jürgen, der sich so tapfer immer wieder in Gefahr begibt, ist Marcus nicht der typische Held, was ihn in meinen Augen eher als die menschlichere Figur der beiden wirken lässt. Fast könnte man ihn schon hassen, wenn er Jürgen in der Apotheke zurücklässt. Aber am Ende beweist er die größte Selbstlosigkeit, indem er Katja loslässt.

Kritik erntete der Film nicht nur wegen geschichtlicher Fehler, sondern auch, weil er die Liebesgeschichte mehr betonte, als das eigentliche Thema, nämlich die Sturmflut selbst. Das fand ich allerdings nicht. Schließlich bekommt man durch die Nebengeschichte auf der Bohrinsel und die Ereignisse in der Zentrale auch sehr viel Einblick in das Drumherum (und nebenbei einen hervorragend spielenden Christian Berkel als Innensenator Helmut Schmidt).

Besonders hervorzuheben sind natürlich auch die beeindruckenden visuellen Effekte und die aufwändige Inszenierung, die Darsteller und Produktionsteam an ihre Grenzen brachte. Also ein durchaus sehenswerter Film!


Gabi meint:

Der Film hat mich beeindruckt und mitgerissen, was bei mir nicht so oft vorkommt. Im Gegensatz zu anderen (insbesondere US-) ‚Katastrophenfilm‘-Produktionen wirkt die Darstellung hier nie übertrieben, sondern beängstigend realistisch, gerade auch durch den Gegensatz zu der Normalität und der spießbürgerlich anmutenden Atmosphäre beim Polterabend.  Ich war ’62 noch zu klein und erinnere mich nicht an die Berichte von der Katastrophe, wohl aber an Frisuren, Mode, Einrichtung, Autos aus der Zeit; die leidigen Diskussionen über Haar- und Rocklängen, ‚Negermusik‘,  ‚passende‘ Partien zum Heiraten. Das ist gut getroffen.

Die Liebesgeschichte als solche: Ohne den Kontext wäre sie eines Lore-Romans oder eines Heimatfilms würdig und, wie auch tittelbach.tv schreibt, vollkommen vorhersehbar. Der gesamte Ablauf ist nun wirklich ganz unten aus der Kitsch-Schublade gezogen, inclusive der Szene, als Markus den hilflosen Jürgen in seiner verzweifelten Lage zurücklässt, und natürlich ist Philipp in Wirklichkeit Jürgens Sohn. – Aber vielleicht ist es gar nicht schlecht, dass diese Story einen nicht gerade vom Hocker reißt, denn sie ist auf diese Weise noch mehr Mittel zum Zweck, die Ausnahmesituation spürbar zu machen. Auch die ebenso vorhersehbare Szene zwischen Susanne und Alexander, die auf der Bohrinsel dem Tod ins Auge sehen, ist entsprechend einzuordnen. Da diese Geschichten die eigentliche Handlung, die Sturmflut, ihre Auswirkungen und deren Bewältigung, nur unterbrechen, und illustrieren, erfüllen sie ihren Zweck sehr gut.

Das Thema: ‚Wie verhält sich der Mensch in Extremsituationen‘ wird in den unterschiedlichsten Szenen beleuchtet, sei es das Zögern des Meterologen, die Warnung ernstzunehmen, der Einsatz von Susanne und Alexander auf der Bohrinsel, Helmut Schmidts souveränes Verhalten (im Kontrast dazu die Bürokraten, die tatsächlich noch ans Budget denken und nichts begriffen haben), aber auch die Annäherung der beiden so unterschiedlichen Mütter, gut gespielt von Jutta Speidel und Gaby Dohm.

Ein gelungener, sehenswerter Film, der auch meinem Mann gefallen hat ;)


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5 Kommentare

Satisfaktion (2007)

Inhalt

Tatort_SatisfaktionEin junges Mädchen findet beim Spielen mit ihrem Hund ein Skelett, das im Wald vergraben wurde. Boerne und die Spurensicherung machen sich sofort ans Werk, denn eins steht fest: dem Toten wurde in den Kopf geschossen. Nach einem Abgleich wird schnell klar, dass es sich um den seit über 10  Jahren vermissten Raimund Stielicke handelt, der angeblich auf einer Italienreise spurlos verschwand. Thiel möchte diesen Fall nun weiter bearbeiten und stößt dabei auf eine alte Studentenverbindung, der nicht nur die Stielickes seit Generationen angehören, sondern in der einst auch Boerne Mitglied war.

