Jan Josef Liefers

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So schön

Schau mal die Risse
Und schau mal die Farben
Sie bröckeln schon ab

Darunter die Schatten
Vergangener Tage
Zerbrochener Stuck im Palast

Die Scheiben zersprungen
Diamanten aus Glas
Im Tanzsaal hatte man Spaß

Jetzt stehen die Stühle
Im Regen
Keiner will sie bewegen
Und es ist so schön kaputt
Schau wie es zerfällt
Wie die Natur gewinnt
So schön
Es ist so schön
Kaputt

Schau mal die Fotos
Und die alten Bilder
Die Ränder verblasst

Fühlst du die Jahre
Hörst du was sie sagen
Über die alte Last
Es ist so lange her
Dich will nicht vergehen

Und ist das nicht schön
Was da kratzt,
glänzt wieder im Regen
Jede Narbe vergeben

Und es ist so schön kaputt
Schau wie es zerfällt
Wie die Natur gewinnt
So schön
Es ist so schön
Kaputt

Zu sehen wie es zerrinnt
Wieder von vorn beginnt
So schön
Es ist so schön


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2 Seiten

Schau mal
Ist er so geerdet
Sich selber so treu
Und so standhaft wie er
Sich nach außen gibt?
Und ist sie wirklich so lègere
Spontan und laissez-faire
Und so leicht
Dass sie nichts nach unten zieht?
Und der da hinten
Ist er wirklich so geladen
Sind das Mauern oder
sind das nur Fassaden?
Und ist sie wirklich so naiv
Blauäugig verliebt?
Ich glaub es nicht
Nein ich glaub es nicht

Refrain
Es sind immer
Zwei Seiten, zwei Seiten
Niemals nur eine allein
Oh es sind
Zwei Seiten die sich tragen
Uns auffangen falls eine übertreibt
Oh es sind
Zwei Seiten, zwei Seiten
Hab versucht nur eine zu sein
Doch als ich glaubte,
ich hätte es erreicht
War ich allein
Denn es sind zwei

eine scheint selbstlos
Gibt sich fast auf
Doch sie sucht nach dem Gefühl
Dass man sie braucht
Ein Andrer lässt los
Macht sich nachts aus dem Staub
Weil er spürn will,
Dass er an die Liebe glaubt
eine weiß alles besser
Hat Recht noch und nöcher
Weil sie fürchtet,
Dass sie nicht mehr versteht
Ein Andrer will nur dirigieren
Festhalten und führen
Weil ihm der Boden unter
Seinen Füßen fehlt

Refrain

Nie schwarz und weiß

Es sind
Zwei Seiten, zwei Seiten
Die Wahrheit schreibt
der Zufall an die Wand
Es scheint es sind
Drei Seiten,
die Medaille hat drei Seiten
Wir balancieren auf dem Rand

Zwei Seiten, zwei Seiten
die Wahrheit hat zwei Seiten
Der Zufall wirft sie an die Wand
Mir scheint es sind
Drei Seiten,
die Medaille hat drei Seiten
Wir balancieren auf dem Rand
Wir balancieren auf dem Rand

Zwei Seiten, zwei Seiten
Die Wahrheit schreibt
der Zufall an die Wand
Es scheint es sind
Drei Seiten,
die Medaille hat drei Seiten
Wir balancieren auf dem Rand

Zwei Seiten, zwei Seiten
die Wahrheit hat zwei Seiten
Der Zufall wirft sie an die Wand
Mir scheint es sind
Drei Seiten,
die Medaille hat drei Seiten
Wir balancieren auf dem Rand
Wir balancieren auf dem Rand

 


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Das weiße Haus

In einem blühenden Wald in Russland
Nicht weit weg von Moskau
Zwischen Bäumen hinter einem
Alten Zaun
Am Ende eines kleinen Wegs
Zugewachsen mit Gräsern
Steht das weiße Haus
Das weiße Haus

