Jan Josef Liefers

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Ein Kommentar

Die Blumen von gestern (2017)

Inhalt:

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© Edith Held / Four Minutes Filmproduktion

Toto (Lars Eidinger), ein deutscher Holocaustforscher und Nachfahre prominenter NS- Täter, leidet unter seiner Herkunft, seiner Karriere und seinem Menschenhass. Inmitten seiner tiefsten Lebens- und Ehekrise gerät er an die französische Forscherassistentin Zazie (Adèle Haenel), deren Großmutter in Auschwitz ermordet wurde. Ihr bemerkenswert sprudelndes, offenes und unkonventionelles Wesen tut er vorerst als dumm ab; doch schließlich berührt Zazie ihn und er wagt den Sprung über den Schatten seiner Existenz. Sein berufliches und familiäres Dasein wird mehr als auf den Kopf gestellt. Die Geschichte einer Beziehung, die messerscharf am Rande einer Romanze entlanggleitet …

[Quelle: AD PR]

Kinostart: 12. Januar 2017



Manu meint:

Totila, ein Holocaustforscher, dessen Großvater als SS-Offizier an den Verbrechen der NS-Zeit beteiligt war, verliebt sich ausgerechnet in seine Praktikantin, die französische Jüdin Zazie. Täter und Opfer – eine spannende Verbindung. Adèle Haenel und Lars Eidinger, trotz des vorhandenen Altersunterschiedes, spielen ihre Rollen souverän, ohne auch nur einen Moment lächerlich oder seltsam zu wirken. Ihr Zusammenspiel zu sehen, ist eine echte Freude. In der Rolle als Totilas Chef und Zazies Ex ist Jan Josef Liefers zu sehen. Sein komödiantisches Talent passt perfekt zur arroganten Person Balthasars. Nur logisch, dass es nicht lange dauert, bis es richtig eins auf die große Klappe gibt. 😀

Chris Kraus ist der Spagat zwischen Vergangenheitsbewältigung und der richtigen Prise Humor sehr gut gelungen. Ebenso wie fließende Dialoge und auf den Punkt sitzende Pointen, erlaubt er sich sogar Seitenhiebe auf die mangelnde Aufarbeitung der NS-Verbrechen. Die Balance zwischen Tragik und Komik ist den ganzen Film über gelungen.

Fazit: „Die Blumen von gestern“ ist ein absolut sehenswerter Film, der in letzter Zeit zu Recht einige wichtige Auszeichnungen abgeräumt hat. Weiterhin ist er für den Deutschen Filmpreis 2017 in acht Kategorien nominiert. Noch läuft der Film in Deutschland zumeist in kleineren und Club-Kinos. Vielleicht ist er auch noch in eurer Nähe zu sehen. Nutzt dazu bitte den Kinofinder.


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Vier gegen die Bank (2016)

Inhalt:

3424_Main_AW2_Vier_Gegen_Die_Bank.inddSchon lange haben der Boxer Chris (Til Schweiger), der Werbefachmann Max (Matthias Schweighöfer) und der Schauspieler Peter (Jan Josef Liefers) jeder für sich Geld bei der Bank angespart, um ihre Zukunft zu sichern und persönliche Träume zu erfüllen. Doch weil er sich des eigenwilligen Anlageberaters Tobias (Michael Bully Herbig) entledigen will, sorgt der skrupellose Bankdirektor Schumacher dafür, dass sich die Ersparnisse der Männer in Luft auflösen. Verzweifelt und wütend zugleich, tun sich die vier Geschädigten zusammen, um sich an Schumacher und seiner Bank zu rächen.

[Quelle: filmstarts.de]

 


Trailer


Rezensionen

Daniela meint:

Der große Wolfgang Petersen kommt mit einem Film zurück nach Deutschland, und noch dazu ein Remake. Da liegt die Messlatte gleich mal ein Stückchen höher und einige Kritiker unkten schon herum, bevor der Dreh überhaupt angefangen hatte. Dass auch die vier Hauptdarsteller mit ihren so unterschiedlichen Charakteren polarisieren würden, war klar. Ich wollte mich davon einfach nicht beeinflussen lassen, mir den Film ganz unbefangen ansehen und habe ihm entspannt und mit Vorfreude erwartet.

