Jan Josef Liefers

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Autorenteamtreffen beim Konzert von Jan Josef Liefers und RADIO DORIA in Bonn

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Eine ganze Weile lang bettelte meine große Tochter (8 Jahre) immer mal wieder, dass sie mich einmal auf ein Konzert begleiten darf. Ich wollte ihr diesen Wunsch prinzipiell gern erfüllen, aber das gestaltete sich eher schwierig – es gibt einfach wenig Gelegenheiten, ein Kind in dem Alter mitzunehmen. Die Musik muss ihr natürlich gefallen, was eben längst nicht immer der Fall ist; Open Air z.B. ist wegen des Wetters kritisch (nasse Kinder sind mürrische Kinder ;o), Stehkonzerte gehen bei der geringen Körpergröße gar nicht, eine weite Anreise ist ebenso ein k.o.-Kriterium… ich hatte eigentlich schon gar nicht mehr drüber nachgedacht, sie hat irgendwann auch nicht mehr davon gesprochen und das Thema war erst einmal ganz abgehakt.

Anfang März war ich ja mit Mara_Thoni relativ kurzentschlossen nach Gütersloh gefahren und habe wohl so begeistert von Radio Doria berichtet, dass Maike mich spontan gefragt, ob sie nicht mitkommen kann nach Bonn ins Opernhaus. Damit hätte ich nicht gerechnet und wäre auch nie darauf gekommen. Im ersten Moment habe ich nein gesagt, denn wir vom Autorenteam hatten die Karten schon vor einem knappen Jahr erstanden und es war klar, dass in Reihe zwei, in meiner Nähe, kein Platz mehr frei sein würde.

Aber dann habe ich angefangen zu überlegen: Bonn, praktisch vor der Haustür. Zur Not, wenn alle Stricke reißen würden, könnte mein Mann das Kind abholen kommen. Sie kennt und mag Jan Josef Liefers, durfte Teile vom Quiz 2012 und 2013 schauen (und hatte einen Heidenspaß dabei), weiß, dass er den Löwen Alex spricht, den sie sehr liebt. Alle Lieder sind deutsch, sämtliche Moderationen und Anekdoten ebenfalls, es sollte ein bestuhltes Konzert sein, was bedeutete, dass Maike gut würde sehen können… besser konnten die Voraussetzungen ja eigentlich nicht sein.

Also habe ich meine Kollegen vom Autorenteam gefragt, ob sie ein Problem damit hätten, wenn uns ein Kind begleiten würde. Natürlich hatte niemand ein Problem damit, ganz im Gegenteil. Alle haben mich ermutigt, Maike mitzubringen, weil es einfach eine einmalige Gelegenheit war.

Ich habe dann mit dem Opernhaus telefoniert und geklärt, ob Maike, wenn ich ihr eine Karte für den ersten Rang besorgen würde, statt auf ihrem Platz einfach auf meinem Schoß sitzen dürfe. Die nette Frau am Apparat war zwar etwas ahnungslos aber sehr freundlich, meinte, ich solle das durchziehen, das könne ja kein Problem sein. Also habe ich kurzentschlossen eine Woche vor Termin eine Karte für das Kind gekauft, in Reihe zehn ganz am Rand. Ich habe mit Maike vereinbart, sollte sich jemand beklagen, wenn sie da vorne in der zweiten Reihe bei mir sitzt, würden wir uns auf ihren Platz zurückziehen und dort dann sicher niemanden stören.

Maike stand seitdem eine Woche unter Strom und war die ganze Zeit aus lauter Vorfreude hellauf begeistert.

Die Anreise, das Treffen mit dem Team, die Wartezeit bis zum Beginn des Konzerts, sie hat alles wunderbar mitgemacht und war dann mehr als gespannt, als sie auf meinem Schoß saß und die langsam startenden Nebelmaschinen ankündigten, dass es nun losgehen würde.

Die Band kam auf die Bühne, legte ordentlich los und der Sound war so überwältigend, dass meine große Kleine sich in den ersten paar Minuten immer mal ganz unauffällig ein Ohr zugehalten hat. ;o) Aber bald hatte sie sich daran gewöhnt und das Treiben auf der Bühne begeistert und fasziniert verfolgt.

Jeder Musiker wurde genauestens beobachtet, sie fragte mich ganz ungläubig, wie Jan sich denn bitteschön den (immer wieder krassen) Anfang von „Pralles Leben“ merken könne, wie schnell um alles in der Welt Timon Fenner seine Hände bewegen könne und ob die Geschichte mit dem Gitarrenlehrer wirklich stimmen würde (die hat sie wirklich sehr beeindruckt, sie hat mich am darauffolgenden Tag noch mehrfach darauf angesprochen. 😀 )

Es war toll zu sehen, wie sie mitgegangen ist, mitgewippt, gejubelt und begeistert geklatscht hat. Auch die schönen Animationen auf der Leinwand und vor allem die Bilder des Vollmondes im Hintergrund haben es ihr angetan, sie wusste manchmal gar nicht, wo sie zuerst hinschauen sollte.

Bei den Zugaben und Standig Ovations, als die Stimmung wirklich auf dem Höhepunkt war, habe ich sie kurzerhand auf den Sitz gestellt und wir haben die letzten Minuten des Konzerts in vollen Zügen genossen. Ich bin sicher, von ihr aus hätte das noch eine ganze Weile so weitergehen können, sie war wirklich sehr begeistert.

Als mein Mann sie am nächsten Morgen gefragt hat, welche Stücke ihr am besten gefallen haben, war ihre Antwort: „Die beiden Lieder über den Mond“. Und sie hat dann, zu meinem großen Erstaunen, noch Textfragmente dazu zitiert. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass das so hängenbleiben würde – ein deutliches Zeichen, dass ihr die Lieder wirklich sehr gut gefallen haben. Aber, da muss ich jetzt ganz ehrlich sein: auch wenn es mir für die Band etwas leidtut, das was für Maike das Allerbeste war, war die Ballerina – sie tanzt selber seit ein paar Jahren und war schlicht und einfach verzaubert. 😀

Eins steht fest, sollte ich nochmals auf ein Konzert der Band gehen, wird Maike nichts unversucht lassen um mich begleiten zu dürfen. Sie hat den Abend wirklich ebenso genossen wie wir Erwachsenen. 😀 Und an dieser Stelle ein riesen Dankeschön an meine Teamkollegen, die so nett zu Maike waren und zu einem Großteil verantwortlich dafür, dass der Abend so schön war! 😀 

Hier noch die Links zu den Rezensionen im Netz:

 

Autor: Baggi

Yesterday is history, tomorrow a mystery. But today is a gift, that's why it's called the 'present'. (Bil Keane)

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