Jan Josef Liefers

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Tatort – ‚Fangschuss‘ (AT: Klappe zu, Affe tot) (2017)

Inhalt:

Quelle: Axel Prahl auf Facebook

Quelle: Axel Prahl auf Facebook

Hat sich IT-Experte Sebastian Sandberg wirklich selbst von seinem Balkon gestürzt? Die Kommissare Frank Thiel und Nadeshda Krusenstern  nehmen die Ermittlungen auf. Hinweise auf einen Mord finden Prof. Boerne und Silke „Alberich“ Haller in der Rechtsmedizin auf Anhieb nicht. Aber in der Wohnung des Toten gibt es Hinweise auf einen Einbruch.

Jetzt will Frank Thiel endlich mal ins Fitness-Studio, da meldet sich Kollegin Krusenstern mit einem dringenden Einsatz. Ausgerechnet in diesem Augenblick steht auch noch eine fremde junge Frau vor der Wohnungstür des Kommissars: Leila Wagner behauptet, Thiels Tochter zu sein. Aber das muss warten. Genauso wie die Vorbereitungen auf die mündliche Jagdprüfung: Prof. Boerne will künftig dem Wild in den Wäldern des Münsterlandes nachstellen. Doch erst ist seine Expertise als Rechtsmediziner gefragt. Denn der IT-Experte bleibt nicht das einzige Mordopfer. In einem Gehöft vor den Toren der Stadt wird ein Journalist leblos aufgefunden. Er war bundesweit bekannt für seine hartnäckigen Recherchen – und nahm für seine neueste Story gerade einen einheimischen Futtermittelbetrieb unter die Lupe.

[Quelle: WDR ]


Gastdarsteller:

  • Christian Maria Goebel
  • Janina Fautz
  • Jeanette Hain
  • André M. Hennicke

Trailer


Rezensionen


Links:


Axel Prahl hat während der Dreharbeiten gefilmt und viele Videos auf facebook veröffentlicht. Wir haben hier alle Clips verlinkt, in denen Jan auftaucht. Die restlichen Filme findet ihr auf Axels Profil. Viel Spaß beim Anschauen! 😀




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Perfect day beim Tatort Münster…

…für 200 Fans und eine ganz besondere Familie.

Feierstunde Presse (0)Vielleicht erinnert sich der eine oder andere von euch daran, dass wir im Dezember letzten Jahres recht ausführlich über zwei wunderbare Drehtage mit jeweils einer großen Gruppe Tatort Münster-Fans als Komparsen in den Sartory-Sälen in Köln berichtet haben.
Worüber wir damals allerdings nicht geschrieben haben, ist, dass exakt während dieser beiden Tage der Herzenswunsch eines krebskranken Kindes an Jan herangetragen wurde: einmal beim Tatort Münster dabei sein und hinter die Kulissen schauen zu dürfen.
Damals war ein solcher Besuch kurzfristig nicht zu organisieren. Der Tatort war zu dem Zeitpunkt praktisch abgedreht und Paul, so der Name des Jungen, wäre auch körperlich nicht dazu in der Verfassung gewesen. Aber wir standen seitdem mit seiner Mutter in Kontakt und dank des unermüdlichen Einsatzes von Jans Managerin Natascha konnte der Wunsch des Jungen nun tatsächlich erfüllt werden – Paul durfte zusammen mit seiner Mutter und seiner Schwester zum Dreh der Jubiläumsfolge Feierstunde reisen. *hüpf* Passenderweise an genau dem herrlichen Tag im Schloss Münster, an dem wiederum viele begeisterte Fans als  Komparsen dabei waren.

Und was sollen wir sagen? Es war  g e n i a l. Ganz einfach.
Kurz nach sechs in der Früh waren wir vor Ort und schon vor sieben reisten auch die ersten Komparsen an. Wir waren in einem hellen, sonnigen (leider etwas zu kleinen) Hörsaal im ersten Stock untergebracht, der sich rasch füllte. Die Stimmung war gelöst, und dadurch, dass alle pünktlich eingetroffen waren, war der Papierkram rechtzeitig erledigt. Die Mitarbeiter der Castingagentur unterhielten die vielen freiwilligen Statisten während dieser Zettelschlacht mit interessanten und wichtigen Infos zum Ablauf und auch die beiden Regieassistentinnen stellten sich vor und umrissen, was uns an diesem Tag für Szenen erwarten würden.
Doch noch bevor dann mit dem Dreh die eigentliche Arbeit startete, wurde es schon zum ersten Mal spannend: der WDR war vor Ort, machte Filmaufnahmen und führte Interviews mit den Fans, um über das besondere Event zu berichten. Nicht wenige Komparsen dürften sich in der Lokalzeit Münsterland vom gleichen Abend wiederentdeckt haben.