Die Geschichte rund um den Banküberfall war bekannt und daher kein Geheimnis. Umso schwieriger, den Zuschauer trotzdem zu fesseln. Und genau das schafft der Film.

Er ist flüssig und stringent erzählt. Es gibt absolut keinerlei Längen. Normalerweise ist das eigentlich optimal. Der Film ist aber auch ein Dauerfeuerwerk an wirklich guten Gags und so habe ich mir manchmal fast kleine Pausen gewünscht, um die Lachtränen wegzuwischen und wieder einigermaßen gerade auf den Kinositz zu kommen. Aber der Zuschauer wird einfach nicht geschont, die Brüller des Film kommen Schlag auf Schlag und sie sitzen alle, keiner wirkt gekünstelt und um des Lachers wegen platziert.

Die Rollen für die vier Hauptdarsteller passen wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge und sind wirklich liebevoll in Szene gesetzt. Gleiches gilt auch für die tollen Nebendarsteller, so z. B. Fahri Yardim als Penner und der aus dem Tatort Münster bekannt Thomas Heinze als charmanter Fiesling, wieder mit dünnem Oberlippenbart. Es ist spürbar, dass alle unheimlich viel Spaß beim Dreh hatten und sich gut verstanden haben.

Darüberhinaus weist der Film so viele kleine, aber feine Details auf, die einen Schmunzeln lassen. Eine sei hier erwähnt, ohne zu spoilern: Jan spielt ja einen in die Jahre gekommenen Schauspieler. Seine Film-Ehefrau fragt ihn, ob er sich denn nicht mal in einem anderen Beruf versuchen wolle, z. B. Tischler… Ein Schelm, wer bei dieser Anspielung auf Jans zuerst gelernten Beruf Böses denkt.

Wirklich ein ganz wunderbarer Film, genau richtig, um Weihnachten, einfach mal Spaß zu haben. Ich werde ihn mir mit Sicherheit noch einmal ansehen, soviel ist klar.


Baggi meint:

Der Film ist temporeich, extrem lustig und niemals langweilig – und obwohl man denkt, man weiß, was kommt, wird man doch noch ein ums andere Mal überrascht. Wie schön, dass der Trailer nicht zu verräterisch ist und vor allem nur einen Bruchteil der Gags verbrät, die sich in diesem Film tummeln!

Die Hauptdarsteller: genial gewählt! Wenn man hört, dass die Besetzung zu Anfang anders geplant war und dass Til beispielsweise für die Rolle angedacht war, die jetzt Jan übernommen hat, kann ich nur sagen: das noch einmal durchzuwürfeln, war die absolut richtige Entscheidung!!! Das reichlich unbeholfene, doch recht enthusiastische Gangster-Quartett ist sehr sympathisch in Szene gesetzt.
Michael Bully Herbig spielt seinen Charakter in meinen Augen einfach legendär gut, er ist unfassbar peinlich und linkisch und wird mächtig herumgestoßen. Dabei ist er aber sowas von liebenswert, man verspürt von der ersten Sekunde an den großen Drang, ihn in einer Tour zu knuddeln. Man will absolut nur das Beste für ihn. 🙂
Jan ist als ehemalige Filmgröße, die noch nicht ganz bemerkt hat, dass seine Glanzzeiten vorbei sind, schlicht zum Schreien und einfach nur niedlich. Ich hatte  das Gefühl, er musste sich beim Dreh ständig ein Grinsen verkneifen, weil alles so herrlich schräg war.
Tils Rolle des abgehalfterten Boxers passt zu ihm, wie die Faust auf die Nase (pun intended). Wie seine prollige und leicht IQ-unterversorgte Figur alle paar Sekunden mit dem von Mathias Schweighöfer toll dargestellten Yuppie kollidiert, ist herrlich. Keine Atempause hier, die zwei schenken sich nichts!
Alle weiblichen Rollen sind genial und überraschen nicht weniger als ihre männlichen Gegenparts – und die promineten Nebendarsteller setzen dem Ganzen die Krone auf. 😀

Fazit: Herrlichstes Popcornkino, das viel zu schnell vorbeigeht. Wolfgang Petersens Timing ist genial, die Darsteller so locker und leicht, es ist ein Heidenspaß. Ich hätte diesem Team noch ewig zuschauen können!


