Jan Josef Liefers

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Nie egal [mit Reinhard Mey]

Lass uns verloren gehen
In unseren Straßen
Die wir schon kenn‘

Und lass uns sinnlos sein
Ganz ohne Ziel
Nie fremdbestimmt

Und lass uns versinken
Verschwinden in einem Traum
in dem wir uns finden

Lass uns verloren gehen

Es war nie egal wo wir sind
Doch nie wichtig uns auszukenn‘
Waren so oft unbegrenzt
Und haben uns begleitet
Seite an Seite

Refrain
Es war nie egal wo wir sind
Doch nie wichtig uns auszukenn‘
Denn so oder so
Sind wir wortlos verschworen
Wir haben uns begleitet
Seite an Seite

Lass uns verloren gehen
Auch das Gewicht
Wir brauchen es nicht
Und lass uns verloren gehen
In deinen Geschichten
Bring mich jetzt dorthin

Ich kenn kein Grund
uns einzufangen
Sind ohne Weg so weit gekommen

Und lass uns nicht warten
Bis uns nichts anderes mehr bleibt

Es war nie egal wo wir sind
Doch nie wichtig uns auszukenn‘
Waren so oft unbegrenzt
Wir haben uns begleitet
Seite an Seite

Refrain

Bridge

Ohne Netz
Oder doppelten Boden
Ohne Zweifel
Zusammenzuhalten
Und ohne Fragen
Ohne anzuhalten
Ohne Karten
Die uns verraten

Lass uns verloren gehen
Lass uns verloren gehen
Lass uns verloren gehen

Refrain

Es war nie egal wo wir sind
Doch nie wichtig uns auszukenn‘
Denn so oder so
Sind wir wortlos verschworen
Wir haben uns begleitet
Seite an Seite


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So schön

Schau mal die Risse
Und schau mal die Farben
Sie bröckeln schon ab

Darunter die Schatten
Vergangener Tage
Zerbrochener Stuck im Palast

Die Scheiben zersprungen
Diamanten aus Glas
Im Tanzsaal hatte man Spaß

Jetzt stehen die Stühle
Im Regen
Keiner will sie bewegen
Und es ist so schön kaputt
Schau wie es zerfällt
Wie die Natur gewinnt
So schön
Es ist so schön
Kaputt

Schau mal die Fotos
Und die alten Bilder
Die Ränder verblasst

Fühlst du die Jahre
Hörst du was sie sagen
Über die alte Last
Es ist so lange her
Dich will nicht vergehen

Und ist das nicht schön
Was da kratzt,
glänzt wieder im Regen
Jede Narbe vergeben

Und es ist so schön kaputt
Schau wie es zerfällt
Wie die Natur gewinnt
So schön
Es ist so schön
Kaputt

Zu sehen wie es zerrinnt
Wieder von vorn beginnt
So schön
Es ist so schön


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2 Seiten

Schau mal
Ist er so geerdet
Sich selber so treu
Und so standhaft wie er
Sich nach außen gibt?
Und ist sie wirklich so lègere
Spontan und laissez-faire
Und so leicht
Dass sie nichts nach unten zieht?
Und der da hinten
Ist er wirklich so geladen
Sind das Mauern oder
sind das nur Fassaden?
Und ist sie wirklich so naiv
Blauäugig verliebt?
Ich glaub es nicht
Nein ich glaub es nicht

Refrain
Es sind immer
Zwei Seiten, zwei Seiten
Niemals nur eine allein
Oh es sind
Zwei Seiten die sich tragen
Uns auffangen falls eine übertreibt
Oh es sind
Zwei Seiten, zwei Seiten
Hab versucht nur eine zu sein
Doch als ich glaubte,
ich hätte es erreicht
War ich allein
Denn es sind zwei

eine scheint selbstlos
Gibt sich fast auf
Doch sie sucht nach dem Gefühl
Dass man sie braucht
Ein Andrer lässt los
Macht sich nachts aus dem Staub
Weil er spürn will,
Dass er an die Liebe glaubt
eine weiß alles besser
Hat Recht noch und nöcher
Weil sie fürchtet,
Dass sie nicht mehr versteht
Ein Andrer will nur dirigieren
Festhalten und führen
Weil ihm der Boden unter
Seinen Füßen fehlt