Während der WDR oben im Aufenthaltsraum aktiv war, waren auch Paul und Emma mit ihrer Mutter Susanne eingetroffen und alle gemeinsam konnten wir schließlich den großen Saal stürmen, in dem wir dann viele viele Stunden verbringen sollten.

Und was soll man sagen? Die Kinder haben dort sicherlich einen der schönsten Tage ihres Lebens verbracht!
Die Schauspieler, allen voran Jan, waren bestens gelaunt, ‚Professor Boerne‘ schlicht in Höchstform. Wenn die Kameras gerade nicht laufen, ist er ist ja immer für lustige Sprüche und allerlei Unsinn zu haben und auch dieses Mal hat er sich wieder ziemlich ausgetobt. Dementsprechend war die Stimmung sehr entspannt.
Dazu präsentierten sich alle Komparsen unglaublich diszipliniert und jeder hat gleich auf Anhieb verstanden, was sich die Regie wünschte und wie die Szenen am besten funktionieren würden. Dieser Begeisterung der vielen Freiwilligen und zudem vor allem auch der extrem entspannten, harmonischen Filmcrew war zu verdanken, dass die Arbeit wirklich sehr unkompliziert und rund lief.
Und Paul war mittendrin statt nur dabei. Jede einzelne Person am Set, jedes Crewmitglied hat sich der Kinder angenommen. Liebevoll, offen, fröhlich, zugewandt, all ihre Fragen wurden in einer Engelsgeduld beantwortet. Sie bekamen Headsets vom Filmtonmeister, um den O-Ton der Schauspieler hören zu können. Sie wurden vom Regisseur Lars Jessen an seinen Arbeitsplatz geholt, durften dort mit ihm zusammen jede Szene auf den Monitoren beobachten. Die unglaublich netten Frauen von Maske und Kostüm haben im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Nähkästchen geplaudert und den Kindern alles gezeigt, was irgendwie interessant war…  von Schminke bis zum Kunstblut wurde da alles abgedeckt, die beiden überall hin mitgenommen, wo es etwas zu entdecken gab. Man kann dem Team gar nicht genug danken, das war einfach toll! 😀
Aber ein ebensolches Highlight waren wohl die Erlebnisse mit den Darstellern… Jan, der sich immer und immer und immer wieder mit den Kindern beschäftigte, Christine Urspuch, von der vor allem Emma ganz verzaubert ist, Axel, der ohnehin keinen Spaß auslässt, Peter Jordan… niemand ließ es sich nehmen, den Kontakt zu den beiden aufgeweckten Mäusen zu suchen. Die zwei haben die Herzen aller Anwesenden im Sturm erobert.

Es war ein langer Tag, natürlich auch anstrengend, aber das, was wir von der Fanseite vor allem sagen können: er war einfach wunderbar. Wir können nur hoffen, dass es den Komparsen ebenso gut gefallen hat wie uns – von Paul, Emma und Susanne wissen wir es zum Glück ganz genau. 😀
Es war uns eine Freude, alle zusammen durch den Tag zu begleiten!!

Und hier haben wir nun ausnahmsweise zwei Galerien:

  • einmal Pauls  Besuch am Set
  • und darunter dann noch Bilder von den vielen Fans, die als Komparsen diesen besonderen Drehtag erst möglich gemacht haben, und ein paar Schüsse vom offiziellen Pressefototermin

Was für ein Spass! 😀


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Tatort – ‚Ein Fuß kommt selten allein‘ (2016)

Inhalt:

Foto: WDR/Martin Menke

Foto: WDR/Martin Menke

Während Alberich das Bundesverdienstkreuz für ihre jahrelange Arbeit in der von ihr gegründete Opferambulanz verliehen wird, finden Arbeiter im Wald ein Skelett, das dort nach erster Bestandsaufnahme offensichtlich bereits längere Zeit gelegen hat. Weitere Recherchen führen zu der Erkenntnis, dass eine junge Frau vor ungefähr zwei Jahren durch ein Gewaltverbrechen zu Tode gekommen ist. Wegen ihrer deformierten Fußknochen geht Boerne davon aus, dass die Tote professionelle Tänzerin gewesen sein muss.

