Jan Josef Liefers

Die offizielle Fanseite


Hinterlasse einen Kommentar

Soundtrack meiner Kindheit – unplugged auf Schloss Elmau

beitragsbildMeine Lieblingsband im erlauchten Schloss Elmau mit einem Special Unplugged-Programm – was für eine grandiose Perspektive für einen unverhofften Kurztrip nach Bayern. Nachdem sich das Schloss nachmittags im strahlenden Sonnenschein in einer traumhaften Winterlandschaft von seiner besten Seite zeigte, erwartete mich abends im hoteleigenen edlen Konzertsaal eine ganz besondere Vorstellung: Soundtrack meiner Kindheit – unplugged.

Blaue Scheinwerfer und der leuchtende Schriftzug Schloss Elmau tauchten die Bühne in ein mystisches Licht. Schlicht, aber sehr stilvoll deuteten ein Steinway Flügel und eine Akustikgitarre auf den unplugged Charakter des heutigen Abends hin. Der Saal füllte sich schnell und nach einer kurzen Ankündigung betraten Jens Nickel, Johann Weiß, Gunter Papperitz und Jan Josef Liefers die Bühne. Erwartungsfroh ließ Jan den Blick über die gefüllten Reihen schweifen und gestand bei der Begrüßung seine leichte Aufregung. Die verschwand aber schnell beim ersten Lied „Wenn ein Mensch lebt“ von den Pudhys.

Im Anschluss daran erzählte Jan seine Gedanken zu dem Lied und dem dazu gehörigen Film „Die Legende von Paul und Paula“, über seine Erfahrungen im ersten Schuljahr mit Erika Kraut und suchte Antworten auf die Frage: „Was willste denn mal werden Jugendfreund?“ Eine Empfehlung gab das folgende Lied „Mein Herz soll ein Wasser sein“ (Lift).

Dann berichtete Jan von seinen Bemühungen „Gitarrengott“ zu werden und versuchte noch einmal den Zauber des Liedes „Ich liebe Dich“ (Karat) zu beschwören. Und wer hätte es gedacht, er funktioniert immer noch. 🙂

Bei den Erinnerungen an das damalige Fernsehprogramm der DDR durfte ein Streifzug durch den Märchenwald mit seinen Lieblingen Herrn Fuchs und Frau Elster nicht fehlen. Und dabei verriet Jan noch ein kleines Geheimnis: Wenn man ihn fragen würde, wer denn als reales Vorbild für die Figur des Prof. Boerne im Münsteraner Tatort hergehalten hätte, würde er heute wahrheitsgemäß antworten: Herr Fuchs und Frau Elster. Denkt man an die fortwährenden, an ein Ehepaar erinnernden Kabbeleien zwischen den beiden Figuren, die sich jedoch stets siezten, nicht zusammen wohnten und nach einem Zank schnell wieder vertrugen, erscheint dieser Gedanke gar nicht so abwegig… 😉

fue3           Boerne

Mit einem verschmitztem Grinsen gab er dann noch Auszüge aus der nicht ganz jugendfreien Version des Liedes „der Fuchs schleicht durch den Wald“ zum besten.

Der Fuchs schleicht durch den Wald
der Fuchs schleicht durch den Wald.
Er hat die Elster angeknallt
jetzt fliegt sie schwanger durch den Wald.
Der Fuchs schleicht durch den Wald
Der Borstel hat´s geseh´n
der Borstel hat´s geseh´n.
Da blieb ihm gleich der Stachel stehn
jetzt kann er nicht mehr pinkeln gehn
Der Borstel hat´s gesehn
Der Fuchs der schreit Hurra
jetzt werd ich bald Papa
Die Elster sagt, Du dummes Aas
nicht du sondern der Uhu war´s
Der Fuchs der schreit Hurra
Der Meister Nadelöhr
hat´s mit den Viechern schwer
Drum richtet er in seinem Heim
ne Sexualberatung ein
Der Meister Nadelöhr

Es folgte das Lied „Leb deinen Traum“ (Lift). Im abschließenden Abspann resümierte Jan über das Wesen von Erinnerungen. Als Zugaben gab es „Halleluja“ und „Wo bist du“ (Silly). Dann war nach gut einer Stunde Spielzeit sehr zum Leidwesen der Zuschauer der Abend leider schon viel zu schnell vorbei.

Dieser Abend war ein wirklich ein ganz zauberhaftes und wunderbares Kleinod. Die Stimmung und die Atmosphäre waren unbeschreiblich schön und ich schwelge immer noch in der Erinnerung daran. Liebe RADIOS, das war einfach großartig!!! Das solltet ihr unbedingt wiederholen!!!

Und so sah es aus …