Darin die Stühle umgefallen
Die Spiegel blind und verstaubt
In der Ecke alten Flaschen lange leer
Damals wurd‘ hier noch gefeiert
Und ein Paar kam sich nah
Jetzt ist es nicht mehr laut
Im weißen Haus

Refrain
Doch dann komm Licht rein
Und reißt die Fenster auf
Dann kommt Liebe rein
Und fegt die Stille raus
Macht das Feuer an
Und es wird warm,
Man sieht den Rauch
Und von weitem
Kommen die Menschen
Um zu fragen was du brauchst
Ins weiße Haus
Ins weiße Haus

Die alten Balken neu gestrichen
Und das Dach wieder gedeckt
Die Fenster abgedichtet
Und die Türen eingesetzt

Den Garten mit der Sänse [sic]
Gemäht und ausgesät
Von durchhängenden Ästen
Die Äpfel in den Korb gelegt

Bridge
Und der ovale Tisch
Der in der Küche steht
Trägt jede Diskussion

Refrain

Bridge
Hier ziehen wir ein
Ziehen nie mehr aus
In unser Haus
Ins weiße Haus

Und es spricht sich leise rum
Es wird vom Wunder erzählt
Die Spatzen pfeifens
Von den Dächern dieser Welt
Ganz egal wo du grad bist
Ganz egal woran du glaubst
Irgendwo auf deinem Weg
Da steht so’n weißes Haus

Und dann lässt du Licht rein
Und du reißt die Fenster auf
Lässt die Liebe rein
Und fegst die Stille raus
Machst das Feuer an
Und es wird warm,
Man sieht den Rauch
Und von weitem
Kommen die Menschen
Um zu fragen was du brauchst
Ins weiße Haus
Ins weiße Haus


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Eigentlich

Eigentlich wär ich heut
Überhaupt nicht da
Würd im Einbaum segeln
Im Meer um Sansibar
Würd aus fremden Farben
Nur die grellsten wählen
In den hängenden Gärten von Babylon
Blumen zählen

Eigentlich wollt ich dich
Noch so vieles fragen
Eigentlich hätte ich dich’so gern stolz gemacht
Hätt die Sterne geholt
Sie an dunklen tagen’In den Himmel gehoben
Die Wolken verschoben

Refrain
Doch ich lass mich nicht treiben
Ich zwing mich zu bleiben
Doch wäre ich heut unterwegs
Dann würd ich dir schreiben
Es dir zeigen
Das Wunder beweisen
Dich fragen
Ob du ein Stück mit mir gehst

Komm mit mir auf Reisen
Damit wir bleiben
Wer wir eigentlich sind
Wie wir eigentlich sind
Komm mit auf Reisen
Damit wir bleiben
Wer wir eigentlich sind
Bring das Feuer zum brennen
Wenn noch Glut in dir glimmt

Eigentlich hätt unsere Liebe
Für immer gehalten
Eigentlich wären unsere Kinder heut schon groß
Eigentlich wollten wir nichts
Was wir nicht schon haben
Uns selber erfinden nie wie die
Anderen sein

Refrain 

Bridge
Wir lassen uns treiben
Wer zwingt uns zu bleiben
Du und ich wir sind heut unterwegs

Refrain

 


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Jeder meiner Fehler

Es fällt nicht leicht zu verstehen
Warum wir manchmal die falschen Wege gehen
Und die letzte Tür zurück ist mit Wenn und Aber zugebaut
Man findet sich zurecht aber nie raus aus seiner Haut

Refrain:
Doch mir scheint
Jeder meiner Fehler
Ist am Ende auch ein Schritt
Und jeder meiner Fehler
Brachte mich zu dir zurück
Und für jeden meiner Fehler
Will ich sagen: Es tut mir leid
Kannst du sie vergeben?
Vielleicht kannst du damit leben?
Kannst du mit mir leben?