Refrain

Nie schwarz und weiß

Es sind
Zwei Seiten, zwei Seiten
Die Wahrheit schreibt
der Zufall an die Wand
Es scheint es sind
Drei Seiten,
die Medaille hat drei Seiten
Wir balancieren auf dem Rand

Zwei Seiten, zwei Seiten
die Wahrheit hat zwei Seiten
Der Zufall wirft sie an die Wand
Mir scheint es sind
Drei Seiten,
die Medaille hat drei Seiten
Wir balancieren auf dem Rand
Wir balancieren auf dem Rand

Zwei Seiten, zwei Seiten
Die Wahrheit schreibt
der Zufall an die Wand
Es scheint es sind
Drei Seiten,
die Medaille hat drei Seiten
Wir balancieren auf dem Rand

Zwei Seiten, zwei Seiten
die Wahrheit hat zwei Seiten
Der Zufall wirft sie an die Wand
Mir scheint es sind
Drei Seiten,
die Medaille hat drei Seiten
Wir balancieren auf dem Rand
Wir balancieren auf dem Rand

 


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Das weiße Haus

In einem blühenden Wald in Russland
Nicht weit weg von Moskau
Zwischen Bäumen hinter einem
Alten Zaun
Am Ende eines kleinen Wegs
Zugewachsen mit Gräsern
Steht das weiße Haus
Das weiße Haus

Darin die Stühle umgefallen
Die Spiegel blind und verstaubt
In der Ecke alten Flaschen lange leer
Damals wurd‘ hier noch gefeiert
Und ein Paar kam sich nah
Jetzt ist es nicht mehr laut
Im weißen Haus

Refrain
Doch dann komm Licht rein
Und reißt die Fenster auf
Dann kommt Liebe rein
Und fegt die Stille raus
Macht das Feuer an
Und es wird warm,
Man sieht den Rauch
Und von weitem
Kommen die Menschen
Um zu fragen was du brauchst
Ins weiße Haus
Ins weiße Haus

Die alten Balken neu gestrichen
Und das Dach wieder gedeckt
Die Fenster abgedichtet
Und die Türen eingesetzt

Den Garten mit der Sänse [sic]
Gemäht und ausgesät
Von durchhängenden Ästen
Die Äpfel in den Korb gelegt

Bridge
Und der ovale Tisch
Der in der Küche steht
Trägt jede Diskussion

Refrain

Bridge
Hier ziehen wir ein
Ziehen nie mehr aus
In unser Haus
Ins weiße Haus

Und es spricht sich leise rum
Es wird vom Wunder erzählt
Die Spatzen pfeifens
Von den Dächern dieser Welt
Ganz egal wo du grad bist
Ganz egal woran du glaubst
Irgendwo auf deinem Weg
Da steht so’n weißes Haus

Und dann lässt du Licht rein
Und du reißt die Fenster auf
Lässt die Liebe rein
Und fegst die Stille raus
Machst das Feuer an
Und es wird warm,
Man sieht den Rauch
Und von weitem
Kommen die Menschen
Um zu fragen was du brauchst
Ins weiße Haus
Ins weiße Haus


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Eigentlich

Eigentlich wär ich heut
Überhaupt nicht da
Würd im Einbaum segeln
Im Meer um Sansibar
Würd aus fremden Farben
Nur die grellsten wählen
In den hängenden Gärten von Babylon
Blumen zählen

Eigentlich wollt ich dich
Noch so vieles fragen
Eigentlich hätte ich dich’so gern stolz gemacht
Hätt die Sterne geholt
Sie an dunklen tagen’In den Himmel gehoben
Die Wolken verschoben

Refrain
Doch ich lass mich nicht treiben
Ich zwing mich zu bleiben
Doch wäre ich heut unterwegs
Dann würd ich dir schreiben
Es dir zeigen
Das Wunder beweisen
Dich fragen
Ob du ein Stück mit mir gehst

Komm mit mir auf Reisen
Damit wir bleiben
Wer wir eigentlich sind
Wie wir eigentlich sind
Komm mit auf Reisen
Damit wir bleiben
Wer wir eigentlich sind
Bring das Feuer zum brennen
Wenn noch Glut in dir glimmt

Eigentlich hätt unsere Liebe
Für immer gehalten
Eigentlich wären unsere Kinder heut schon groß
Eigentlich wollten wir nichts
Was wir nicht schon haben
Uns selber erfinden nie wie die
Anderen sein

