Jan Josef Liefers

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Der Fanseiten-Rückblick auf das Jahr 2018

Wo ist die Zeit schon wieder hin?? In wenigen Stunden ist 2018 Geschichte.

Wir lassen das Jahr noch einmal Revue passieren, erfreuen uns an dem, was war, und freuen uns erst recht auf das, was kommt! :D

 


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Totengebet (2018)

Inhalt:

Foto: ZDF/Gordon Mühle

Rechtsanwalt Joachim Vernau denkt, nichts könne ihn überraschen. Doch plötzlich steht vor seiner Tür eine junge Frau, die nach ihrem Vater sucht: Rachel Cohen (Mercedes Müller). Sie kam von New York nach Berlin, um herauszufinden, was im Sommer 1990 an der US-Ostküste passiert ist. In diesem Sommer besuchte auch Vernau die Universität in Boston und war wie drei andere Mitstudenten auch in Rachels Mutter verliebt.

Mit Unterstützung der jungen Frau kontaktiert Vernau seine ehemaligen Kommilitonen. Einer von ihnen wird noch am selben Abend tot in Berlin aufgefunden, und Rachel verschwindet spurlos. Vernau ist plötzlich in eine Morduntersuchung verwickelt und beginnt, auf eigene Faust nachzuforschen. Die Spuren der jungen Frau führen ihn zurück in die USA, zur Uni nach Boston und in die eigene Vergangenheit. Und plötzlich ist, mehr als 25 Jahre danach, das Leben von Joachim Vernau in Gefahr, weil jemand auch noch nach so vielen Jahren die Wahrheit verheimlichen will.

[Quelle: ZDF Presseportal]


Trailer:


Rezensionen:


Links:


Offizielle Pressefotos:

 


Schnappschüsse rund um die Dreharbeiten:

 

 


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Die 7. Stunde (2016)

Inhalt:

© ZDF /Conny Klein

© ZDF /Conny Klein

Ein mörderisches Spiel, ein rätselhafter Selbstmord und ein quälendes Geheimnis: Als Anwalt Joachim Vernau (Jan Josef Liefers) an einer Berliner Privatschule eine Jura-AG übernimmt, begegnen ihm die Schüler voller Vorbehalte. Vernau findet heraus, was hinter dem Schweigen steckt. Doch da ist es fast zu spät. „Die 7. Stunde“ handelt von Schuld und Verantwortung und der Hilflosigkeit aller angesichts dessen, was nicht sein darf.

Der Berliner Anwalt Joachim Vernau (Jan Josef Liefers) bekommt ein lukratives Angebot: Er soll die Jura-AG einer Privatschule leiten. Vernau übernimmt die siebte Stunde. Doch gleich am ersten Tag kommt es zu einem Eklat. Rektorin Katharina Oettinger (Sophie von Kessel), eine alte Schulfreundin seiner Kanzleikollegin Marie-Luise Hoffmann (Stefanie Stappenbeck), hat verschwiegen, dass ein Mädchen aus Vernaus Klasse vor ein paar Monaten Selbstmord begangen hat.

Angeblich soll Sami (Emilio Sakraya Moutaoukkil), ein Junge mit libanesischen Wurzeln von der Hauptschule zwei Straßen weiter, damit zu tun haben. Doch litt Clarissa wirklich nur unter Liebeskummer? Vernaus Schüler, allen voran Samantha (Isolda Dychauk) und Matthias (Samuel Schneider), verschließen sich mehr und mehr. Vernau kommt dahinter, dass an der teuren Privatschule Rollenspiele gespielt wurden. Eines der Spiele geht zurück auf uralte Krankenakten, die irgendjemand auf dem Schuldachboden gefunden haben muss. Denn das Schulgebäude beherbergte vor langer Zeit einmal eine Nervenheilanstalt. Das Spiel „Die schwarze Königin“ beruht auf den Wahnvorstellungen einer Kindsmörderin. Als eine weitere Schülerin Opfer eines Giftanschlags an der Schule wird, grassiert die Angst. Vor allem, weil sich die Anzeichen mehren, dass trotz Verbot und drakonischen Strafen bis hin zum Schulverweis die Rollenspiele weitergehen.