Bin mit dem Kopf durch jede Wand
Hab soviel Pläne unterwegs verbrannt
Hab mir selber oft den Boden unter den Füßen weggezogen
Und wollten wir geradeaus bin ich doch abgebogen

Refrain:
Doch mir scheint
Jeder meiner Fehler
Ist am Ende auch ein Schritt
Und jeder meiner Fehler
brachte mich zu dir zurück
Und für jeden meiner Fehler
Will ich sagen: Es tut mir leid
Kannst du sie vergeben?
Vielleicht kannst du damit leben?
Kannst du mit mir leben?

Bridge:
Wovon werden wir uns erzählen
Zwischen all dem Schlecht und Gut
Am meisten würd‘ ich bereuen
Hätten wie es nie versucht
Und wenn die Mauern, die ich immer wieder bau
Irgendwann zerfallen zu Staub
Dann nur weil du an mich glaubst
Dann nur weil du mir vertraust

Refrain:
Jeder meiner Fehler
Ist am Ende auch ein Schritt
Und jeder meiner Fehler
brachte mich zu dir zurück
Und für jeden meiner Fehler
Will ich sagen: Es tut mir leid
Kannst du sie vergeben?
Vielleicht kannst du damit leben?
Kannst du mit mir leben?


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Radio Doria Pressefotos – 2017

Natürlich gibt es zum neuen Radio Doria-Album ‚2 Seiten‘ auch ein paar schöne Fotos, die wir euch nicht vorenthalten möchten:


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Radio Doria auf Station bei der Kieler Woche

Ein Gastbeitrag von Silvana, ganz herzlichen Dank für den Text und die tollen Fotos 😀

Einige von euch erinnern sich bestimmt noch gern an die Bahnhofskonzerte, zu denen NDR1 Welle Nord im Rahmen des Music Trains einlud.  Die Zusammenarbeit verlief offenbar für beide Seite so erfreulich, dass Welle Nord am 24.6.2017 während der Kieler Woche erneut ein Gratis-Konzert mit Radio Doria veranstaltete.

Sogar das norddeutsche Sommerwetter zeigte sich von seiner besseren Seite. War es bis zum Mittag noch wechselhaft mit einigen Schauern, klarte es sich im Laufe des Tages immer mehr auf, sodass sich der Platz am Ostseekai bis zum Beginn des Konzertes um 21:30 Uhr gut mit Menschen gefüllt hatte.

Zuvor hatten die Leute, die bereits nachmittags vorbeikamen, die Chance, auch einmal den Soundcheck mitzuerleben. Es blieben viele Leute interessiert stehen und verfolgten das Geschehen auf der Bühne. Einige meinten irrtümlicherweise sogar, es handele sich bereits um das Konzert und wunderten sich, warum die Singstimme des Öfteren nicht hörbar war. Jan erläuterte dies dann noch im Anschluss an den Soundcheck.

Bevor Radio Doria allerdings dann richtig loslegen konnte, wurden die wartenden Fans zunächst von der NDR1 Welle Nord-Show mit Moderator Jan Bastick und dem sich anschließenden Konzert von Gerrit Hoss unterhalten.

Nach einer kurzen Umbaupause betrat die Band die Bühne und legte direkt mit „Radio Doria“ los. Wie immer führte Jan mit heiteren, aber auch ernsten Anekdoten durch den Abend und das Publikum ließ sich gern von den einzelnen Songs mitziehen, von norddeutscher Zurückhaltung keine Spur.

Insbesondere war ich jedoch auf die beiden neuen Songs gespannt, die bereits 10 Tage vorher in Rüsselsheim ihre Bühnenpremiere erleben durften. Tja, was soll ich sagen? Ich bin restlos begeistert! Sowohl das ausdrucksstarke „Jeder meiner Fehler“ als auch das temperamentvollere „Geister“ sind direkt als Ohrwurm hängengeblieben. Die Vorfreude auf das neue Album ist durch diese beiden Kostproben bei mir auf jeden Fall noch einmal kräftig angestiegen.

Leider haben solch schöne Abende immer einen Fehler: Sie gehen viel zu schnell vorbei. Mit drei Zugaben verabschiedete sich die Band vom Publikum, aber ich kann bereits jetzt sagen: „Wir werden uns wiedersehen…“