Die Ermittlungen führen Thiel zur Tanzgemeinschaft Münster, in dem sich gerade ein Team von Formationstänzern und Tänzerinnen unter der Leitung von Andreas Roth für einen Wettbewerb vorbereitet. Der Vereinspräsident und stadtbekannte Orthopäde Dr. Winfried Steul kann nach anfänglicher Zurückhaltung anhand der Fotos der deformierten Füße eindeutig eine ehemalige Tänzerin der Formation, Elmira Dumbrova, als die Tote identifizieren. Elmira war vor einigen Jahren plötzlich und unerwartet wieder zurück in ihre moldawische Heimat gegangen. Doch der Fall ist rätselhaft: Einer der Tänzer, Jonas Körner, hat vor nicht allzu langer Zeit eine Email von ihr erhalten, obwohl sie bereits tot gewesen sein muss. Obwohl seine Tanzpartnerin Marie Ade ihn versucht zu trösten, fällt der ehemalige Sanitätsgefreite in eine tiefe Depression. Nach Elmiras Verschwinden war ihr Cousin Oleg kurz in ihrer Wohngemeinschaft aufgetaucht und hatte ihre Sachen geholt. Nadeshdas Recherchen ergeben aber, dass Elmira ein Waisenkind ohne Verwandtschaft war.

Vater Thiel hat derweil seine Liebe für das Pilzesammeln entdeckt, besonders der Suche nach Fliegenpilzen, und entdeckt weitere Skelettteile ganz in der Nähe des Fundortes von Elmira. Es handelt sich um einen männlichen Fußknochen, der ungefähr gleich lange dort gelegen haben muss. Handelt es sich also um einen Doppelmord? Eine Beziehungstat?

Doch dann erkennt Alberich Elmira wieder: Die Tänzerin war wegen einer Vergewaltigung unter KO-Tropfen-Einfluss bei ihr in der Opferambulanz gewesen und hatte sich untersuchen lassen. Zunächst hatte sie auf eine Anzeige verzichtet, sich dann aber ein paar Wochen wieder mit dem Entschluss befasst, gegen den Vergewaltiger vorzugehen, wieder in der Ambulanz eingefunden. Ist der Vergewaltiger der Mörder? Dann wird Jonas tot aufgefunden, die Todesursache ist eine Überdosis KO-Tropfen.

Nur durch enorme Fachkenntnis und Kombinationsgabe gelingt es dem Team, den komplizierten Fall am Ende doch aufzudecken.

[Quelle: filmstiftung]


Gastdarsteller

  • Maximilian von Pufendorf
  • Thomas Heinze
  • Julian Mau
  • Mersiha Husagic
  • Gordon Kämmerer
  • Nathalie Thiede

Trailer


Baggi sagt:

Ich stehe den Tatorten der letzten Jahre, die von Cantz und Hinter geschrieben wurden, sehr skeptisch gegenüber (warum, kann gern hier im Detail nachgelesen werden).
Mit dementsprechend wenig Hoffnung auf eine gute Episode aus Münster habe ich mich auf Ein Fuß kommt selten allein eingelassen.
Tatsache ist und bleibt, auch dieses Mal haben die Figuren mit denen, die die beiden Autoren 2002 erschaffen haben, nicht mehr viel gemein. Und wie immer in den letzten Folgen bauen Cantz und Hinter ihren Plot auf Boernes negativen Eigenschaften auf und darauf, dass ein Mitglied des Stamm-Teams ein anderes in eine missliche Lage hinein(er)presst, damit man sich darüber lustig machen kann. Nachdem in der letzten Folge der geldgeile Boerne Thiel mit der Tatsache, dass er ihm das Leben gerettet hat, in die Hochzeits-Charade zwingt, um an das Erbe seines Onkels zu kommen, ist es nun eben Staatsanwältin Klemm, die Boernes unglaublich albernen Frust über den Orden seiner Assistentin für sich ausnutzt, und ihn gegen seinen Willen aber ‚für ein gutes Wort beim Staatsminister‘ zu Tangostunden schleppt.
Dieses sich wiederholende Schema ist, ebenso wie die sich wiederholenden Gags, die sich in dieser Folge tummelten, so unnötig. Es hätte tausend lustigere Gründe geben können, wie es Frau Klemm und Boerne aufs Parkett verschlägt, aber Cantz und Hinter machen sich gar nicht erst die Mühe, andere zu ersinnen. Warum auch? Wir schauen ja trotzdem. Stimmt ja auch.
Aber sicher nicht wegen ihrer Geschichten. Ich schaue wirklich nur noch wegen der Schauspieler und ihres unglaublichen Talents, auch aus solch doofen Plots noch das Beste zu machen.

