Jan Josef Liefers

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Die Gewinner unserer Desaster-Verlosung stehen fest

VerlosungUnser Gewinnspiel ist beendet. Die Glücksfee war schon aktiv und hat die folgenden drei Gewinnerinnen ausgelost:

– Birte aus Heusenstamm
– Birgit aus Kiel
– Daniela aus Vöhringen

Wir sagen ganz herzlichen Glückwunsch und wünschen viel Spaß im Kino! Die Gewinnerinnen haben eine Email von uns bekommen. Also, checkt Eure Mails!

Und ein DANKESCHÖN für die vielen tollen Kommentare und guten Wünsche. Das freut uns sehr 😀


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Achtung: Verlosung! Das dürft Ihr nicht verpassen!

Plakat_DESASTERAugen auf, es lohnt sich:

Desaster läuft seit dem 16. Juli in den Kinos und zur Feier dieses Ereignisses verlosen wir:

3 x 1 „Desaster“-Fanpaket

(bestehend aus 1 Kinoplakat und 1 Kinoticket)

Bitte schreibt eine Mail an Verlosung@jjl-fanseite.de mit eurem Namen darin und der Stadt, in der ihr wohnt. Die glücklichen Gewinner werden von uns hier im Blog und auf Facebook bekanntgegeben sowie per Mail benachrichtigt. Sollte Euch diese besondere Mail erreichen, teilt uns bitte Eure vollständige Adresse mit, damit wir Euch Euren Gewinn zusenden können.

Wir garantieren, wir werden die Mailadressen nicht weitergeben oder für irgendetwas verwenden. Alle Daten werden nach der Verlosung gelöscht, sobald wir die Rückmeldung der Gewinner bekommen haben und somit sicher sind, neue Besitzer für die tollen Geschenke gefunden zu haben.

Die Verlosung ist ab jetzt freigeschaltet und läuft bis Mittwoch, 22. Juli um 20:00 Uhr. Alle Mails, die danach noch eintreffen, werden nicht mehr berücksichtigt.

Die Gewinner werden spätestens am 25. Juli benachrichtigt!

Viel Erfolg!! 😀

Rechtliche Hinweise:
Der Rechtsweg und ein Umtausch des Gewinns sind ausgeschlossen. Der Gewinnanspruch ist nicht übertragbar. Jede Haftung der Fanseite für das Bestehen technischer Voraussetzungen der rechtzeitigen Teilnahme am Gewinnspiel sowie für etwaige Übertragungsfehler ist ausgeschlossen. Ferner haften wir nicht für Schäden, die im Zusammenhang mit der Teilnahme am Gewinnspiel bzw. mit der Annahme und der Nutzung des Gewinns stehen. Wir behalten uns das Recht vor, im Einzelfall solche Teilnehmer zu disqualifizieren bzw. von der Verlosung auszuschließen, die den Teilnahmevorgang, das System und/oder die Verlosung manipulieren bzw. entsprechendes versuchen und/oder gegen die Teilnahmebedingungen, Rechtsvorschriften oder die guten Sitten verstoßen. Der Ausschluss kann bereits bei einem begründeten Verdacht erfolgen.


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Desaster Premiere am 9.7. im Haubentaucher Berlin

Fantastische Location, Poolfeeling und Cocktails – Desaster hat im Haubentaucher in Berlin eine fantastische Premiere gefeiert. Wir haben ein paar Fotos mitgebracht:

Auf der FB-Seite von Desaster-Film gibt es ein schönes Video vom Abend. Ihr findet es hier


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Desaster (2015)

Inhalt:

Plakat_DESASTEREs geht um das große Geld, die große Liebe und den unfreiwilligen Tod. Dr. Jürg Würsch, Schweizer Anwalt mit Hang zu Bestechlichkeit (Stefan Kurt), lässt sich auf das Angebot des skrupellosen Gangsterbosses Mischa (Milan Peschel) ein – den Aufenthaltsort seiner Kronzeugen zu verraten – und folgt der Einladung auf Mischas Finka nach Saint-Tropez. Im Gegenzug soll er eine hohe Bargeldsumme erhalten und erhofft sich ein kleines Schäferstündchen mit Mischas attraktiver Gattin Lydia (Anna Loos). Jedoch ahnt Würsch nicht, dass Lydia ein doppeltes Spiel spielt. Mischa und Lydia wiederum wissen nicht, dass der Anwalt ebenfalls eigene Pläne verfolgt und dafür die beiden Profikiller Ed (Justus von Dohnányi) und Mace (Jan Josef Liefers) angeheuert hat. Dumm nur, dass sich Ed als penetranter Macho-Proll herausstellt und den Plan von Würsch durch sein dämliches Verhalten völlig durcheinander bringt. Niemand spielt mit offenen Karten. Intrigen werden gesponnen, Fallen werden gestellt. Als Ed aus Versehen Mischas Mutter (Angela Winkler) von der Brüstung der Finka schubst, nimmt das Desaster unaufhaltsam seinen Lauf. Nur so viel ist klar: Hier hat jeder Dreck am Stecken.
Ohne dass in diesem Film auch nur ein einziger Schuss fällt, wird gestorben, was das Zeug hält. In der tiefschwarzen Gangsterkomödie liefern sich Justus von Dohnányi („Frau Müller muss weg!“, „Männerherzen 1&2“, „Oh Boy“), Jan Josef Liefers („Mann tut was Mann kann“, „Der Baader Meinhof Komplex“, Münsteraner „Tatort“), Milan Peschel („Der Nanny“, „Schlussmacher“, „What A Man“, „Halt auf freier Strecke“) und Stefan Kurt („Ruhm“, „Vier Minuten“) einen schauspielerischen Schlagabtausch der Extraklasse. Nach dem kultigen Überraschungserfolg „Bis zum Ellenbogen“ ist DESASTER deren nächste Zusammenarbeit unter der Regie von Justus von Dohnányi. [Quelle: STUDIOCANAL]


EXKLUSIVER CLIP NUR HIER AUF DER FANSEITE!!!



Baggi meint:

Das Team aus Bis zum Ellenbogen hat sich wieder vereint und diesmal wird es noch fieser als beim Einstiegsfilm. (Und das will was heißen!!)

Ich will hier nicht zu viel verraten, ich hasse Spoiler und die allgemeine Inhaltsangabe ist hinlänglich bekannt. Deshalb fasse ich mich ganz ganz kurz:
bei den Hauptdarstellern Justus von Dohnáyi, Stefan Kurt und Jan Josef Liefers weiß man, was sie drauf haben. Sie mögen sich und diesen Spaß hat man ihnen angemerkt. Ihre Charaktere sind der Brüller, einer irrer als der andere. Grenzgenial!
Aber auch der Rest des Castes hat mich voll überzeugt, allen voran Milan Peschel und seine „Mama“ Angela Winkler.

Fest steht, diese Art Film ist sicher nicht nach jedermanns Geschmack. Er ist BÖSE – aber dabei zum Schreien! Ich persönlich kann mich über so etwas schlicht schlapplachen. Er ist toll gefilmt, die wunderbare Gegend um Saint Tropez einfach famos in Szene gesetzt. Besonders genial ist außerdem die Musik. Der Sountrack fetzt, und die Schnitte dazu sind frech und schnell und wild.
Fazit:
Dieser Film unterscheidet sich ziemlich von dem, was man sonst so vom deutschen Kino gewohnt ist. Aber er ist stark!


Links:



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„Desaster“ – Exklusiver Clip bei uns auf der Fanseite

Wenn Jan Josef Liefers, Justus von Dohnányi und Stefan Kurt sich zusammentun für einen Kinofilm, ist rabenschwarzer Humor garantiert.

Das Dreamteam aus Bis zum Ellenbogen hat wieder zugeschlagen und diesmal ein echtes Desaster fabriziert. Exakt so lautet nämlich der Titel des neuen Streifens und feststeht: der Name ist Programm. Am 16. Juli startet der Film und was Vorschauen und Bilder bis jetzt einhellig versprechen ist, es wird wieder böse. 😀

Wir von der Fanseite haben einen exklusiven Filmclip zur Verfügung gestellt bekommen, den wir euch nun mit Begeisterung präsentieren! Viel Spaß damit!!  😀

 

Und darum geht es:

Saint-Tropez: zwei alternde Profikiller am Strand. Ihr Auftrag? Einen Schweizer Anwalt beschützen. Sein Name: Dr. Jürg Würsch (Stefan Kurt). Dieser ist nach Südfrankreich gereist. Gegen Belohnung soll er dem skrupellosen Gangsterboss Mischa (Milan Peschel) Justizgeheimnisse verraten. Und obendrein erhofft sich Würsch ein kleines Schäferstündchen mit Mischas attraktiver Gattin Lydia (Anna Loos). Der Haken? Würsch weiß nicht, dass Lydia ein doppeltes Spiel spielt. Mischa und Lydia wiederum wissen nicht, dass der Anwalt ebenfalls eigene Pläne verfolgt und genau deshalb zu seinem Schutz die beiden Profikiller Ed (Justus von Dohnányi) und Mace (Jan Josef Liefers) angeheuert hat. Dumm nur, dass sich Ed als penetranter Macho-Proll herausstellt und den Plan von Würsch durch sein dämliches Verhalten völlig durcheinander bringt. Niemand spielt mit offenen Karten. Intrigen werden gesponnen, Fallen werden gestellt. Als Ed aus Versehen Mischas Mutter (Angela Winkler) von der Brüstung der Finka schubst, nimmt das Desaster unaufhaltsam seinen Lauf. Nur so viel ist klar: Hier hat jeder Dreck am Stecken.

Es geht um das große Geld, die große Liebe und den unfreiwilligen Tod. In der rabenschwarzen Gangsterkomödie liefern sich Justus von Dohnányi („Frau Müller muss weg!“, „Männerherzen 1&2“, „Oh Boy“), Jan Josef Liefers („Mann tut was Mann kann“, „Der Baader Meinhof Komplex“, Münsteraner „Tatort“), Stefan Kurt („Ruhm“, „Vier Minuten“) und Milan Peschel („Der Nanny“, „Schlussmacher“, „What A Man“, „Halt auf freier Strecke“) einen schauspielerischen Schlagabtausch der Extraklasse. Nach dem Überraschungserfolg „Bis zum Ellenbogen“ ist DESASTER ihre nächste Zusammenarbeit unter der Regie von Justus von Dohnányi. Produziert wurde die Komödie von Schiwago Film, den Machern von „Muxmäuschenstill“ und „Oh Boy“, der beim Deutschen Filmpreis 2013 mehrfach ausgezeichnet wurde.

Neben Schiwago Film waren Ellenbogen Film, Radio Doria Film und STUDIOCANAL an der Produktion beteiligt, gefördert mit Mitteln des Medienboard Berlin-Brandenburg MBB, der Filmförderung Hamburg FFHSH und der Filmförderungsanstalt FFA. Federführender Senderpartner ist der Hessische Rundfunk zusammen mit Arte.

[Quelle: Studiocanal]


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Wissen Sie wie man Töne reinigt?

wissen Sie wie man Töne reinigtEben noch tanzte ein Affe im Tutu um den Billardtisch herum, eben noch zupfte sich die Braut im Kleid an ihrem langen Bart, da bringt eine kleine Eieruhr alles durcheinander und jeder rennt in eine Ecke, um ein möglichst synchrones Klangspiel zum besten zu geben, während die Glühbirne in der Mitte munter vor sich hinschaukelt. Fast schon bemitleidenswert ist da der nicht mehr ganz so junge Klavierspieler (Harry Lyth) oben auf der Empore, der jedes Mal die Treppe hinunter hetzen  muss, ohne dabei auf dem Kaffeepulver auszurutschen, das sich inzwischen über den Boden verteilt hat.

Ja, wir reden hier tatsächlich über ein Theaterstück; wenn auch nicht unbedingt über ein todernstes. „Wissen Sie wie man Töne reinigt? – Satiesfactionen“ lautet der Titel der Inszenierung unter der Regie von Jürgen Flimm am Schillertheater Berlin. Seit 2011 begeistert das Stück in kurzen, über das Jahr verteilten Intervallen sein Publikum. Die Besetzung ist dabei übersichtlich: es braucht nur einen Jan Josef Liefers, einen Stefan Kurt und einen Klaus Schreiber, um die Zuschauer bestens zu unterhalten.

Das Stück, basierend auf Erik Saties „Die Falle des Qualle“, strotzt nur so vor Absurdität. Völlig handlungsfrei ist sie allerdings nicht: der mürrische und depressive Baron Qualle (Jan Josef Liefers) verbringt seine Tage damit Töne abzuwiegen, um damit Geld zu verdienen. Die Phonologie, so betont er, ist der Musik weit überlegen. Aber nicht nur, dass er sich mit seinem aufmüpfigen und sozialistisch angehauchten Kammerdiener Polycarpe (Stefan Kurt) herumschlagen muss, der viel lieber an ein Billard-Match gehen würde, es taucht auch noch der dümmliche Astolpho (Klaus Schreiber) auf, der Frisette (Stefan Kurt), die Ziehtochter des Barons, heiraten möchte.