Vernau findet Zugang zu einer Gruppe, die nachts LARP – Live Action Role Playing – in einem Berliner Park spielt. Von diesen „Vampiren“ erfährt er, dass vor einiger Zeit jemand mit echten Waffen aufgetaucht ist und von einem neuen Spiel erzählt hat, bei dem es Tote geben wird. Sie haben diesen Irren rausgeworfen und nicht mehr mitspielen lassen. Und dieser Irre will sich nun rächen. Als Vernau herausfindet, wer dahinter steckt, ist es fast zu spät.

[Quelle: ZDF]



Baggi meint:
Die 7. Stunde ist mein Lieblingsbuch von Elisabeth Herrmann. Ich habe es verschlungen, so ’speziell‘ es auch ist. Und ich habe nicht besonders überrascht zur Kenntnis genommen, dass es (nach dem ersten und bislang wohl besten Film der Reihe, Das Kindermädchen) nicht an zweiter Stelle in Angriff genommen wurde, sondern Die letzte Instanz und Der Mann ohne Schatten vom ZDF vorgezogen wurden.

Und dann kam die Info, dass Die 7. Stunde doch noch umgesetzt wird – und ich habe mich gefragt, wie das bei dem komplexen Werk mit dem wuchtigen Ende auch nur annähernd befriedigend passieren soll.
Nun, es ist nicht befriedigend. Leider.
Jemand, der nicht weiß, worum es geht, kann den Film natürlich unvoreingenommen genießen und sich vor allem an dem grandios aufspielenden Jan Josef Liefers erfreuen. Er allein reicht, dem ganzen Werk Leben einzuhauchen, keine Frage. Auch seine Mutter, deren Haushälterin „Hütchen“ und vor allem seine Kanzleipartnerin Marie-Louise Hoffmann sind wieder wunderbar umgesetzt von den jeweiligen Schauspielerinnen. Ich möchte wirklich niemanden in diesem Team missen!

Aber von der Geschichte des Buches ist mir entschieden zu viel verloren gegangen. So verwirrend, düster, dunkel spannend und gleichzeitig immer wieder von Humor durchbrochen die Vorkommnisse über mehrere hundert Seiten erzählt werden, wird die Handlung für den Bildschirm derart zusammengekürzt, derart entfremdet, dass ich wirklich enttäuscht war.
Die Schüler – bis auf Samantha – bleiben allesamt blass und praktisch kaum in Erinnerung. Unmengen an Handlungssträngen, Szenen, die mich im Buch laut auflachen oder auch gespannt hektisch weiterlesen ließen, wurden komplett geopfert. Und das ist für mich, auch wenn Elisabeth Herrmann selbst für das Drehbuch verantwortlich zeichnet, keine gelungene Umsetzung gewesen. Schade.
Wie schon bei Der Mann ohne Schatten vermisse ich die Tiefe, die Komplexität in diesem Werk, weiterhin den Witz und die Spannung, die die Bücher ausmachen. Dieser Film ist, wie sein unmittelbarer Vorgänger auch, nichts Halbes und nichts Ganzes. Schön, ja – aber man hätte so viel mehr draus machen können!

Die Umsetzung aller Vernau-Bücher krankt für mich immer an der gleichen Problematik: die komplexen Erzählungen können einfach nicht auf 90 Minuten Fernsehzeit komprimiert werden. Punkt. Wenn das ZDF sich irgendwann dazu durchringen könnte, einen Zweiteiler daraus zu machen, diesen fesselnden Geschichten im wahrsten Sinne des Wortes mehr Raum zu geben, es wäre für mich der Durchbruch. Doch solange sich das nicht ändert, gilt: egal wie wunderbar die Schauspieler sind, sie allein können auch nicht retten, was das (zusammengestampfte) Drehbuch nicht hergibt.


Manu meint:

Ich kann nun nicht gerade behaupten, dass ich einen bestimmten Lieblings-Vernau von Elisabeth Herrmann habe, denn eigentlich mag ich sie alle und hab einen nach dem anderen genüsslich „verputzt“. Aber auf die Verfilmung von „Die 7. Stunde“ war ich schon deshalb sehr gespannt, weil ich mich bereits beim Lesen fragte, wie man dieses schwierige Thema wohl angehen wird.