Ok, zurück zum Film. War Summ summ summ der Tiefpunkt der letzten Jahre und Erkläre Chimäre zum Glück ein wenig gelungener, muss man ehrlich sagen, diese aktuelle Episode hat mir noch minimal besser gefallen. Es gibt eine geringe Tendenz nach oben, auch wenn die Autoren von Glanzstücken wie Der dunkle Fleck u. ä. leider wohl auf ewig meilenweit entfernt bleiben werden. Dennoch möchte ich die Geschichte beinah als gutes Mittelmaß bezeichnen, was ich bei den beiden wirklich niemals erwartet hätte. Thiel und Boerne haben verhältnismäßig reibungslos zusammengearbeitet und ihre Dialoge waren auf den Punkt. Boernes Frechheiten gegenüber der Staatsanwältin während der schweißtreibenden Tangostunden waren einfach göttlich. Und mein persönliches Dreamteam, der gute Professor und seine Alberich, durften (von seiner überzogenen Eifersucht einmal abgesehen) auch wieder etwas schöner zusammen agieren. Besonders die letzten Szenen in der Rechtsmedizin, vom ‚unter-dem-Schrank-hervorziehen‘ unter umgekehrten Vorzeichen (ich erinnere da an die einzige schöne Stelle in Summ summ summ, die Bienen unter Roman Königs Bett) bis zum ‚Tango Kriminale‘ waren wunderbar und haben mich mit vielem versöhnt. Und wenn ich auch extrem empfindlich bin, was Fremdschämen anbelangt, und erwartet hatte, dass ich mich bei Boernes Disco-Nummer aus Frust in den Boden schraube, muss ich sagen, an der Stelle habe ich mich kaputtgelacht. Vielleicht, weil Jan so abgegangen ist beim Tanzen, ich weiß es nicht. Aber es war herrlich.

Was die Nebendarsteller angeht, für Staatsanwältin Klemm war es eine gute Folge, Vaddern war mir zu sehr auf die Fliegenpilze reduziert und Nadeshda war irgendwie kaum vorhanden…  aber der Rest hat mir gefallen. Ein besonderes Lob an dieser Stelle an die Gastdarsteller, allen voran Max von Pufendorf (Archie aus 3x schwarzer Kater), der in diesem Tatort als Tanztrainer nicht wiederzuerkennen war.

Ja, ich war insgesamt einigermaßen positiv überrascht, nachdem ich mich auf alle möglichen Debakel eingestellt hatte. Aber ich freue mich jetzt schon auf Feierstunde und hoffe dabei auf eine ganz ganz andere Art von Münster-Tatort.


Links:



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Fundstück der Woche 16/2016

Boerne

© WDR/Markus Tedeskino

Wem würde Prof. Boerne seinen Besitz vermachen und wie wird man seinem Redeschwall gerecht? In einem Kurzinterview unter dem Titel: „Boerne: „Setzen Sie Alberich bloß keine Flausen in den Kopf!““ hat der Professor im vergangenen Jahr dem Focus Antwort auf fünf Fragen gegeben.


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Fundstück der Woche 5/2016

© Copyright 2015 - Sina Peschke

© Copyright 2015 – Sina Peschke

Auf der Homepage von Sina Peschke haben wird zwei schöne Audio-Dateien von ihrem Interview mit Jan Josef Liefers und Christian Adameit aus dem Jahre 2014 gefunden. Jan verrät, wie viel Boerne in ihm steckt …

Dazu gibt es auch eine kleine, aber feine Bildergalerie.