Erik Satie (1866-1925), nicht unbedingt für besonders tiefgründige Werke bekannt, galt schon zu Lebzeiten als Hitzkopf, dem die Musik seiner Zeit missfiel. Um ihn ranken sich eigentümliche Gerüchte. So soll er angeblich immer mit einem offenen Auge geschlafen haben, nur weiße Speisen gegessen haben und er war das einzige Mitglied seiner selbst gegründeten Bruderschaft.
Sein Werk „Le piège de Méduse“ ist gespickt mit Gedankensprüngen, Missverständnissen und unlogischen Wendungen und genau das hat Jürgen Flimm jetzt sehr geschickt zu inszenieren verstanden.

Bis zum vermeintlichen Friede-Freude-Eierkuchen-Happy-End wird eifrig gesungen, getanzt, gebrutzelt und herumgealbert. Wer hier nicht vor Lachen fast vom Stuhl purzelt, der ist eindeutig fehl am Platz. Gut 75 Minuten dauert das Vergnügen, inklusive einer Pause – für die Darsteller, nicht für die Zuschauer wohlgemerkt! Eine Grenze zwischen Bühne und Zuschauerraum gibt es nicht. Alles spielt sich um den zentralen Billardtisch ab und wenn man sich traut, in der ersten Reihe zu sitzen, kann es sein, dass man sich plötzlich in einer Walzer-Tanzeinlage wiederfindet, oder in einen militärischen Rang höchster Ehre berufen wird.
Nebenher wird ein duftendes Zwiebel-Omelette gebraten; und dann wäre da natürlich noch der tanzende Affe (der von jedem mal gespielt wurde) und die wiederkehrenden Xylophon-Klänge von Saties endlos wirkendem Vexations.

Besonders faszinierend, aber sicher alles andere als einfach, ist das Klangspiel der unterschiedlich hoch gefüllten Wassergläser, das die Schauspieler beim Umkreisen des Tisches anschlagen. Spätestens jetzt wird klar: hier funktioniert das Zusammenspiel der Darsteller perfekt. Was oft so verrückt und aus der Luft gegriffen aussieht, erfordert höchste Konzentration. Da trifft es sich gut, dass sich das Ensemble schon so lange kennt und oft schon ein Blick oder ein Stichwort genügt, um sich zu verständigen.

Wer ins Theater geht, um einen tieferen Sinn hinter alldem zu suchen, der wird wohl scheitern. Aber wer sich einfach mitziehen lässt, herzhaft zu lachen und dabei die gemütliche Atmosphäre in der recht kleinen Werkstatt des Theaters genießt, wo man die Schauspieler hautnah erleben kann, der sollte diese Gelegenheit nicht verpassen.

P.S.: Wenn Sie wissen wollen, wie man Töne reinigt: einfach mit einem nassen Schwamm auswischen 😉


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Frühstück mit einer Unbekannten (2007)

Inhalt

Frühstück mit einer Unbekannten_01Die beiden könnten verschiedener nicht sein: Angelina (Julia Jentsch) – genannt Gina – ist eine lebensfrohe Hebamme, die auch mal kein Blatt vor den Mund nimmt, wenn es die Situation erfordert und für die Ordnung eher eine untergeordnete Rolle spielt. Laurens (Jan Josef Liefers) hingegen arbeitet für das Bundesfinanzministerium und liebt alles, was mit Zahlen zu tun hat. Menschen gegenüber, vor allem Frauen, verhält er sich jedoch eher zurückhaltend und nicht selten sogar tollpatschig.

Genau diese beiden Menschen treffen eines Morgens unverhofft in einem Café aufeinander und aus dieser kleinen Begegnung entsteht schon bald eine ungewöhnliche Bekanntschaft, aus der vielleicht auch mehr werden könnte. Obwohl beide irgendwie trotzdem das Gefühl haben, nicht so richtig zusammenzupassen, nimmt Laurens allen Mut zusammen und bittet Gina, ihn zum anstehenden G-8-Gipfel nach Heiligendamm zu begleiten, was sie tatsächlich annimmt.