Manu meint:

In den letzten Jahren gab es viele gut gemachte deutsche Komödien, aber keine hat mich so amüsiert wie ‚Vier gegen die Bank‘. Das Kleeblatt Liefers, Schweiger, Schweighöfer und Herbig ist die ideale Besetzung für diesen Kinospaß der Extraklasse. Man merkt allen Beteiligten deutlich den Spaß an, den sie bei den Dreharbeiten hatten: mal nach Herzenslust dem Affen Zucker geben. 🙂

Streckenweise bleibt einem schlicht vor Lachen die Atmung weg. Knackige Aktionen, nicht übertrieben, sondern genau auf den Punkt und keine Gags um jeden Preis in einer turbulenten Handlung passten wie der sprichwörtliche Ar*** auf den Eimer. Ansonsten kann ich mich der Meinung meiner Kolleginnen nur anschließen. Wolfgang Petersens Film ist Unterhaltung und Spaß für die ganze Familie. Von mir also die absolute Anschauempfehlung!

Nichts wie los und vielleicht sogar die Weihnachtsfeiertage für einen wirlich lohnenswerten Kinobesuch nutzen!


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Mörderische Stille (2017)

Inhalt:

Foto: ZDF / Gordon Timpen

Foto: ZDF / Gordon Timpen

In der Bucht von Wilhelmshaven taucht eine Wasserleiche vor dem Segelboot von Michael Kühnert, Leiter der Segelschule, auf: Ein ehemaliger Offizier der holländischen KFOR-Truppen im Kosovo, ist erstochen worden.

Jan Holzer, Kriminalhauptkommissar in der Mordkommission, erfährt die Identität des Mannes von einer Gruppe gehörloser Segler. Kühnert kann „übersetzen“, da seine Frau Elena auch gehörlos ist und er die Gebärdensprache beherrscht. Jan Holzer ist fasziniert von der „stummen Kommunikation“ und freundet sich mit der Familie an, zu der noch die 18-jährige Tochter Sabin gehört, die sich auch ausschließlich in der Gebärdensprache verständigt.

Obwohl Kühnert offen zugibt, dass er früher als KSK-Soldat im Kosovo war, Elena dort kennengelernt hat, beide aber den Toten nicht kennen würden, ist Jan Holzer sicher, dass Elena und Kühnert ihm etwas verschweigen. Immer tiefer dringt Holzer in das Familiengeheimnis der Kühnerts vor und ist dabei, sich darin zu verlieren, zumal er momentan selbst wegen einer alten Schuld schwer angeschlagen ist.

Holzers Assistentin Amal Catack – halb Türkin, halb Deutsche, in Berlin aufgewachsen – ermittelt parallel in der obskuren Welt der privaten Sicherheitsfirmen und findet unter anderem heraus, dass der Ermordete vor zehn Jahren ein Disziplinarverfahren in der Armee hatte – wegen Menschenhandel und Vergewaltigung während seines Dienstes bei der KFOR – und findet in seinem Cloud-Account ein Video. Als sie mit dem MEK zum Hafen kommt, ist Jan Holzer entführt auf einem Segelboot mitten auf offener See und erfährt die unvorstellbare Wahrheit.

[Quelle: ZDF]


Trailer


Daniela meint:
Ich hatte das große Glück, diesen wirklich sehr beeindruckenden Film als Premiere beim Filmfest im Hamburg auf der großen Kinoleinwand zu sehen. Und um es vorweg zu sagen, da gehört er meiner Meinung nach auch hin, auf die große Kinoleinwand. Hier kommen die zum Teil sehr düsteren, aber immer großartigen Bilder am besten zur Geltung, seien es die Szenen rund ums Schiff auf hoher See, oder die vielen Nahaufnahmen, die so viel über den Charakter und das Schicksal der Akteure erzählen.