Das wollen wir Euch nicht vorenthalten und präsentieren es daher als unser Fundstück der Woche. Schaut und hört doch mal rein.

 


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Fundstück der Woche 51/2015

Das Fundstück dieser Woche haben wir nicht gefunden sondern selbst gemacht. Die Folge Tatort Münster „Schwanensee“ hatte so schöne Alberich/Boerne Momente, die einfach in ein GIF gehörten, das wir Euch hiermit präsentieren. Wir hoffen, Ihr habt so viel Spaß an den Beiden wie wir….

B A beschnitten


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Zwei Tage am Set vom Tatort „Ein Fuß kommt selten allein“ (AT: ‚Fußpilz‘)

Komparsen Fußpilz

Foto: Tatort Münster auf facebook

Vor nicht allzu langer Zeit wurde für viele Boerne und Thiel-Fans ein echter Traum wahr, denn Kai, der Administrator der großen Tatort Münster-Facebookseite, brachte folgenden Post:

Tatort Münster „Fußpilz“ sucht Zuschauer für einen Tanzwettbewerb
Montag, 30.11. und/oder Dienstag, 01.12.2015 in Köln

Ein Begeisterungssturm brach los, Anmeldungen aus der kompletten Bundesrepublik gingen bei ihm ein. Zum Glück konnte Kai wirklich vielen Fans eine Zusage erteilen, denn es wurden an beiden Drehtagen jeweils 160 enthusiastische Zuschauer gebraucht.
Und so fanden sich keine zwei Wochen nach dem Aufruf weit mehr als 250 Freiwillige (teils an einem, teils an beiden Drehtagen) in Köln ein, um die Sartory Säle am Friesenplatz in ein Münsteraner Tanzturnier zu verwandeln.

Leider zeigte sich die Stadt nicht gerade von ihrer besten Seite. Sturm und Regen vermiesten den vielen, teilweise von weither Angereisten sonntags und auch montags den Tag, dienstags trieben die morgendlichen Staus rund um und in Köln den meisten Autofahrern den blanken Stressschweiß auf die Stirn… aber alle haben es rechtzeitig zum Dreh geschafft, waren die vielen Komparsen doch vorrausschauend früh einbestellt worden.
Nach einer kurzen Anmeldeprozedur gab es dann den wohlverdienten ersten Kaffee und Frühstück für die Hungrigen. Währenddessen sind die beiden guten Seelen der Kostümabteilung unermüdlich durch die vielen verwinkelten Räume des Kellergeschosses gewandert, in denen die Komparsen untergebracht waren, und haben für jeden, egal ob Männlein oder Weiblein, mit einer Engelsgeduld den passenden Dress gefunden. Und gegen Mittag ging es dann tatsächlich los: nach einigen wichtigen Informationen der Castingagentur stürmte die Truppe den riesigen Saal, in dem zwei Tage lang nun viele Stunden am Stück gedreht werden sollte.

Kaum hatten alle Komparsen einen Platz zugewiesen bekommen, übernahmen der Regisseur und seine Assistentin das Ruder. Sie beide haben es geschafft, mit klaren, lockeren Ansagen auf Anhieb zu vermitteln, was genau sie sich wünschen und nach einer kurzen Probe hatte das Publikum den Bogen raus. Später am Tag war in der Regel gar keine Probe mehr nötig – wenn doch, dann für die Schauspieler oder Tänzer, um Kameraeinstellungen bei besonders komplexen Szenen auszuprobieren und vor dem endgültigen Dreh zu perfektionieren.