Ich schließe mich zu großen Teilen der Meinung Baggis an. 90 Minuten waren dann wohl für dieses komplexe Thema genau 90 Minuten zu wenig. Ein Zweiteiler wäre die perfekte Lösung gewesen, um dem Stoff gerecht zu werden. Nun gut, alles in allem wurde das Beste in der Kürze der Zeit daraus gemacht. Und hätte ich nicht den Roman gelesen, gäbe es sicher rein gar nichts zu meckern. Blendet man diesen beim Schauen aus und lässt den Film so wirken wie er ist, ist er durchweg spannend und erwartungsgemäß grandios gespielt von Jan Josef Liefers und Stefanie Stappenbeck sowie Elisabeth Schwarz und Carmen-Maja Antoni als Mama und Hüthchen. :) … und diesmal hatte sogar der Schrauber Jazek ein Gesicht. Erwähnte ich schon, dass ich  mich schon sehr auf „Versunkene Gräber“ freue? ;)


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Morgen nicht verpassen! – der neue Vernau-Krimi „Der Mann ohne Schatten“

Quelle: E. Herrmann

Quelle: E. Herrmann

Am 12. Januar 2015 um 20:15 Uhr ZDF ist es endlich wieder soweit. Dann ermittelt Jan Josef Liefers als Anwalt Vernau in „Der Mann ohne Schatten“. Es ist inzwischen sein dritter Fall.

Die bisherigen Vernau-Verfilmungen der Bestseller-Kriminalromane „Das Kindermädchen“ (2012) und „Die letzte Instanz“ (2014) stammen ebenfalls beide aus der Feder von Elisabeth Herrmann unter der Regie von Carlo Rola. Sie erzielten auf dem Sendeplatz „Fernsehfilm der Woche“ im ZDF jeweils die Jahreshöchstquote („Das Kindermädchen“ 6,69 Mio Zuschauer und „Die letzte Instanz 7,78 Mio Zuschauer). [Quellenetworkmovie]

Wir haben den Film bereits im letzten Jahr beim Filmfest in Hamburg gesehen und waren begeistert. Unseren spoilerfreien Bericht findet Ihr hier im Blog. Auch wenn wir den Film schon kennen, wir werden sicherlich noch einmal einschalten.

Hier der Trailer:

Einige Ausschnitte aus dem Film sowie verschiedene Interviews, u. a. mit Jan Josef Liefers sind im folgenden Video von filmfestblog zu sehen:


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Sendetermin für „Der Mann ohne Schatten“ am 12.01.2015

Der Mann ohne Schatten (3)Vernau-Fans aufgepasst!

Lange haben wir drauf gewartet. Am 12. Januar 2015 um 20:15 Uhr strahlt das ZDF „Der Mann ohne Schatten“ aus, den neuen Fall von Anwalt Joachim Vernau gespielt von Jan Josef Liefers.

Wir werden – wie gewohnt – rechtzeitig noch einmal an den Sendetermin erinnern. Es schadet allerdings nicht, sich das Datum schon einmal im Kalender zu notieren ;-)

Das Fanseitenteam war im Oktober live bei der Premiere im Rahmen der Filmfestspiele in Hamburg dabei. Unseren spoilerfreien Bericht findet Ihr hier im Blog. Auch wenn wir den Film schon kennen, wir werden sicherlich noch einmal einschalten.