Die Geschichte des Films ist schlüssig und flüssig. Es bleibt allerdings genug Raum, die offenen Fragen nach Schuld, Recht und Gerechtigkeit auf sich wirken zu lassen. Alle Charaktere haben ihre persönliche Geschichte und somit „ihr Päckchen“ zu tragen. Stück für Stück erhält der Zuschauer Einblicke in ihre jeweilige Welt und ihre Dilemma. Wer am Ende aus moralischer Sicht zu verurteilen ist, wird immer schwerer zu beurteilen. Die Rollen sind ganz perfekt besetzt und wirklich alle verkörperten die Figuren mit ihren Eigenarten und ihrer Lebensgeschichte auf den Punkt. Die Kameraführung ist dabei sehr einfühlsam und nimmt gerade diese Aspekte sehr gut auf und mit. Dies gilt auch für Holzers Eintauchen in die Welt der Gehörlosen. Die Musik ist wunderbar auf den Film abgestimmt und passt ebenfalls einfach gut.

Sehr beeindruckt war ich auch von der Art, wie Jan den Ermittler Holzer gespielt hat. Da war nichts von einem Boerne oder Vernau, sondern eben ein ganz anderer Charakter, dessen Aufrichtigkeit, Gradlinigkeit aber auch seine Verzweiflung und sein Mitgefühl waren so absolut überzeugend. Chapeau, das hat mir sehr sehr gut gefallen.

Gibt es denn gar nichts Negatives über diesen Film zu berichten? Doch eine unbedeutende Winzigkeit, die sich ohne zu spoilern verraten lässt. Es gibt eine ganz kurze Sequenz mit einem Schwenk über einen niederländischen Binnenkanal, die aussieht, als käme sie aus einem sehr amatuerhaften Urlaubsvideo. Das passte in diesen qualitativ so hochwertigen Film meiner Meinung nach nicht rein.

Also insgesamt ein absolut beeindruckender Film, der mich sehr mitgenommen hat und den ich mir sicherlich zur Ausstrahlung im Fernsehen gerne noch einmal ansehen werde.


Baggi meint:
Der Film gefiel mir ausnehmend gut. Die Geschichte hat mich berührt, bewegt und von der ersten Sekunde an mitgerissen. Ich wollte wissen, wie sich alles auflöst, ich wollte jedes Detail erfahren, was den Fall angeht – mindestens ebenso sehr aber auch die persönlichen Probleme und Dramen ergründen, die die Hauptcharaktere umtreiben. Da war mir nichts egal, auch nichts zu viel, das war wunderbar.

Jan Holzers Assistentin Amal Catack, genial verkörpert von Ivan Anderson, hat mir unheimlich gut gefallen. Sie ist sehr clever und gleichzeitig unbeschreiblich derb, laut, wild und ungestüm – und offenbart dann plötzlich wieder eine Verletzlichkeit und Verzweiflung, die einen verblüfft. Aber ich habe ihr das jede Sekunde abgenommen und habe mich wunderbar einlassen können auf diese facettenreiche, nach außen so rau und selbstbewusst wirkende Frau.
Jan Holzer geht auf eine bewundernswert ruhige Art mit dieser eindrucksvollen Impulsivität um. Ein paar Mal habe ich gedacht, er ist zu lieb für sie, und mich gefragt, warum er diese Art und Weise immer wieder toleriert… aber ich habe mir sein Verhalten damit erklärt, dass er weiß, was er an ihr hat. Vermutlich ist diese so verlässlich aufbrausende und dabei so fähige Kollegin eine der Haupt-Konstanten in einem Leben, das ganz offensichtlich aus den Fugen geraten ist.
Relativ früh bekommt man verschwommene Hinweise darauf, was dem Kommissar passiert sein muss und ist begierig darauf, endlich vollständig zu erfahren, was in der Vergangenheit geschehen ist. Bis das aufgeklärt ist, muss man sich allerdings wirklich eine ganze Weile gedulden. Dennoch lässt man sich bereitwillig mitnehmen von seinem Schicksal, weiterhin bereitwillig mitnehmen von dem Schicksal der Familie, der er durch seine Ermittlungen näherkommt – und in dem Zuge sind die Momente entstanden, die mich meisten in ihren Bann gezogen haben.
Die von Sylvie Testud verkörperte gehörlose Elena Kühnert ist einer der Stars dieses Films. Sie hat eine unglaubliche Präsenz, ich war begeistert von ihr. In einigen Szenen, in der sie und Jan zusammen agiert haben, von ihrer Seite aus gänzlich ohne Worte, haben sie den Film in eine andere Ebene gehoben, anders kann ich es nicht beschreiben.