Wie man es von den beiden gewohnt ist, wenn sie im Doppelpack auftreten: Jan und Axel ließen es sich am Montag nicht nehmen, während der langen Stunden im Saal immer mal ein wenig herumzualbern, um in den ruhigeren Momenten für gute Laune zu sorgen. Da wurde etwas Unsinn getrieben, die ein oder andere (un)elegante Tanzfigur eingestreut, Probeszenen mit Lachern beendet… es ist immer wieder ein Spaß, die beiden zu beobachten.
Ab Dienstagnachmittag drehte dann vor allem Thomas Heinze richtig auf und übernahm die Rolle des Pausenanimateurs. Ein sehr sympathischer Mensch, der besonders die Zuschauer in seinem Rücken immer wieder zum Lachen gebracht hat.
Mechthild Großmann hatte zu dem Zeitpunkt ihre letzte Szene in diesem neuen Tatort abgedreht und wurde mit warmen Worten vom Regisseur und wahrhaft tosendem Applaus vom Team und den Zuschauern verabschiedet.
Jan Josef Liefers, der ebenfalls für den Tag mit der Arbeit fertig war, verschwand allerdings nicht aus dem Saal, ohne gefühlte 200 Fotos mit sich machen zu lassen. Und das ist wirklich eine bemerkenswerte Sache gewesen, die man nicht genug loben kann! Normalerweise heißt es beim Dreh: die Komparsen haben sich von den Darstellern fernzuhalten und Fotos sind generell nicht erlaubt. In diesem Fall wurde aber tatsächlich eine Ausnahme gemacht: alle Anwesenden, die gerne wollten, bekamen ihr Bild. Teilweise in Gruppen, weil es sonst einfach zu lange gedauert hätte, aber statt diese Aktion zu unterbinden, hat das Filmteam Jan und seine Fans nach oben auf eine Empore gebeten, damit unten der Umbau ungestört stattfinden konnte und die Komparsenbetreuer haben es übernommen, Fotos zu schießen. Das war ein Novum, so etwas haben wir noch nicht erlebt!
Hut ab vor dem Team, dass sie das mitgemacht haben, und besonders Hut ab vor Jan, der sicher zwanzig Minuten lang von den Fans bestürmt wurde, bevor endlich alle Bilder gemacht waren. Was für eine Geduld bei allen Beteiligten! Es war genial.

Die Komparsen erlebten viele interessante, amüsante Szenen, wirklich viel ernsthafte Arbeit – und außerdem viele Stunden Warterei, denn auch die gehört zum Filmgeschäft dazu.

Haben wir in einem früheren Artikel bereits einmal angemerkt, dass bei der Deutschen Bahn der Ausdruck wenige Minuten gleichzusetzen ist mit alles unter einer Stunde, muss man ganz ehrlich sagen: beim Film ist das nicht anders. Zehn Minuten Kameraumbau dauern niemals zehn Minuten, es ist einfach so. Die erfahrenen Komparsen waren sich dieser Tatsache natürlich bewusst, viele, die zum ersten Mal bei einem Dreh dabei waren, mussten das allerdings erst lernen.
Und obwohl es sonst nicht üblich ist, wenn irgend möglich durften alle Komparsen im Set verbleiben, was normalerweise vermieden wird, um Störungen zu minimieren. Aber die riesige Gruppe war so diszipliniert, dass es zu keinerlei Schwierigkeiten kam. Trotzdem mussten immer mal Teile der Komparsen eine längere Wartezeit im Keller über sich ergehen lassen, aber das war technisch einfach nicht anders möglich. Beispielsweise, weil der große Kamera-Schwenkarm in einer der beiden Zuschauerkurven aufgebaut worden war und für eine bestimmte Szene immer wieder über die Stuhlreihen hinweg schoss. Wer dort sitzengeblieben wäre, wäre einen Kopf kürzer gemacht worden, das war einfach nicht anders zu verantworten. Und auch auf der anderen Saalseite musste eine Menge an Stühlen den Schienen der zweiten Kamera weichen. In solchen Momenten ist es einfach nicht möglich, alle Leute im Saal zu halten.
Doch immer wurden alle „Gäste“ wieder vereint und haben zusammen den Dreh abgeschlossen.

Unser Fazit, die wir ebenfalls am Start waren und bei der Betreuung der vielen Freiwilligen geholfen haben: es waren auf jeden Fall die zwei schönsten Drehtage, die wir bisher im Laufe unserer Komparsentätigkeit mitmachen durften. Schöne Örtlichkeiten, reichlich Essen und Getränke inklusive Obst, Kuchen, diverser Süßigkeiten, Lollis, Bonbons und Plätzchen… in solchem Luxus leben Komparsen sonst nicht, da haben wir weiß Gott schon anders gedarbt.
Der Dreh lief super, die wenigsten Szenen mussten mehr als zweimal wiederholt werden, es hat wirklich alles fast immer auf Anhieb so geklappt, wie sich das der Regisseur vorgestellt hat. Also, für alle, die zum ersten Mal dabei waren, muss das unserer Meinung nach wirklich eine tolle Erfahrung gewesen sein!