Um unauffällig Informationen einzuholen, nimmt der Rechtsmediziner am diesjährigen Stiftsfest teil und trifft dort auf alte Bekannte. Der alte Professor Stielicke war damals auch ein enger Freund von Boernes Vater. Er freut sich sehr, Boerne wieder zu sehen, und lobt seine Fähigkeit, mit der der Rechtsmediziner einst seine Duelle ausgetragen hat. Nicht umsonst trug Boerne während seiner Studentenzeit den Spitznamen Zorro.

Doch Boerne ist sich unschlüssig, wie er die Situation einschätzen soll. Er fühlt sich hin- und hergerissen zwischen dem Auftrag, den Mord aufzuklären und seiner Verbundenheit zu seinen alten Corps-Brüdern. Stielicke scheut sich dabei nicht, bei seinem einstigen Schützling an die Loyalität zu appellieren, ohne dabei außen vor zu lassen, dass er um ein dunkles Geheimnis aus Boernes Vergangenheit Bescheid weiß. Allmählich dämmert es auch dem Rechtsmediziner, dass Stielicke versucht, ihn mit bestechenden wie erpresserischen Argumenten auf seine Seite zu ziehen.

Boernes Verstrickung in den Fall stellt die Freundschaft zu Thiel vor eine harte Zerreißprobe. Der Kommissar hat es satt, von Boerne immer nur die halbe Wahrheit zu erfahren, und stellt deshalb selbst einige Nachforschungen an. Sein Verdacht fokussiert sich zunehmend auf den Bruder des Mordopfers, Karsten Stielicke, der angeblich nicht weiß, was damals geschehen sein könnte. Der Reporter Gregor Baltus, der ebenfalls zur Studentenverbindung gehört und damals mit Raimund befreundet gewesen ist, ist ein unangenehmer Kerl, doch er deutet an, mehr zu wissen. Dieses Wissen wird ihm aber schon bald zum Verhängnis.

Obwohl Thiel immer wieder Steine in den Weg gelegt werden und er sich ausgerechnet jetzt auch um den Gesundheitszustand seines Vaters Sorgen machen muss, lässt er nicht locker, hinter das Geheimnis zu kommen, das diese Verbindung so beharrlich hütet. Dabei stößt er auch auf den sogenannten „Hanauer Kreis“, einen inneren Zirkel der Verbindung, der Duelle unter verschärften Bedingungen austrägt. Und was Thiel auch bald erkennen muss ist, dass auch Boerne einst zu diesem Kreis gehört hat.

von Jolli

Gastdarsteller

  • Michael Degen
  • Godehard Giese
  • Victoria Mayer
  • Tatja Seibt
  • Aljoscha Stadelmann
  • Thomas Clemens


Jolli meint:

Man sagt, dass jeder irgendwo eine Leiche im Keller hat. Von dem sonst so prinzipientreuen Boerne hätte man das aber eigentlich nicht erwartet. Nun bekommen wir endlich die Möglichkeit eine „dunkle“ Seite an ihm zu entdecken.
Studentenverbindungen haben ja leider manchmal einen recht zweifelhaften Ruf.  Seilschaften und rechtsextreme Tendenzen prägen die Vorstellung, die man in der Allgemeinheit von den Verbindungen hat. Diese Betrachtungsweise wird in diesem Fall von Thiel vertreten, der durchaus allen Grund dazu hat, diesen Leuten kritisch gegenüber zu stehen. Alkohol fließt während des Stiftsfests jedenfalls in rauen Mengen – was nicht gerade zu appetitlichen Szenen führt – und wer in einer einflussreichen Position ist, der kann es sich auch leisten, andere für einen Gefallen ganz unbürokratisch zu belohnen bzw. sie mit unliebsamen Dingen zu erpressen. Dieser Part wird sehr eindrucksvoll von Professor Stielicke übernommen. Er weiß, wie er vorgehen muss, um Boerne zu ködern.