Auf ihrer Facebookseite hat die Drehbuchautorin Elisabeth Herrmann einige tolle Fotos veröffentlicht, die wir Euch nicht vorenthalten wollen:

Einige Ausschnitte aus dem Film sowie verschiedene Interviews, u. a. mit Jan Josef Liefers sind im folgenden Video von filmfestblog zu sehen:

Und wer sich bis Januar so richtig in Vernau-Stimmung bringen möchte, dem legen wir auch die Vorgängerfolgen ans Herz, die im Dezember auf ZDFneo wiederholt werden:

21. Dezember 21:45 (ZDFneo) Das Kindermädchen
22. Dezember 02:10 (ZDFneo) Das Kindermädchen
28. Dezember 21:45 (ZDFneo) Die letzte Instanz


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Der Mann ohne Schatten – Premiere beim Filmfest Hamburg

Der Mann ohne Schatten (3)Passend zum Tag der Deutschen Einheit wurde am 3. Oktober bei den Filmfestspielen in Hamburg der dritte Teil der ZDF-Krimis um den Anwalt Joachim Vernau gezeigt –  ‚passend‘ deshalb, weil die Geschehnisse rund um Vernau einmal mehr eng mit der Geschichte der ehemaligen DDR verknüpft sind.
Diese neue Folge trägt den verheißungsvollen Titel Der Mann ohne Schatten und stammt natürlich wieder aus der Feder von Elisabeth Herrmann.

Im Gegensatz zu seinen beiden Vorgängern (Das Kindermädchen und Die letzte Instanz) gab es zu dieser Folge keine Romanvorlage, sondern lediglich ein Drehbuch. So war die genaue Handlung bislang weitgehend unbekannt bis auf die kurzen Inhaltsangaben, die im Netz zu finden sind. Umso gespannter waren Daniela und ich, welches Schicksal den Anwalt Vernau in Kuba erwarten würde und sind nach Hamburg gefahren, um den Film vorab auf der Kinoleinwand zu sehen. Weiterlesen


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Die letzte Instanz (2014)

Inhalt:

Die letzte InstanzDer Rechtsanwalt Joachim Vernau (Jan Josef Liefers) zählte zu den ganz Großen der Anwaltszunft. Nach seinem letzten Abenteuer („Das Kindermädchen“) wurde er nach eigenen Worten allerdings einen Kopf kürzer gemacht und muss seither kleinere Brötchen backen. Unerschütterlich kämpft er dennoch mit seiner Kollegin Marie-Luise Hoffmann (Stefanie Stappenbeck) in abgewrackten Kanzleiräumen in der Winterkälte ohne Heizung und mit selbst gemachten Visitenkarten weiter für die gute Sache. Nur ist es nicht ein Fall von 20 Mio. Euro Steuerhinterziehung, sondern lediglich ein Bagatellfall von 20 Euro Ladendiebstahl und damit bringen sie ihre Kanzleigemeinschaft finanziell auf keinen grünen Zweig.

Vernau kann seinen obdachlosen Mandanten Hans-Jörg Hellmer (Udo Samel) nicht vor einer Verurteilung wegen eben dieses Ladendiebstahls bewahren, dann wird Hellmer vor dem Gerichtsgebäude auch noch fast von einer älteren Dame, Margarethe Altenburg (Gudrun Ritter), erschossen. Hellmer kann fliehen und die alte Dame erleidet einen Schwächeanfall. Ungefragt sowie zunächst ungewünscht drängt Vernau ihr seine Hilfe auf.Noch während Vernau auf Wunsch von Altenburg nach Görlitz reist und dort auf einen ihrer Weggefährten, Otmar Koplin (Rolf Hoppe) trifft, verstirbt die alte Dame. Mit Hilfe von Marie-Luise und dem Journalisten Alttay (Rolf Kanies) versucht Vernau, Licht ins Dunkel zu bringen, was ihn binnen kurzer Zeit in einen neuen Fall verwickelt, denn es scheint eine Verbindung zwischen Altenburg, Hellmer und Koplin zu geben. Und welche Rolle spielt Rosie von der Bahnhofsmission (Sandra Borgmann)? Alle scheinen ein dunkles Geheimnis in der Vergangenheit zu haben.

Unbeeindruckt von den noch kalten Märztagen in Berlin und seiner etwas glücklosen Lebenssituation bleibt Vernau an dem Fall dran. Seiner Beharrlichkeit und seinem Charme kann dann letztlich auch die Staatsanwältin Salome Noack (Katharina Müller-Elmau) nicht widerstehen.