Die Geschichte von Friedemann Fromm hat mehr Plot, mehr Inhalt und vor allem mehr Einzelschicksale/Nebenstränge als die meisten, die ich in der letzten Zeit gesehen habe. Das mag ihm vielleicht von dem einen oder anderen Kritiker zum Vorwurf gemacht werden, aber bei einer solchen Ansicht kann ich nur abwinken.
Die Story war dicht, atmosphärisch und auch aufwühlend, aber nie zu viel. Die Darsteller waren genial gewählt und haben ihre Rollen intensiv und sehr glaubwürdig umgesetzt. Grenzen verschwimmen, global wie auch im Kleinen, Schuld, Unschuld, Gerechtigkeit, Unrecht… selbst wenn zum Schluss alles geklärt ist, bleiben viele Fragen. Aber das ist einfach richtig gut gemacht, niemals unbefriedigend.


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Annäherungen (1987)

Inhalt:

annäherungen (1)In der weiblichen Hauptrolle dieser Folge von “Schauspielereien” agierte die seit Jahren mit herausragenden künstlerischen Leistungen aufwartende Schauspielerin Renate Richter. Ansonsten konnte man diese TV-Produktion als Premiere für drei “Debütanten” bezeichnen. Zum einen war es der junge Schauspieler Jan Josef Liefers, zu dieser Zeit schon am Deutschen Theater in Berlin engagiert, der als männlicher Partner der Richter seine erste abendfüllende TV-Aufgabe übernommen hatte. Zum anderen war es Gabriele Denecke, für die “Annäherungen” die erste eigenständige Regiearbeit war, und Sonja Schnitzler, die als Lektorin im Eulenspiegel Verlag Berlin tätig war, verfasste hier ihre erste Vorlage für das Fernsehen.
Insgesamt offerierten diese “Schauspielereien” fünf Episoden, in denen, von der Problematik her variierend, eine etwas ältere Frau auf einen jungen Mann trifft. In der Episode “Der Ofen ist aus” spielt Renate Richter eine Direktorin, die sich mit dem Verhalten eines Heizers (J. J. Liefers) auseinandersetzen muss; er kam am Morgen zu spät zur Arbeit und versucht nun gegenüber seiner Vorgesetzten, sich mittels einer Schelmengeschichte aus der Affäre zu ziehen. In “Damenbesuch” rankt sich das Geschehen um eine betuliche Mutter, der beim Besuch ihres erwachsenen Sohnes eine Überraschung zu Teil wird. Und in der Episode “Schwere Geburt” muss sich ein total aufgeregter junger Mann im Warteraum einer Entbindungsklinik diversen Wahrheiten stellen, weil ihn eine besonnene Frau mit ihren Auffassungen von Verhaltensweisen und Gefühlsregungen dazu anstachelt.
Weitere zwei komödiantisch- unterhaltsam gestaltete und darstellerisch überzeugende Szenen mit den Titeln “Einstellungsgespräch” und “Versicherungsfall” ergänzen da schon Erwähnte.

[Quelle: Fernsehen der DDR]


Rezensionen

Mara_Thoni meint:
Fünf ganz amüsante kleine Geschichten mit jeweils unerwartetem Ausgang unterhalten den Zuschauer. Der junge Jan Josef Liefers verkörperte in seiner „ersten abendfüllenden Rolle“ die unterschiedlichsten Charkatere. Bei dem Versicherungsvertreter in der Geschichte „Versicherungsfall könnte man optisch sogar fast den jungen Boerne vermuten… 😉

Es mag vielleicht nicht die ganz große Abendunterhaltung sein, wie man sie heute erwartet. Einen vergnüglichen Fernsehabend beschert es aber allemal, einfach amüsante Szenen aus dem Alltag, die ganz liebevoll umgesetzt wurden.