Für den Rechtsmediziner zählen jedoch ganz andere Dinge. Er ist ein waschechter Corpsbruder, für den immer die Pflege alter Traditionen im Vordergrund stand. Viel mehr noch, er war in seiner Jugend auch offenbar ein leidenschaftlicher Verfechter von Duellen. Vermutlich blieb ihm als Sprössling einer alteingesessenen westfälischen Familie gar nichts anderes übrig, als sich dieser Verbindung anzuschließen, doch es macht bis zum Schluss nicht den Eindruck, als hätte er sich jemals dazu gezwungen gefühlt. Im Gegenteil, Boerne wird sozusagen das Kontrastbild des korrupten Stielicke und verkörpert das eigentliche Idealbild einer Verbindung, die Tradition und Ehre schätzt.
So leicht wird ihm das aber nicht gemacht.

Wenn Kritiker behaupten, dass der Kriminalfall mal wieder vor den ständigen Streitereien von Thiel und Boerne verblasst, dann liegen sie damit nicht nur falsch, sondern haben auch die hintergründige Absicht der Autoren wahrscheinlich gar nicht erst verstanden. Dieser Fall ist enger denn je mit den Hauptcharakteren verwoben und setzt ganz bewusst die Freundschaft zwischen den beiden aufs Spiel. Bisher haben wir Boerne ja, trotz seines Hangs zu unkonventionellen Vorgehensweisen, als einen korrekten Charakter mit reiner Weste erlebt. Aber es ist ein geschickter Schachzug der Macher, immer wieder neue Facetten der Figur aufblitzen zu lassen. Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet der Herr Professor in seiner Jugend ein berüchtigter Haudegen war?

Dieses überraschende Bild setzt sich im Laufe der Folge noch weiter zusammen, als herauskommt, dass er auch Mitglied im Hanauer Kreis war und schon mal Regeln Regeln sein ließ, um sich blutige Duelle mit dem Säbel zu liefern. Dass es Boerne an Mut nicht fehlt, dürften wir inzwischen erkannt haben, aber dieses Vorgehen grenzt schon fast an Leichtsinnigkeit.

Für ihn werden diese alten Geschichten schnell zu einem Strudel, der ihn tief nach unten zu ziehen droht und vielleicht schimmert doch ein kleinwenig eine gewisse Naivität bei ihm durch, dass er das zunächst gar nicht zu realisieren scheint. Stielicke versucht es zunächst auf die sanfte Weise, indem er Boerne den Posten in Berlin verspricht. Einem solchen Karrieresprung ist Boerne sicher nicht abgeneigt. Erst als der Rechtsmediziner allmählich erkennt, dass er sich durch all das immer weiter von Thiel entfernt und daher skeptischer wird, packt Stielicke härtere Geschütze aus und erinnert ihn daran, dass er damals bei einem Duell einen Gegner ernsthaft verletzt hatte. Es zeugt von Charakter, dass sich Boerne davon nicht so leicht einschüchtern lässt, obwohl er weiß, dass solche Geschichten auch Konsequenzen für ihn haben könnten.

Das Verhältnis zu Thiel ist durch die ganzen 90 Minuten sehr angespannt, aber schlussendlich demonstrieren sie trotz allem, dass sie sich aufeinander verlassen können. Dass Thiel der Staatsanwältin nichts von den Fotos erzählt, die Boerne als Mitglied des Hanauer Kreises enttarnt hätten, und dass er zum Schluss die CD auch ganz unbürokratisch in den Müll wirft, ist eine große Geste. Und auch die Tatsache, dass beide versuchen, sich bei Alberich Rat zu holen, zeigt doch, dass sie sich beide gegenseitig als „Vertrauensperson“ sehen.

Am Ende besinnt sich Boerne ja dann zum Glück darauf, wem er wirklich Loyalität schuldig ist (unter anderem sicher auch sich selbst) und das anschließende Duell mit Stielicke Junior ist dann noch das Sahnehäubchen dieser Episode, die meiner Meinung nach sicher zu den besten zählt, egal was manche Spielverderber dazu zu sagen haben.