Als dann plötzlich Hellmer stirbt und der Gerichtsmediziner,  Professor Michael Tsokos (himself), einen natürlichen Tod ausschließt, wird Vernau klar, dass er Hinweise zur Lösung des Falles in der Vergangenheit in Görlitz suchen muss und er wird dort fündig…

Natürlich fehlen auch dieses Mal Mutter Vernau (Elisabeth Schwarz) und Hüthchen (Carmen-Maja Antoni) nicht.

von Mara_Thoni


Gabi meint:

Der Film hat mir gefallen. Vernau ist so ein grundsympathischer Typ, und die meisten anderen Rollen glaubhaft, von der bereits erwähnten Staatsanwältin abgesehen, hier wurde wirklich Potential verschenkt. Vielleicht wollte der Film einfach zu viel und musste daher zwangsläufig einige Themen nur streifen (Treuhand!) und Charaktere unausgearbeitet lassen. Das ist in einigen Fällen durchaus ein Plus,  der „Graue“ bleibt geheimnisvoll, Nebenfiguren wie der Journalist oder der obdachlose Studienkollege erhalten in kurzen Szenen Kontur und sind nicht nur Statisten, so etwas mag ich. Den Mann der Staatsanwältin hingegen und das Verhältnis dieses sonderbaren Paares zueinander fand ich nicht so gelungen. Das war entweder zuviel oder zuwenig und hinterließ nur eine gewisse Ratlosigkeit, was das nun sollte.

Jan Josef Liefers schlüpft einmal mehr so perfekt in die Rolle, dass ich zeitweise tatsächlich vergessen habe, wer da spielt. Ehrlich. Das war Joachim Vernau, dem ich da zugesehen habe. Mit Boerne sehe ich nun überhaupt keine Ähnlichkeit, darauf kann auch nur kommen, wer seine vorgefasste Meinung hegt und pflegt…

Was die Buchvorlage angeht, ich kann alle Teile nur empfehlen, Elisabeth Herrmanns versteht es vortrefflich, Mensch und Situationen lebendig werden zu lassen.


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„Die letzte Instanz“ – ein neuer Fall für Jan Josef Liefers als Anwalt Vernau

2014-01-14 - Die letzte Instanz - Termin

Wieder gerät der Anwalt Joachim Vernau (Jan Josef Liefers) in einen spannenden Kriminalfall, als eine alte Dame (Gudrun Ritter) vor dem Landgericht Berlin auf einen Obdachlosen schießt. Vernau bietet ihr vor Ort seine Hilfe an. Noch während er der Bitte der Frau nachkommt, ihr aus ihrer Heimatstadt Görlitz ein paar persönliche Sachen zu holen, verstirbt sie an den Folgen ihres Schwächeanfalles im Krankenhaus. Vernau jedoch lässt der Fall nicht los… Weiterlesen


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Interview mit Elisabeth Herrmann zu ihrem neuen Roman „Versunkene Gräber“

elisabeth herrmann bei zibbAm 16.12 2013 erscheint Elisabeth Herrmanns neuer Roman „Versunkene Gräber“. Hierbei handelt es sich um den vierten Teil der Krimireihe um den Anwalt Joachim Vernau, der in den bisherigen zwei Verfilmungen („Das Kindermädchen“, „Die letzte Instanz“) von Jan Josef Liefers zum Leben erweckt wird.

In der RBB-Sendung zibb vom 12.12.2013 gab Elisabeth Herrmann in einem interessanten Interview einen Einblick in ihre schriftstellerische Arbeit und ihren neuen Roman, der, wie sie selbst verriet, wieder mit Jan Josef Liefers in der Hauptrolle verfilmt wird. Die Dreharbeiten führen diesmal sogar nach Kuba. Wir dürfen also sehr gespannt sein.


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Bei den Dreharbeiten mit Jan Josef Liefers – Ein Gastbeitrag von Elisabeth Herrmann

Elisabeth Herrmann, die Autorin von ‚Das Kindermädchen‘ und ‚Die letzte Instanz‘,  hat uns ihre Eindrücke von den Dreharbeiten geschildert. Vielen Dank!