Fundstückpremiere

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Übrigens ein Bericht in der „FF dabei“ aus dem Jahre 1987 war der Aufhänger zu unserer „Fundstück der Woche“-Reihe.

 

 

 

 

 

 

 


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Weihnachten schneit’s (1990)

Inhalt:

Weihnachten schneits (1)Das Mädchen Anna (Katharina Räthel) wünscht sich für die Weihnachtsfeiertage viel Schnee herbei, damit der Weihnachtsmann die vielen Geschenke per Pferdeschlitten zu den Kindern bringen kann. Damit aus ihrem Wunsch auch Realität wird und Frau Holle kräftig die Betten ausschüttelt, entschließt sie sich, selbige persönlich aufzusuchen. Dabei sind ihrer Phantasie offensichtlich keine Grenzen gesetzt, denn dass ein Herr Holle (Jan Josef Liefers) ganz oben in ihrem Haus wohnt, nimmt sie als gutes Vorzeichen für ihre Sache an.

Quelle: Fernsehen der DDR


Mara_Thoni meint:

Was für eine wundervolle Adaption des Grimmschen Märchens in Bezug auf das bevorstehende Weihnachtsfest, die am 24. Dezember 1990 im Fernsehen der DDR lief. Schön, dass eine so schöne Geschichte auch ohne Special-Effects funktionieren konnte. Das kann man sich heute kaum noch vorstellen. Würden sich heute noch Kinder davon begeistern lassen? Vielleicht ja gerade wieder.

Ein junger Jan Josef Liefers im roten Mantel mit Rauschebart und einem Tannenbaum in der Hand. Ist es der Weihnachtsmann? Nein, es der Herr Holle, der bereitwillig seine Küche verwüstet, um nach einem uralten Rezept Schnee herzustellen, damit der Weihnachtsmann auch mit seinem Schlitten zur kleinen Anna kommen kann.

Schade, dass solche Sendungen nicht mehr wiederholt werden. Eine kleine Geschichte, die einem ein Lächeln ins Gesicht zaubert und das nicht nur an Weihnachten.


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Da muss Mann durch (2015)

Inhalt

Da muss Mann durchPaul (Wotan Wilke Möhring) hat immer wieder Pech in der Liebe und eigentlich die Nase voll davon. Doch als er Lena (Julia Jentsch) begegnet, scheint er seinen passenden Deckel gefunden zu haben. Außerdem wird Lena irgendwann mal das Verlagshaus, in dem Paul als Personalchef arbeitet, von ihren wohlhabenden Eltern erben. Dieses Mal möchte Paul also auf keinen Fall etwas falsch machen. Er muss Lenas Familie auf deren prächtigem mallorquinischen Anwesen beweisen, dass er der Richtige für die Tochter des Hauses ist. Aber Lenas Mutter Elisabeth (Daniele Ziegler) will lieber Patrick Arterberry (Stephan Luca) an der Seite ihrer Tochter sehen, einen Hedgefonds-Manager und früheren Partner Lenas, der obendrein auch noch der Vater von Lenas ungeborenem Kind ist – und Paul zum Duell unter Männern auffordert. Gut, dass dessen drei besten Freunde Schamski (Jan Josef Liefers), Günther (Oliver Korittke) und Bronko (Fahri Yardim) auch da sind und ihm mit Rat und Tat zur Seite stehen. [Quelle: Filmstarts.de]



Mara_Thoni meint:

Der Vorgängerfilm „Mann tut was Mann kann“ hatte mich begeistert. So waren meine Erwartungen an die Fortsetzung „Da muss Mann durch“ natürlich hoch. Und als die ersten Kritiken im Netz erschienen und kein gutes Haar an dem Film ließen, bekam meine Vorfreude einen leichten Dämpfer. Aber das hat mich nicht abgehalten, eine Preview des Film im örtlichen Kino anzuschauen.