Auf diese Weise taucht Gina in eine ganz andere Welt ein. Mit einem Mal ist die sonst doch eher bescheidene junge Frau umgeben von Luxus und einflussreichen Leuten, die buchstäblich die Welt verändern könnten. Aber – so muss Gina sehr schnell feststellen – so einfach liegen die Dinge nicht.

Erst durch Laurens wird ihr klar, wie schrecklich die Folgen extremer Armut in vielen Ländern der Dritten Welt wirklich sind und wie wenig Willen die Politiker zeigen, sich mit diesen Problemen auseinanderzusetzen. Obwohl das Team um den deutschen Finanzminister Klaus Vorschmidt (Jürgen Heinrich) alles daran setzt, die Jahrtausendentwicklungsziele in der Tagesordnung oben zu halten, fährt sich die Lage immer mehr fest und so entschließt sich Gina, mutig ihre Meinung kundzutun, was so manchen der Politiker ernsthaft ins Schwitzen bringt.
Lange lassen diese sich das aber nicht gefallen und so beschließen sie, den Störenfried loszuwerden.

von Jolli


Jolli meint:

Diesen Film könnte ich immer wieder sehen. Kritiker verweisen hier gerne auf die britische Filmvorlage „The Girl in the Café“, die mit einer ähnlichen Handlung damals sogar mit drei Emmys und dem Golden Globe ausgezeichnet wurde. Ganz so sehr wurde „Frühstück mit einer Unbekannten“ nicht mit Auszeichnungen überschüttet, aber das macht den Film nicht weniger sehenswert.

Verpackt in eine humorvolle Liebesgeschichte spricht der Film ein sehr ernstes Thema an, über das wir uns heute viel zu wenig Gedanken machen: der Tatsache, dass täglich tausende von Menschen an extremer Armut sterben. Die verschiedenen Charaktere gehen dieses Thema aus verschiedensten Gesichtspunkten an. Der Zuschauer selbst identifiziert sich recht schnell mit Gina, einer Frau aus dem einfachen Leben, die so gerne eine bessere Welt hätte, aber nicht über den notwendigen Einfluss verfügt, etwas zu verändern. Währenddessen wächst die Wut auf die Politiker, die nur Zahlen, aber keine Menschenleben kennen und die lieber ihren Wohlstand bewahren.
Laurens steht genau zwischen diesen Fronten und wird in gewisser Weise zur tragischen Figur, denn obwohl ihn das Schicksal der armen Menschen sehr berührt, kann er selbst von seiner Position als Assistent des Finanzministers nicht viel ausrichten. Er denkt, was Gina laut auszusprechen wagt, und muss am Ende dafür bezahlen, als auch er es wagt, seine Meinung offen zu äußern.

Für heitere Momente sorgt die Liebesgeschichte zwischen Laurens und Gina, die alles andere als geradlinig verläuft. Der schüchterne Laurens, der immer wieder von Ginas direkter Art überrumpelt wird, wird durch Jan Josef Liefers zu einem sehr liebenswürdigen Charakter, der den Zuschauer immer wieder zum Schmunzeln und Lachen bringt. Zu meinen persönlichen Favoriten gehört beispielsweise die morgendliche Szene im Hotelzimmer, als Gina kurzerhand Frühstück aufs Zimmer bestellt und Laurens – gerade erst aufgewacht – überhaupt nicht weiß, wie er die ganze Situation einschätzen soll. Immer wieder witzig ist auch Ginas neugierige Art, diese Welt der wohlhabenden und einflussreichen Leute zu erkunden. Ich denke dabei z.B. an die Szene als sie aus Versehen eine teure Deko-Statue ruiniert und dieses Missgeschick möglichst unauffällig zu kaschieren versucht.

Jan brilliert meiner Meinung nach in seiner Rolle, indem er den Charakter sehr überzeugend spielt, auch wenn Schüchternheit sonst überhaupt nicht zu ihm gehört. Dass er in einem Film mitspielt, der extreme Armut direkt thematisiert, kommt sicher nicht von ungefähr. Schon seit einigen Jahren engagiert er sich für die Organisation ONE.
Im Großen und Ganzen hat der Film durch seine „Schmusepolitik“ und das nicht ganz so realitätsnahe Happy End auch seine Fehler, doch es sind die kleinen Momente, die ihn so unterhaltsam und sehenswert machen. Man wird ja wohl noch träumen dürfen… 😉


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