Ein Besuch bei Dreharbeiten – und dann auch noch am Set mit Jan Josef Liefers! Ich weiß noch genau, als ich zum allerersten Mal zum Set vom „Kindermädchen“ kam. Ein unbeschreibliches Gefühl. Alles, was man sich in einsamen Stunden am Schreibtisch vorgestellt hat, ist auf einmal real. Das Haus, die Kanzlei, und … auf einmal kommt einem der Anwalt Joachim Vernau entgegen. Eine Figur, die ich mir ausgedacht hatte, wird lebendig … genauso war es auch jetzt wieder bei der „Letzten Instanz“.

Jan Josef Liefers ist einer der wenigen deutschen Schauspieler von internationalem Format. Ich bin so stolz, dass er den Vernau spielt! Am Set ist er hochkonzentriert und hyperprofessionell. Vorbereitet bis ins Detail. Und weit darüber hinaus. Meine Drehbuchfehler oder Nachlässigkeiten werden durch seinen Witz und seine Phantasie geradezu genial ausgebügelt. Die Krankenhausszene zum Beispiel. Zwei Menschen unterhalten sich. Ist ein bisschen wenig, nicht wahr? Also schält JJL einen Apfel und reicht ihn schließlich Gudrun Ritter mit der Attitüde eines Paris, der die Schönste ausgewählt hat. Großartig. Wäre ich nie drauf gekommen. Ein kleines Detail, das ich nur am Rande erwähne, das dieser Szene aber noch viel mehr gibt als den reinen Austausch von Informationen und das zeigt, wie unglaublich wertvoll und wie schön es ist, wenn ein Schauspieler seine Rolle nicht nur spielt, sondern in diesen Momenten vor der Kamera lebt.

Übrigens herrscht an einem Filmset absolute Disziplin. Wenn es „Ruhe“ heißt, herrscht Ruhe. Wenn etwas gebraucht wird, ist  es in Sekundenschnelle da – weil schon längst vorhergesehen und vorbereitet. Und wenn die Klappe fällt? Dann wird aus Vernau wieder Liefers. Unglaublich nett und sympathisch. Nicht die Spur von Superstar-Allüren. Dabei ist er einer, und wir alle freuen uns einen Wolf, dass wir ihn für diese Rolle begeistern konnten.

Am Anfang habe ich ja vor Aufregung die Zähne nicht auseinandergekriegt. Ich weiß noch, wie wir uns zum ersten Mal trafen. Im Einstein Unter den Linden war das, und er rauschte mit seinem Motorrad an und die Chemie am Tisch änderte sich schlagartig. Wow, Liefers kommt! Wahnsinn! (Also, ich dachte das. Die anderen waren ja Profis. Aber man hat gemerkt, wie viel Wertschätzung man ihm entgegenbringt). Und dann erzählte er, dass er das Buch gelesen hat (und glaubt mir, das tun wirklich nicht alle! :), stellte Fragen, war unglaublich interessiert und umwerfend nett.

Auch heute wieder. Der Produzent Dietrich Kluge und ich standen auf der Straße vorm ZDF-Studio, wo eine Szene gedreht wird. Regisseur Carlo Rola war noch unterwegs von einem anderen Drehort. Es gibt Leute, die grüßen kurz und verschwinden dann in ihrem geheizten Wohnwagen. Liefers blieb bei uns, erzählte vom Dreh, zeigte uns Fotos, stand im eiskalten Wind und  riss Witze. Das kann er fast noch besser als spielen :)).

Ich weiß natürlich, so ein Filmdreh ist für alle, die dabei sind, harte Arbeit. Für mich als Zaungast aber sind das einfach nur aufregende und schöne Wochen. Die Befangenheit vor den großen Stars hat sich mittlerweile gelegt, glücklicherweise. Aber mitzuerleben, wie aus einer Geschichte ein Film wird, ist eine verdammt großartige Sache.
Morgen ist der letzte Drehtag in Berlin, dann geht es nächste Woche nach Görlitz, und dann ist Schluss. Vorerst. Wenn „Die letzte Instanz“ genauso erfolgreich wird wie „Das Kindermädchen“, dann hoffe ich sehr, dass wir auch den dritten Vernau noch machen dürfen. Der vierte ist jedenfalls als Roman gerade im Entstehen.