Ganz ehrlich? Ich war enttäuscht. Nicht, dass der Film nicht nett anzusehen wäre, aber mehr war es auch nicht. Er war nett. Der Film lebte von der fantastischen Filmkulisse auf Mallorca und den Hauptprotagonisten, die ohne Frage alles gegeben haben. Sie können allerdings kein schlappes Drehbuch retten.

Der erste Teil enthielt so viele kleine und liebevolle Gags, die einen Schenkelklopfer nach dem nächsten nach sich zogen. In diesem Teil waren sie eher mühevoll. Die Geschichten rund um Pauls Freunde werden nur rudimentär am Rande angerissen, was sehr schade ist. Filmhund Bruno, der in „Mann tut was Mann kann“ fast eine Hauptrolle hatte, kommt fast gar nicht zum Zuge.

Die Geschichte selbst ist so vorhersehbar und etwas langatmig erzählt. Da hätte „Mann“ einfach viel mehr daraus machen können. Irgendetwas ist da schief gelaufen. Anders ist es auch nicht zu erklären, dass der Name des Regisseurs plötzlich nicht mehr Marc Rothemund sondern Thomas Lee in den Credits ist.


Manu meint:

Ich finde es jedesmal schade, wenn man im Vorfeld eines Kinobesuches bereits über Verriss stolpert. Ob man will oder nicht. Für mich war klar, dass ich mir den Film auf jeden Fall ansehe und mir eine eigene Meinung bilde. Heute war es nun soweit.

Klar, „Mann tut was Mann kann“ war eine echt starke Komödie, die mich reichlich oft vor Lachen fast vom Kinosessel schmiss und auch nach mehrmaligem Schauen auf DVD immer noch gut für einen Lachanfall ist. Das schafft dieser zweite Teil nicht in diesem Maße. Die Story war recht dünn, die Handlung weniger actionreich als die des Vorgängers. Da ich die Romanvorlage kenne, lag es defintiv am Drehbuch, in dem die eigenlich gelungene Geschichte von Anfang an unlogisch rüberkam. Mir fehlte ein nahtloser Übergang. Was ist aus den Beziehungen der Freunde Paul und Guido geworden? Pauls großer Liebe Iris?

Mein Fazit: Es wäre vieles sicher besser gegangen, aber auf keinen Fall ist der Film so schlecht, wie er im Vorhinein gemacht wurde. Für einen entspannten Kinoabend taugt er allemal. Auch meine beiden Begleiter fühlten sich gut unterhalten.


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Sendetermin für „Der Mann ohne Schatten“ am 12.01.2015

Der Mann ohne Schatten (3)Vernau-Fans aufgepasst!

Lange haben wir drauf gewartet. Am 12. Januar 2015 um 20:15 Uhr strahlt das ZDF „Der Mann ohne Schatten“ aus, den neuen Fall von Anwalt Joachim Vernau gespielt von Jan Josef Liefers.

Wir werden – wie gewohnt – rechtzeitig noch einmal an den Sendetermin erinnern. Es schadet allerdings nicht, sich das Datum schon einmal im Kalender zu notieren 😉

Das Fanseitenteam war im Oktober live bei der Premiere im Rahmen der Filmfestspiele in Hamburg dabei. Unseren spoilerfreien Bericht findet Ihr hier im Blog. Auch wenn wir den Film schon kennen, wir werden sicherlich noch einmal einschalten.

Auf ihrer Facebookseite hat die Drehbuchautorin Elisabeth Herrmann einige tolle Fotos veröffentlicht, die wir Euch nicht vorenthalten wollen:

Einige Ausschnitte aus dem Film sowie verschiedene Interviews, u. a. mit Jan Josef Liefers sind im folgenden Video von filmfestblog zu sehen:

Und wer sich bis Januar so richtig in Vernau-Stimmung bringen möchte, dem legen wir auch die Vorgängerfolgen ans Herz, die im Dezember auf ZDFneo wiederholt werden:

21. Dezember 21:45 (ZDFneo) Das Kindermädchen
22. Dezember 02:10 (ZDFneo) Das Kindermädchen
28. Dezember 21:45 (ZDFneo) Die letzte Instanz