Refrain 

Bridge
Wir lassen uns treiben
Wer zwingt uns zu bleiben
Du und ich wir sind heut unterwegs

Refrain

 


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Powerwochenende mit RADIO DORIA – vom Zelt zum Hörerkonzert auf den Brocken

Collage Radio SAW

Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt … so sagt das Sprichwort. Eigentlich wollte ich am Wochenende nur das Konzert von RADIO DORIA beim Festival „Kultur im Zelt“ in Braunschweig besuchen, doch dann ergab sich spontan noch die Gelegenheit, als Begleitung auch das exklusive SAW Hörerkonzert auf dem Brocken zu erleben. So wurde es eine einmalige Konzertrundreise am verlängerten Wochenende.

Die Jungs von RADIO DORIA üben sich in Superlativen. So fand im Juli im Bergwerk Merkers gut 500m unter der Erde ihr tiefstes Konzert statt und nunmehr folgte auf dem Brocken in gut 1.142m Höhe das höchste Konzert. Hierhin hatte Radio SAW gut 200 glückliche Gewinnspielteilnehmer eingeladen. Und Radio SAW hat es absolut toll organisiert. Von einer heiteren Fahrt mit der Harzer Schmalspurbahn auf den Brocken mit guter Verpflegung, mit anschließendem Sektempfang bis zum einstündigen unplugged Konzert der Band war alles bestens vorbereitet und wirklich liebevoll ausgeführt. Ganz herzlichen DANK dafür.

In gefühlter Wohnzimmeratmophäre in luftiger Höhe spielten die Jungs von RADIO DORIA eine gute Stunde lang Songs vom neuen und alten Album. Der Song „das weiße Haus“ hatte seine live-Premiere. Lauter fröhliche und begeisterte Zuhörer lauschten der Musik und den kleinen Geschichten, die Jan zwischen den Songs zum besten gab. Erst nach der Zugabe zur Zugabe wurde die Band von der Bühne gelassen. Draußen wartete ein nahezu voller Mond vor wolkenlosem Himmel und bot noch eine wunderschöne Abschiedskulisse, bevor die unter Dampf stehende Bahn alle wieder wohlbehalten ins Tal brachte. Das war wirklich ein Konzert der Extraklasse. Wow 🙂 Dicker Daumen hoch.

Bildergalerie vom Brocken

Bildergalerie aus Braunschweig:


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Jeder meiner Fehler

Es fällt nicht leicht zu verstehen
Warum wir manchmal die falschen Wege gehen
Und die letzte Tür zurück ist mit Wenn und Aber zugebaut
Man findet sich zurecht aber nie raus aus seiner Haut

Refrain:
Doch mir scheint
Jeder meiner Fehler
Ist am Ende auch ein Schritt
Und jeder meiner Fehler
Brachte mich zu dir zurück
Und für jeden meiner Fehler
Will ich sagen: Es tut mir leid
Kannst du sie vergeben?
Vielleicht kannst du damit leben?
Kannst du mit mir leben?

Bin mit dem Kopf durch jede Wand
Hab soviel Pläne unterwegs verbrannt
Hab mir selber oft den Boden unter den Füßen weggezogen
Und wollten wir geradeaus bin ich doch abgebogen

Refrain:
Doch mir scheint
Jeder meiner Fehler
Ist am Ende auch ein Schritt
Und jeder meiner Fehler
brachte mich zu dir zurück
Und für jeden meiner Fehler
Will ich sagen: Es tut mir leid
Kannst du sie vergeben?
Vielleicht kannst du damit leben?
Kannst du mit mir leben?

Bridge:
Wovon werden wir uns erzählen
Zwischen all dem Schlecht und Gut
Am meisten würd‘ ich bereuen
Hätten wie es nie versucht
Und wenn die Mauern, die ich immer wieder bau
Irgendwann zerfallen zu Staub
Dann nur weil du an mich glaubst
Dann nur weil du mir vertraust

Refrain:
Jeder meiner Fehler
Ist am Ende auch ein Schritt
Und jeder meiner Fehler
brachte mich zu dir zurück
Und für jeden meiner Fehler
Will ich sagen: Es tut mir leid
Kannst du sie vergeben?
Vielleicht kannst du damit leben?
Kannst du mit mir leben?