Als Supplement noch ein kleines Video ;-)


Gabi meint:

Satisfaktion! Eine meine allerliebsten Folgen. Nicht nur deswegen:

Wie Jolli finde ich auch, dass diese Folge mit Klamauk nun wirklich nichts zu tun hat. Richtig ist, dass der Kriminalfall nur eine sekundäre Rolle spielt und die Vergangenheit Boernes, die Beziehung zwischen ihm und Thiel, aber auch zwischen Boerne und Alberich im Vordergrund stehen.

Boernes Charakter wurde bisher selten so ausgeleuchtet. Man wird sehr neugierig, wie er wohl als junger Mann wirklich war. Die Neigung, sich selbst auch körperlich beweisen zu wollen, hat man schon in früheren Folgen gesehen, aber so ausgeprägt doch nicht. Dass ein Mann mit seinem Intellekt sich auf diese dubiosen Duellgeschichten einläßt, dass er sich überhaupt in einer so engstirnigen Gemeinschaft  wohlzufühlen scheint – ein Hinweis darauf, dass er seine Außenseiterrolle um jeden Preis loswerden wollte? Seine Loyalität zur Verbindung und sein Respekt vor Stielicke, auch heute noch, führen dazu, dass er die Manipulation durch den Alten Herrn nicht sofort durchschaut; und die Versuchung, die Chance bei der Charité anzunehmen, hat sicher nichts mit vordergründigem Karrieredenken zu tun, sondern deutet darauf hin, dass er noch immer Selbstwertprobleme hat. Boerne fühlt sich von niemandem wirklich anerkannt, er glaubt, er sei für alle nur der Leichenfledderer aus dem Keller, nützlich, aber unbedeutend, und so sieht er Stielickes Angebot als Möglichkeit, es sich und allen anderen zu beweisen.

Die (auch von Michael Degen) unglaublich stark gespielte Szene im Corpshaus, als Boerne im Gespräch mit Stielicke erkennt, dass er bestochen werden soll, zeigt dann, dass wir uns wegen seines Charakters keine Sorgen machen müssen. Trotz der Verlockung des Charitépostens und der offenen Drohung Stielickes denkt Boerne keinen Moment daran, darauf einzugehen, und zeigt das auch sofort klar und ohne Umschweife. JJL spielt das fast ohne Worte, mit sparsamen Gesten, die seinen inneren Konflikt sichtbar machen. Schließlich geht es nicht nur um die sehr reale Bedrohung; gerade läßt eine von ihm verehrte Respektsperson die Maske fallen und seine jahrelangen Überzeugungen sind nichts mehr wert. Das ist hart. Und hier, wo es wirklich um etwas geht, sehen wir kein lautstarkes Lamentieren, keinen entrüsteten Wortschwall, kein Gestikulieren.

Die nachfolgende Szene mit Thiel und dem Chinesen kann man dann meinetwegen Klamauk nennen, aber das darf nach der Intensität des Vorangegangenen auch ruhig mal sein. Kurz darauf folgt schon wieder der Moment, als Thiel Boerne das Taschentuch vor die Füße wirft, und das ist nicht komisch, es ist geradezu schmerzhaft bitter.

Auch Alberich hat in dieser Folge starke Szenen: Mit Thiel, der sie um Rat fragt wegen der ‚Vertrauensperson‘, an der er zweifelt — Thiels Stammeln hier ist schon fast ergreifend, er bringt es fast nicht über die Lippen, seine Enttäuschung über Boerne muß immens sein. Und mit Boerne, als der zurückkommt und seine vorherige Großkotzigkeit nun bereuen muß. Es ist wohl das erste Mal, dass Alberich ihn nicht Chef oder Professor, sondern einfach Boerne nennt, und sie zeigt deutlich, dass sie ihn durchschaut hat. – Geschieht ihm recht. Dass er sie vorher in seinem Höhenflug seine Koffer schleppen ließ, ist eigentlich unentschuldbar.

Der versöhnliche Schluß beim Bier im gemeinsamen Keller ist ein schöner Abschluss für eine ungewöhnliche Tatort- Folge.


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